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Travemünder Woche Der Ministerpräsident und das Wetter strahlten um die Wette
Thema T Travemünder Woche Der Ministerpräsident und das Wetter strahlten um die Wette
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20:47 20.07.2015
Mattea (4) und Kalle (2) sind die jüngsten von 24 Kindern aus dem Umfeld des Lübecker Yacht-Clubs, die auf der Überseebrücke bei der TW-Eröffnung die Flaggen der teilnehmenden Nationen schwenken. Quelle: Maxwitat
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Lässig das Jackett um die Schulter geschwungen schlenderte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, die Überseebrücke 2 hinauf. Beim Gang durch ein Spalier von 24 fahnenschwingenden Kindern des Lübecker Yacht-Clubs strahlten beide um die Wette — und das aus zwei Gründen: dem warmen Empfang durch die Kids und dem strahlenden Sonnenschein.

Durch ein Spalier von fahnenschwenkenden Kindern bahnen sich Torsten Albig (l.) und Bernd Saxe ihren Weg zur feierlichen Eröffnung der 126. Travemünder Woche auf der „Lisa von Lübeck“. Foto: Maxwitat


„Dem Wetter nach zu urteilen, macht es Travemünde im Vergleich zu Kiel immer etwas geschickter. Der strahlende Sonnenschein muss etwas mit Lübeck zu tun haben“, erklärte Albig. Er betonte in seiner Rede die große Bedeutung von Lübeck-Travemünde als Segelstandort. Gemeinsam mit Kiel habe man zwei Weltklasse-Segelreviere auf die ganz Schleswig-Holstein stolz sei. Bernd Saxe, der die „fünfte Jahreszeit der Lübecker“ um 18 Uhr mit dem traditionellen Kommando „Heißt Flagge“ eröffnete, bezeichnete die Segelwoche „nicht als die größte, aber als die schönste, modernste und innovativste — und die mit dem besten Wetter“.

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Ein Prosit auf die TW: Dr. Michael Brandt (v.l.), Gülten Bockholdt, Goetz-Ulf Jungmichel, Nina Kleinfeldt, Kathrin Deutschmann, Christian Martin Lukas, Uwe Kirchhoff und Willi Nibbe. Foto: Maxwitat


Es waren aber nicht nur die äußeren Bedingungen und die Bedeutung der Travemünder Woche an sich, welche bei der Zeremonie an der Überseebrücke thematisiert wurden. Es ging auch um das Dauerthema der vergangenen Monate: die nationale Ausscheidung um die mögliche Austragung der olympischen Segelwettbewerbe 2024. „Auch wenn Kiel gewonnen hat, braucht Lübeck-Travemünde nicht traurig zu sein. Das hier ist ein Klasse-Segelstandort mit absolut olympiareifen Anlagen“, schwärmte Albig. Die Lübecker Präsentation sei professionell und gut gewesen. „Dass es am Ende nicht für Travemünde gereicht hat, liegt wohl an der olympischen Vergangenheit Kiels“, mutmaßte der Ministerpräsident.

Während Albig nach 2012 zum zweiten Mal bei der TW-Eröffnung dabei war und am Mittwoch zum „Volksbank-Rotspon-Cup“ wiederkommt, feierte Andrea Varner-Tümmler als neue Vorsitzende des Lübecker Yacht-Clubs ihre Premiere. Sie hob den sportlichen Stellenwert der Travemünder Woche mit insgesamt zehn Titelkämpfen hervor und zeigte sich angesichts von insgesamt 845 Booten mit annähernd 1900 Seglern voller Stolz: „Jung und Alt, Tradition und Moderne — der besondere Charme der Travemünder Woche ist hier allgegenwärtig.“

Die Ehre, den sportlichen Eid im Namen der Segler zu sprechen, wurde in diesem Jahr Justus Sauer und Maurice Brost vom Lübecker Yacht-Club zuteil. Die 14- und elfjährigen Nachwuchskräfte starten am Montag in der Klasse RS Feva um die Titelkämpfe. Gesucht wird der Weltmeister — einer von vieren der diesjährigen Travemünder Woche. Auch diese Tatsache zeigt die große Bedeutung der TW: Bei der Kieler Woche wurde in diesem Jahr kein Weltmeister ermittelt.

Korbinian Witting