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Flughafen Blankensee Neue Flugschule in Blankensee kommt gut an
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21:10 14.01.2015
Investor Yongqiang Chen lässt Worten Taten folgen. Quelle: Maxwitat
St. Jürgen

Freude über die neue Flugschule am Airport: In der Hansestadt wird die Entwicklung am Lübecker Flughafen überwiegend positiv bewertet. Der chinesische Eigentümer Yongqiang Chen hat eine Flugschule und eine Wartungsfirma gegründet. Die Arbeit soll in drei bis vier Monaten aufgenommen werden, wenn die Genehmigungen der Behörden vorliegen (die LN berichtete). „Ich freue mich, dass die Pläne des Eigentümers sich jetzt so weit konkretisiert haben, dass die Gründung entsprechender Unternehmen erfolgt ist“, sagt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD).

Zugleich wisse er, dass die Geschäftsführung rege Gespräche führe über die Akquisition von neuen Linien. Denn derzeit fliegt nur Wizz Air ab Blankensee und hat zwei Ziele im Programm: Danzig und Kiew. Ab April kommt Riga hinzu. Daher ist auch Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) davon angetan, dass es Bewegung am Airport gibt: „Es ist gut, dass dort überhaupt etwas passiert.“ Dass der Flughafen durch die beiden neuen Unternehmen mit Leben gefüllt werden soll, „kann nur positiv sein“. Und Dirk Gerdes, Chef des Koordinierungsbüros Wirtschaft (KWL) sagt: „Es ist zu begrüßen, jede Aktivität tut dem Flughafen gut — und der Hansestadt auch.“

Lübecks Tourismus-Chef Christian Lukas freut sich besonders auf die chinesischen Flugschüler, die bis zu einem halben Jahr in der Hansestadt bleiben werden, um ihren privaten Pilotenschein zu machen.

„Wir freuen uns über die internationale Begegnung und Zusammenarbeit, die die neue Geschäftsführung des Flughafens möglich macht“, sagt Lukas. Die IHK zu Lübeck begrüßt die Erweiterung des Geschäftsfeldes am Flughafen ebenfalls. „Die Geschäftsführung lässt damit ihren Ankündigungen konkrete Taten folgen“, lobt Rüdiger Schacht, Leiter der IHK-Standortpolitik. Die zusätzlichen Standbeine würden helfen, die Entwicklung des Airports „nicht nur an das unmittelbare Fluggeschäft zu koppeln“.

Es zeige sich, dass „der Investor zu seinen Plänen steht“, erklärt Burkhart Eymer (CDU), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Er hoffe, dass sich die wirtschaftlichen Erfolge einstellen, damit der Airport und die Arbeitsplätze gesichert werden. Eymer: „Wenn sich dann auch neue Fluglinien etablieren und mehr Fluggäste kommen, wäre das ein weiteres wichtiges Zeichen für Lübeck.“ Peter Reinhardt (SPD) schlägt in dieselbe Kerbe: „Jede Entwicklung ist für den Flughafen positiv.“ Doch wichtig sei vor allem, dass „mehr Linienflüge angeboten werden, um mehr Gäste für die Stadt zu bringen.“ In dieser Hinsicht passiere noch zu wenig.

Für die Groß Grönauer hingegen ist etwas vollkommen anderes wichtig. Bürgermeister Eckhard Graf (SPD) drängt darauf, dass es durch die neue Flugschule nicht zu laut wird in der Nachbargemeinde. „Wir werden prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, damit es nicht zu einer Lärmbelästigung kommt“, so Graf. Außerdem macht er noch einmal klar, dass man die Groß Grönauer nicht übergehen sollte: „Wir wollen früh beteiligt werden.“ jvz

LN