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Jahresrückblicke 2015 Das Jahr 2015 in Segeberg
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19:31 29.12.2015
Pastor Steffen Paar trägt den kleinen Sarg von der Kirche zur Grabstelle. Quelle: dpa
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Abschied von Teresa

Eine Frau findet am 15. Oktober eine Tüte mit Kleidungsstücken am Straßenrand an der Sether Straße in Sülfeld. Sie hält es für Müll und entsorgt ihn im Papierkorb an einer Bushaltestelle an der B 432. Mitarbeiter der Gemeinde machen wenig später eine unfassbare Entdeckung: In der Tüte liegt eine Babyleiche.

Mit Hochdruck ermittelt die Polizei, um die Mutter des kleinen Mädchens ausfindig zu machen – bislang aber ohne Erfolg. Wichtigstes Beweismittel: Ein dunkles Langarmshirt mit dem Aufdruck „PinBallPirates“. Doch selbst nach einem Aufruf über Facebook gibt es keine neuen Erkenntnisse zu den Hintergründen der Tat.

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Unterdessen nahmen die Sülfelder am 20. November in einem bewegenden Gottesdienst Abschied von Teresa. Den Namen hatte das Mädchen von der Gemeinde erhalte. Rund 200 Gäste begleiteten die Kleine auf ihrem letzten Weg. Besonders emotional: Pastor Steffen Paar trug den kleinen Sarg von der Kirche zur Grabstelle.

 

 

Drama um kleinen Rilind in der Fußgängerzone

Den 30. April 2015 werden viele Bad Segeberger nicht vergessen. Die ganze Stadt trauerte um den kleinen Jungen, der bei dem tragischen Verkehrsunfall in der Fußgängerzone ums Leben kam. Foto: wgl

Der Tanz in den Mai fiel in diesem Jahr bei vielen Bad Segebergern aus. Zu groß war der Schock darüber, was sich am 30. April in der Bahnhofstraße/Ecke Oldesloer Straße ereignet hatte. Bei einem tragischen Verkehrsunfall war ein zweijähriger Junge ums Leben gekommen. Das Kind wurde auf seinem Laufrad von einem Pickup überrollt.

Beim Herausfahren des Fahrzeugs aus der Sparkassenauffahrt war das Kind unter das Hinterrad des schweren Fahrzeugs geraten. Die Mutter des Kindes und der Autofahrer erlitten einen schweren Schock. Wegen der Rettungsarbeiten kam der Verkehr in der Stadt zeitweise zum Erliegen. Ein Hubschrauber mit einem Notarzt landete mitten auf der abgesperrten Kaufland-Kreuzung. Für den kleinen Rilind kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der Junge wurde in seine Heimat Kosovo überführt und wurde dort im großen Familien- und Bekanntenkreis beerdigt.

Die Anteilnahme an dem Schicksal der Familie war groß in Bad Segeberg. Lange lagen Kerzen, Stofftiere, Briefe und Blumen an der Unfallstelle. Nachbarn organisierten eine Spendensammlung.

 

 

Stein des Anstoßes

Das Ende des Segeberger Schniedels: Alfred Geis rückt dem Kletterfelsen mit Bohrhammer Spachtelzement zu Leibe – und entschärft so den nicht ganz jugendfreien Mini-Kalkberg. Die Segeberger Lions reagierten damit auf anhaltende Kritik an dem Spielgerät. Foto: nam

Bundesweite Aufmerksamkeit für Bad Segeberg – dabei hatten es die Segeberger Lions doch nur gut gemeint, als sie einen Kletterfelsen am Rande der Backofenwiese aus ihren Tombola-Spenden stifteten. Doch die Umsetzung ging gründlich in die Hose. Denn aus einer bestimmten Perspektive sah der Mini-Kalkberg dem männlichen Geschlechtteil verdammt ähnlich. Das Spielgerät machte daraufhin im April als „Kletter-Penis“ deutschlandweit Schlagzeilen, Fernsehteams und Radiosender rückten an, im Internet wurde der Stein zum Gespött. Der Lions Club reagierte auf die Kritik – und beschnitt den Phallus-Felsen.

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