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Ostholstein Eutiner SPD setzt auf bewährtes Spitzenpersonal
Thema K Kommunalwahl 2013 Ostholstein Eutiner SPD setzt auf bewährtes Spitzenpersonal
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17:01 07.05.2013
Hans-Georg Westphal (Zweiter von rechts) ist der Spitzenkandidat des SPD-Ortsvereins für die Kommunalwahlen in Eutin. Ebenso wie die übrigen Direktkandidaten gibt er sich siegessicher. Quelle: Fotos: Christina Düvell-Veen
Eutin

Mit ihrem jetzigen Fraktionsvorsitzenden Hans-Georg Westphal (59), Personalratsvorsitzender beim Job Center Ostholstein, geht der 110 Mitglieder starke Eutiner SPD-Ortsverein in die Kommunalwahl. Während einer Mitgliederversammlung wählten ihn 34 Stimmberechtigte gestern mit 30 Ja-Stimmen auf den ersten Listenplatz für die Eutiner Stadtvertretung. Außerdem schickten sie den Rentner Karlheinz Jepp (57) und Gabriele Appel, 55-jährige Verwaltungskraft in einer Frauenberatungsstelle, in das Rennen um einen Sitz im Kreistag. Um diesen Posten hatte sich auch Katja Behrends beworben. Während für sie 15 Mitglieder stimmten, entfielen auf Jepp 23 und auf Appel 22 Stimmen.

Obwohl er lediglich „Gast“ war, wurde auch der 46-jährige Zimmerermeister Detlef Kloth sowohl als Direkt- als auch als Listenkandidat gewählt. Er ist derzeit noch Mitglied der Freien Wähler Eutin (FWE), will in der Fraktionssitzung am morgigen Montag aber seinen Austritt bekannt geben und demnächst das SPD-Parteibuch erwerben. Kloth, der von sich selber sagt: „Bei mir hat es einen Linksruck gegeben“, und der nach eigenem Bekunden aus einer „SPD-Familie kommt“, arbeitet auch in der FWG-Kreistagsfraktion als bürgerliches Mitglied mit. Er hat vor wenigen Jahren für seinen Handwerksbetrieb Insolvenz anmelden müssen und setzt jetzt vor allem Hoffnungen in die SPD-Wirtschaftspolitik. „Zu Zeiten der SPD-Regierung ging es den kleinen mittelständischen Betrieben weitaus besser“, erklärte er am Rande der Veranstaltung. Kloth, der für die FWE im Bauausschuss vertreten war, wird diesen Posten auch in der nächsten Legislaturperiode einnehmen können, da Hans-Jürgen Westphal, wie er ankündigte, seinen Platz dafür freimachen will.

Während der von Hans Rech geleiteten Versammlung wurden als weitere Direktkandidaten gewählt Gabriele Appel, Karlheinz Jepp. Katja Behrends, Ute Blanck, Mathias Lippisch, Caroline Busse, Hanjo Iwanowitsch, Reinhard Lettow, Elfriede Elisabeth Welack, Dennis Spack, Uwe Tewes und Klaus Kibbel. Listenbewerber sind außerdem Hans-Joachim Detlefs, Robert Bahr, Günter Alles, Jörg Rödiger, Anja Spack, Udo Matthiensen, Evelyn Seute, Stefan Kober, Marina Vogler, Regina Poersch, Benno Orlick und Gisela Poersch.

Die SPD—Landtagsabgeordnete Regina Poersch nahm in ihrem Bericht auch zu den Diskussionen um die Bäderregelung Stellung und sagte: „Das Ganze war in dieser Woche ein medialer Aufreger.“ Es gebe überhaupt noch keinen Kompromiss, da nach wie vor noch viele Gespräche geführt würden. Der Rat von Poersch: „Ruhe bewahren!“

Christina Düvell-Veen