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VfL Lübeck-Schwartau VfL sieht Zeit gekommen für Zwischenspurt
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18:42 25.02.2019
Daumen hoch für seine Mannschaft: VfL-Trainer Torge Greve jubelt an der Bank mit (v.l.) Marino Mallwitz, Toni Podpolinski, Sebastian Damm und Jan Schult.
Daumen hoch für seine Mannschaft: VfL-Trainer Torge Greve jubelt an der Bank mit (v.l.) Marino Mallwitz, Toni Podpolinski, Sebastian Damm und Jan Schult. Quelle: 54°/Felix König
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Lübeck

Eigentlich hat ein Trainer immer mindestens einen Kritikpunkt an der Vorstellung seiner Mannschaft. Doch als Torge Greve am späteren Samstagabend fast allein auf der Tribüne der Hansehalle dem Abbauteam bei seiner Arbeit zusah, wirkte der Trainer des VfL Lübeck-Schwartau nach dem 26:19-Erfolg gegen die DJK Rimpar Wölfe zufrieden und entspannt wie lange nicht. „Das war ein schöner Auftritt der Jungs, darüber bin ich sehr glücklich.“ Nur eins störte Greve dann doch: „Tabellenplatz acht entspricht nicht unserem Leistungsvermögen. Mit zwei Siegen haben wir jetzt eine kleine Serie gestartet, die wir gerne ausbauen möchten.“

Gegen die Rimpar Wölfe hatte Greve zuvor fast schon einen geruhsamen Abend verbracht. „Natürlich ist man immer angespannt, aber die Mannschaft war gleich präsent, hat schnell die Mischung aus Konzentration und Lockerheit gefunden. Lediglich beim 17:14 drohte es nach einigen Fehlwürfen im Angriff brenzlig zu werden.“ Doch Greve nahm eine Auszeit, stellte sein Team neu ein. Keeper Dennis Klockmann sperrte danach seinen Kasten dicht und mit einem 5:1-Tore-Lauf zog der VfL vorentscheidend auf 22:15 davon.

Dennis Klockmann freut sich mit Sebastian Damm über den Sieg. Quelle: Agentur 54°

Das 22:23 zum Jahresauftakt gegen Ferndorf ist abgehakt, nach dem Sieg in Dessau und mit dem Abschuss des „Problemwolfs“ aus Würzburg wollen die Schwartauer den Trend nun auch in der Tabelle bestätigen. „Die beiden Aufstiegsplätze machen drei Teams unter sich aus, wir haben jetzt wieder Tuchfühlung zu Platz vier“, sagt VfL-Chef Michael Friedrichs mit Blick aufs Tableau und ergänzt: „Ein Platz in den Top 5 bleibt das Ziel, wir wollen so hoch wie möglich klettern.“ „Wenn wir von weiteren Verletzungen verschont bleiben, können wir noch viel erreichen“, ergänzt Greve.

Die Zeit für einen Zwischenspurt ist da, zumal es am Freitag zum Insolvenzklub Rhein Vikings nach Düsseldorf geht. Der Abstieg steht fest, zahlreiche Leistungsträger verließen den Verein – die Saison soll aber mit Anstand über die Bühne gebracht werden. „Da erwartet jeder einen Sieg von uns, aber die haben sich zuletzt gut verkauft. Das ist eine undankbare Aufgabe“, weiß Kapitän Martin Waschul. „Möglicherweise eine der unangenehmsten der Saison“, fürchtet Coach Greve gar.

Verlassen kann er sich jedoch auf seine Spieler. Befürchtungen, sie könnten, weil der Trainer am Ende der Saison geht, nicht mehr mit hundert Prozent agieren, sind für Greve kein Thema: „Die Mannschaft hat einen herausragenden Charakter, geht damit sehr professionell um. Jeder von uns, das gesamte Umfeld tut alles für den Erfolg. Da ist es egal, wie der Trainer heißt.“

Dass er selbst noch nicht weiß, wen er kommende Saison coacht, stört ihn nicht: „Es gibt da zurzeit nichts Neues. Ich bin da aber tiefenentspannt , kann ja auch wieder wie früher als Lehrer arbeiten.“

Und so arbeitet Greve zurzeit auch am Kader der neuen Mannschaft von seinem Nachfolger Piotr Przybecki. „Vor allem die Suche im rechten Rückraum ist eine große Herausforderung. Ich bin froh, dass Torge uns da hilft“, sagt Friedrichs.

Christoph Staffen

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