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VfL Lübeck-Schwartau VfL lässt gegen Rimpar nichts anbrennen
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau VfL lässt gegen Rimpar nichts anbrennen
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15:18 25.02.2019
Fynn Ranke kommt gegen Rimpars Patrick Gempp und Lukas Böhm (r.) zum Wurf.
Fynn Ranke kommt gegen Rimpars Patrick Gempp und Lukas Böhm (r.) zum Wurf. Quelle: Agentur 54°
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Lübeck

Mit Rotkäppchen hätte es der Wolf vielleicht machen können, aber nicht gegen diese Tiger: Der VfL Lübeck-Schwartau hat das „tierische Duell“ in der 2. Handball-Bundesliga gegen Rimpars Wölfe vor 2047 Fans in der Lübecker Hansehalle auch in der Höhe völlig verdient mit 26:19 (15:10) gewonnen.

„Wir haben diesmal den Spagat zwischen Konzentration und Lockerheit von Anfang an gut hinbekommen. Wir wussten um Rimpars Stärken und haben ihre Qualitäten neutralisiert. Es war sei sehr guter Auftritt. Da gibt es nichts zu meckern“, lobte Torge Greve sein Team. Der VfL-Trainer hatte auf Dadi Runarsson verzichten müssen, der beim Abschlusstraining umgeknickt war und absagen musste. Dabei war seine Mutter extra aus Island zu Besuch gekommen. So starteten im Rückraum im Gegensatz zum 22:23 gegen Ferndorf Podpolinski, Ottsen und Hansen. „Wir hatten uns nach der jüngsten Heimniederlage viel vorgenommen und haben das auch wirklich gut gemacht“, befand der Spielmacher nachher. „Vorne haben wir auch einfache Tore gemacht, weil wir oft die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Der Gegenstoß und die Abwehr waren super. Darauf können wir aufbauen.“

Abwehrchef Martin Waschul steuerte drei Treffer zum VfL-Sieg bei. Quelle: Agentur 54°

Der VfL begann wesentlich stärker als im ersten Heimspiel 2019, überzeugte im Angriff mit Spielwitz und variablen Aktionen. Nach 3:09 Minuten brach Jonas Ottsen den Bann mit seinem Treffer zum 1:1. In der Folge ging das „tierische“ Duell eindeutig an die Gastgeber. Sebastian Damm, im ersten Spiel nach seinem verkündeten Abschied im Sommer zum Bergischen HC, verwandelte zwei Siebenmeter und traf einmal ins leere Tor, Abwehrchef Martin Waschul per sehenswertem Dreher. Comebacker Jan Schult zündete nach einem Fehlwurf zwei Fackeln und sorgte für die 15:10-Halbzeitführung. Bemerkenswert: Im so bissig erwarteten Kampf zwischen Tigern und Wölfen gab es in Durchgang eins keine einzige Zeitstrafe.

Verzichten mussten die Fans zunächst auf das Duell der Tor-„Männer“ zwischen Dennis Klockmann und Max Brustmann, denn bei den Gästen begann Andreas Wieser im Kasten. „Klocki“ brachte es im ersten Durchgang auf sechs, Wiese auf fünf Paraden. Brustmann kam erst nach der Pause – und gab Rimpars Deckung mehr Rückhalt. Schult und Metzner hatten zudem Pech mit Holztreffern. Nach dem 17:14 (41.) nahm Greve eine Auszeit – und die zeigte Wirkung: Zwar brachte er Brustmann noch auf acht Paraden, die Nummer eins aber war Klockmann, der letztlich 16 Würfe pariert hatte. Und vorn trafen Glabisch, Ottsen, Kretschmer und „Torjäger“ Waschul zum 22:15 (49.). Während Schult anschließend lobte: „Zweimal weniger als 20 Tore gegen Rimpar sprechen für sich. Die Abwehr war erneut Garant für den Erfolg. Aber wir haben auch im Angriff gute Lösungen gefunden“, stellte der Kapitän fest: „Mit diesem Auftritt können wir sehr zufrieden sein. Auch die Fans sind auf ihre Kosten gekommen und haben ein vernünftiges Spiel von uns gesehen. Darauf können wir aufbauen und wollen am Freitag bei den Rhein Vikings daran anknüpfen.“

Statistik zum Spiel:

VfL: Klockmann (1.-60./ 16 Paraden), Mallwitz (n.e.) – Glabisch 1, Ottsen 2, Podpolinski 3, Hansen, Ranke 2, Waschul 3, Schult 3, Damm 6/4, Köhler 3, Schrader, Kretschmer 3, Möller, Bruhn, Metzner.

Rimpar Wölfe: Brustmann (31.-60./8), Wieser (1.-30./5) – Schömig, Böhm 1, Gempp 2, Schmidt 3, Kaufmann 2, Siegler 2, Meyer, Bauer 1, Schulz 1, Brielmeier 1, Herth 2/2, Sauer4.

Zuschauer: 2047. Siebenmeter: 4/4 – 2/2. Zeitstrafen: 1 – 3.

Spielfilm: 2 :1 (6.), 6:3 (12.), 9:4 (17.), 11:9 (25.), 14:9 (29.), 15:10 (HZ) – 17:14 (39.), 22:15 (49.), 25:17 (57.), 26:19.

Christoph Staffen

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