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Sommerredaktion Übernachtung mit Blick
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18:10 23.08.2018
Es sieht futuristisch aus und zieht jede Menge Aufmerksamkeit auf sich: In dem Sleeperoo können ab sofort zwei Personen auf der Seebrücke übernachten. Mit dem Wellenplätschern und dem Blick aufs Meer wollen Romina Piegenschke und Roland Früh vom Großenbrode Tourismus Service den Feriengästen eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit bieten.
Es sieht futuristisch aus und zieht jede Menge Aufmerksamkeit auf sich: In dem Sleeperoo können ab sofort zwei Personen auf der Seebrücke übernachten. Mit dem Wellenplätschern und dem Blick aufs Meer wollen Romina Piegenschke und Roland Früh vom Großenbrode Tourismus Service den Feriengästen eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit bieten. Quelle: Fotos: S. Hassink

Wind weht durch die Haare, die Wellen plätschern gegen die Holzbalken und die Sicht ist frei bis nach Fehmarn. Viele Feriengäste kommen hier auf die Seebrücke in Großenbrode und schießen Erinnerungsfotos oder genießen einfach nur den Ausblick. Seit dieser Woche steht an der Spitze der Brücke das Sleeperoo. Der weiße Würfel ist sozusagen ein stabiles Zelt auf Rädern. Ein kleiner Brückenbereich wurde dafür extra abgesperrt und mit einem Tisch und Stühlen bestückt. Im Inneren des Sleeperoos liegt eine 1,60 mal zwei Meter große Matratze, am Kopfende befinden sich Ablageflächen und eine Taschenlampe, falls man in der Nacht raus muss. Zwei Personen, die sich sehr gern haben sollten, finden darin Platz. „Wir wollen unseren Gästen eine besondere Möglichkeit zum Übernachten bieten“, sagt Romina Piegenschke vom Großenbrode Tourismus Service.

In Großenbrode können Feriengäste und Einheimische ab sofort auf der 280 Meter langen Seebrücke übernachten. Im Sleeperoo, einem kleinen Wohnwürfel, liegen Matratze, Kissen und Decken für die Erlebnisübernachtung bereit. In diesem Jahr steht es noch bis September dort.

So geht’s:

Eine Nacht im Sleeperoo kann man unter www.grossenbrode.de/sleeperoo buchen.

Die Übernachtung ist immer in den Sommermonaten möglich und kostet ab 110 Euro die Nacht – Meeresrauschen und Chillbox sind inklusive.

Die Idee vom Sleeperoo stammt von Karen Löhnert. Die Gründerin hat selber ein Faible für Erlebnisübernachtungen und stammt aus dem Gastgewerbe: „Ich war immer auf der Suche nach besonderen Übernachtungsmöglichkeiten.“ Mit dem Sleeperoo ist es möglich, eine Nacht an fast jedem Ort zu verbringen: Ob in einer alten Scheune, in einem Schwimmbad, vor einem Aquarium – oder eben auf der Seebrücke.

Doch bevor das geht, muss der Wohnwürfel in Großenbrode noch aufgebaut werden. Das übernimmt Björn Willrodt vom Sleeperoo-Team. Er setzt das Gerüst des Würfels zusammen – der Boden und die Ecken werden nach dem Steckkastenprinzip ineinander geschoben. Dann rollt er den Würfel an das Ende der Seebrücke. „Wie beim Campingwagen müssen jetzt noch die Standfüße ausgefahren werden“, sagt er – damit das Sleeperoo nicht wegrollt. Dann werden noch die Wände mit transparenten Einsätzen als Fenster eingehangen und die Betten bezogen. Fertig!

In der Region ist das Sleeperoo eine Neuheit. Deutschlandweit wird es nur noch an 14 weiteren Standorten stehen. Erst im vergangenen März hat Karen Löhnert die „Testphase“ abgeschlossen und die Serien-Produktion gestartet.

Jeder Sleeperoo-Gast bekommt zur Begrüßung eine „Chillbox“. Darin sind ein paar Kleinigkeiten zum Naschen, etwas zu Trinken und Toilettenpapier. Wer das stille Örtchen aufsuchen möchte, muss über die Seebrücke zurück zur Promenade laufen. Dort dürfen die Gäste die öffentlichen Sanitäranlagen nutzen. Dafür können die Übernachtungsgäste beim Einschlafen die Sterne durch das transparente Dach bewundern.

Eigentlich sollte das Sleeperoo schon im Juni auf der Seebrücke in Großenbrode stehen, doch Probleme bei der Produktion verzögerten die Auslieferung. Umso größer ist die Freude bei Romina Piegenschke, dass der Würfel nun endlich geliefert wurde und auch im nächsten Sommer dort stehen wird. Zum Test wird sie am Wochenende eine Nacht im Sleeperoo schlafen. „Es sieht sehr gemütlich aus“, sagt sie. „Und in der Ferienwohnung hat man dieses Wellenplätschern unter dem Bett nicht.“

Saskia Hassink