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Travemünder Woche Spätschicht für Segel-Bundesliga
Thema T Travemünder Woche Spätschicht für Segel-Bundesliga
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10:24 22.07.2017
Jeder Handgriff muss sitzen: Max Gebhard (vorn) und Ole Kuck haben alle Hände voll zu tun.  Quelle: segel-bilder.de
Travemünde

Um 20.20 Uhr war die Bundesliga endlich im Ziel, der Haken hinter Tag eins des vierten Spieltages gesetzt. Spätschicht in Travemünde. „Das hatten wir so bisher auch noch nicht, wir wollten aber die Ausfälle vom Nachmittag wieder reinfahren“, berichtete Liga-Sprecherin Caroline Wehner. Am Nachmittag hatten sich Gradient- und Seewind „aufgefressen“. Zwei Stunden Auszeit an Land, ehe sich die Thermik durchsetzte. Re-Start. „Mit um die neun Knoten war der Wind auch ganz ordentlich“, berichtete Max Gebhard, Teamchef des Lübecker Yacht-Clubs (LYC). Mit den Rängen 2, 3, 6, 5, 1 rangiert die Crew um Steuermann Johannes Babendererde, Ole Kuck, Kevin Barche und Gebhard nach fünf Flights mit 17 Zählern auf Rang neun. In Front: WSV Hemelingen (13 Zähler). 

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„Der Vormittag war bei tricky Bedingungen sehr solide“, sagte Barche. Doch beim Re-Start lag die LYC-Crew zweimal daneben. Frühstart in Rennen drei. „Da waren wir einen Meter drüber, mein Ding“, gab Gebhard zu. Der Pathologe an Bord hatte falsch taktiert. „Und im vierten Rennen mussten wir zwei Strafkringel drehen, war eine scharfe Entscheidung“, befand Gebhard, „aber wenigstens war das Ende mit dem Sieg versöhnlich.“ Heute bläst der LYC zur Attacke. „Es soll Wind bis zu 14 Knoten kommen, in Böen 17, das ist unser Ding“, sagt Barche.

In der 2. Liga kam der Lübecker Segler Verein (LSV) auch zum Ende hin in Fahrt. Die Serie: 6, 6, 2, 2. Rang elf mit 16 Zählern. „Zum Ende hin sind die Jungs gut gefahren. Ich hoffe, sie sind jetzt eingespielt“, sagte Teamchef Jörg Jacobs. Denn nach Rang 18 beim letzten Spieltag in Warnemünde und dem Abrutschen ans Tabellenende sortierte sich das Team neu, besetzte für den Rest der Saison neu. Jetzt am Steuer: Kim Brandt – mit Christian Maass, Niklas Reisenauer und Stefan Schlichting an Bord. Jacobs: „Den direkten Klassenerhalt haben wir abgehakt. Wir trainieren jetzt für die Pokalrunde, da geht es ums Ganze, wir wollen einen der zwei Plätze für den Klassenerhalt holen.“

Ab 12 Uhr läuft das Segelkino auf drei LED-Wänden

Die Segel-Bundesliga startet heute schon um 9 Uhr in den zweiten Tag ihres Travemünde-Spieltages. Von 12 bis 16 Uhr hebt sich an Land auf drei LED-Wänden der Vorhang. Die Rennen der 1. Liga werden live übertragen – aus fünf Kameraperspektiven (2 Onboard, 2 Begleitboote, Drohne), kommentiert und mit 3-D- Grafiken für Laien verständlich aufbereitet.
Am Mikro: ZDF-Frontmann Alexander Ruda und die ehemaligen 49er-Profis Marcus Baur und Tobias Schadewaldt. Wichtig: Die Live-Kommentierung ist nur vor dem „SAP Sail Cube“ am Strand zu sehen. Auf den LED- Wänden auf der Tornadowiese und Strandpromenade ist lediglich der Livestream zu sehen.

Jens Kürbis