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Innenstadt Fackeln im Sturm
Thema I Innenstadt Fackeln im Sturm
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09:46 01.12.2015
Nicht alle Fackeln brannten den ganzen Weg über.
Nicht alle Fackeln brannten den ganzen Weg über. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Die Taucher der Berufsfeuerwehr schwammen im kalten Wasser mit den Fackeln von der MuK zur Dankwartsbrücke.

Trotz des Wetters hatten sich zahlreiche Zuschauer vor allem auf den Brücken eingefunden.

Das zweite Lübecker Fackelschwimmen am ersten Advent fand diesmal unter erschwerten Bedingungen statt. Bei Wind und Regen war der Einsatz im Wasser nicht besonders vergnüglich.

Viele Fackeln trieben auf dem Wasser und erleuchteten die Stadt mit ihrem warmen Licht. Wer sich da ins kühle Nass traute? Etwa 30 Taucher der Freiwilligen Feuerwehren aus Itzehoe, Ratzeburg, Eutin und Lübeck läuteten mit ihrer Aktion die Weihnachtszeit ein und bescherten den Zuschauern ein warmes Gefühl. Bereits im vergangenen Jahr waren die Taucher zum Fackelschwimmen im Advent in das eiskalte Wasser gestiegen. Zahlreiche Schaulustige begleiteten die Taucher, die ihre Wachstuchfackeln in den Händen hielten, während sie von der Musik- und Kongresshalle entlang der Trave bis zu den Salzspeichern schwammen.
„Es ist ein echtes Vergnügen, dabei zuzuschauen“, stellt Ute Hilgert aus Ratzeburg fest, deren drei Söhne allesamt durchs Wasser zogen. Angst, dass in der Dunkelheit jemand verloren gehen könnte, hatte sie nicht. „Die sind ja alle fit im Schwimmen.“ Und tatsächlich: Als Jan Hilgert von der Freiwilligen Feuerwehr Ratzeburg aus dem Wasser stieg, leuchteten seine Augen. „Das hat Spaß gemacht“, sagte er. Und trotz des kühlen, verregneten Abends schien keiner der Taucher zu frieren. „Viele von uns haben sogenannte Trockentaucheranzüge an“, erklärte Hilgert. „Darunter sind wir warm angezogen.“
Auch zahlreiche Passanten ließen sich von dem stimmungsvollen Spektakel auf der Trave begeistern. „Leider sind die Fackeln sehr klein“, sagte Walter Langosch aus Lübeck, der die Schwimmer am Ufer begleitete. Trotzdem habe sich das Kommen gelohnt, fand er. „Das sieht schon sehr romantisch aus, wie die Lichter so auf dem Wasser treiben.“ er