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Studieren in Lübeck Kamera-Flugobjekt im Campus-Einsatz
Thema S Studieren in Lübeck Kamera-Flugobjekt im Campus-Einsatz
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21:10 07.10.2014
Vor dem Gründercube präsentieren Niklas Kannenberg (r.) und Matthias Miehl ihren Kamera-Multikopter. Quelle: TZL
Lübeck

Über dem Campus im Hochschulstadtteil wird in den nächsten Wochen ein ungewöhnliches Fluggerät unterwegs sein: Die Kamera-Drohne eines Ingenieurbüros sammelt Bildmaterial für einen Imagefilm über den Hochschulstadtteil. Es ist eines der ersten Video-Projekte des im Mai gegründeten Büros der beiden FH-Ingenieure Niklas Kannenberg (31) und Matthias Miehl (28). Bisher haben die Flugbild-Enthusiasten unter der Marke „Airde“ vor allem fotografische Luftaufnahmen von Werksgeländen für Firmenkunden produziert.

„Multikopter“ — so heißen die Flugdrohnen mit mehreren in einer Ebene angeordneten Rotoren korrekt — beschäftigen die Studienfreunde schon seit einer gemeinsamen Studienarbeit vor fünf Jahren an der Lübecker Fachhochschule. „Wir haben nach Studienende unser Lieblingsthema als Modellbau-Hobby neben unseren ersten Jobs weiter betrieben“, erzählt Kannenberg. „2013 beschlossen wir, ein komplettes, eigenes System auf die Beine zu stellen und uns selbstständig zu machen mit einem speziellen Dienstleistungsangebot, das so nur mit wenigen Koptern überhaupt möglich ist. Das Angebot richtet sich zunächst vor allem an Fotografen, Architekten und Makler, die das besondere Bild aus der mittleren Höhe suchen.“

Ungefähr ein Jahr haben die beiden Ingenieure gebraucht, um ihr „High-End-Werkzeug“ für die Bildarbeit in luftiger Höhe zu fertigen. „Wir haben viele Varianten getestet, um herauszufinden, welche Zusammenstellung wirklich funktioniert“, erklärt Miehl. Neben den Rahmenbauteilen, Motoren, Rotoren und Akkus ging es insbesondere um die bestmögliche Steuerungstechnik und um die Kamera. „Bei allen Bauteilen waren es vor allem Gewicht und Stabilität, die zählten, bei der Kamera auch die Aufnahmequalität“, so Kannenberg. Das gesamte System durfte nicht mehr als fünf Kilogramm wiegen, damit die Bilddienstleister eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde für ihre angestrebte Flughöhe von bis zu 100 Metern erhalten konnten. rwl

Alle 14 Tage berichtet das Technikzentrum Lübeck (TZL) über Firmen und Projekte, die den Hochschul- und Technologie-Standort Lübeck symbolisieren.

LN