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Travemünder Woche 2013 Heißt Flagge: „Diese TW steht unter einem guten Omen“
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14:35 20.07.2013
Mit einer grandiosen Wassershow begleitete das Feuerschiff „Senator Emil Peters“ die Eröffnung auf der „Lisa von Lübeck“ und begeisterte damit die vielen Gäste. Quelle: Maxwitat
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Lübeck

Die Eröffnung der 124. Travemünder Woche sorgte für ein Novum in der Geschichte der schönsten Segelveranstaltung Deutschlands. „Es ist wohl das erste Mal, dass eine Finanzministerin aus Kiel zur Eröffnung gekommen ist – die TW steht also unter einem guten Omen“, betonte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe kurz bevor er um 18 Uhr mit dem Kommando „Heißt Flagge“ den Startschuß gab. Spielte er damit womöglich auf eine finanzielle TW-Unterstützung des Landes durch Ministerin Monika Heinold an, die in Vertretung des verhinderten Schirmherren und Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins, Torsten Albig, nach Travemünde gekommen war?

Die 54-jährige Politikerin wollte mit ihrer Anreise ursprünglich für ein weiteres Novum sorgen – sie wollte mit dem eigenen Segelboot anreisen. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der TW gewesen, dass eine Ministerin so anreist. „Da hat uns allerdings der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärte die Finanzministerin, die sich noch vorgestern mit ihrem Mann im Urlaub in der dänischen Südsee befand, auf Grund des Windes dann aber doch den direkten Weg westlich von Fünen nach Kiel nahm.

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Heinold überbrachte in erster Linie die Grüße und besten Wünsche von Torsten Albig, drückte aber auch ihre eigene Begeisterung für die Segelveranstaltung in der Lübecker Bucht aus: „Die Travemünder Woche ist ein super Ereignis – eine Mischung aus sportlicher Herausforderung und großem Kulturevent sowie regionalem Highlight und internationalem Anker für den weltweiten Segelsport.“ Und obwohl sie es wegen der Nähe zu Kiel eher zur Kieler Woche schaffe, sei die Travemünder Woche mindestens genauso schön, sagte die Ministerin, die im vergangenen Jahr zum ersten Mal auf der TW war.

Den Vergleich mit Kiel suchte auch Bernd Saxe – allerdings eher wettertechnisch: „Wir haben uns fest vorgenommen, besseres Wetter zu haben – aber das dürfte nicht allzu schwer werden“, scherzte der Lübecker Bürgermeister an Bord der Lisa von Lübeck. Dass die Eröffnung in diesem Jahr wieder auf der Kraweel stattfinden konnte fand Saxe besonders „toll“ und spielte damit auf die Kollision mit der russischen Viermastbark „Sedov“ vor fast genau einem Monat an (die LN berichteten). Doch die notdürftig reparierte Lisa von Lübeck stand ihren Mann, ebenso wie Louisa und Paul Maaß vom Lübecker Yacht- Club, die im Namen aller Aktiven den sportlichen Eid sprachen.

Wie fast alle Redner hob der Vorsitzende des Lübecker Yacht- Clubs, Dierk Faust, bei seiner Ansprache die Besonderheit des neuen SAP Media Race Course vor der Nordermole hervor. „Dank des dazugehörigen Sail Cubes mit einer 15 Quadratmeter großen LED- Wand kommt der Segelsport an Land und macht ihn für die Besucher noch mehr erlebbar“, ist Faust auf das neueste Angebot stolz.

Trotz einiger Buhrufe von Lübecker Hafenmitarbeitern bei der Rede von Bernd Saxe, denen sich der Bürgermeister nach der Eröffnung persönlich stellte, erlebten die Besucher auf der gut gefüllten Promenade eine traumhafte Eröffnung bei sommerlichen Temperaturen – ebenso wie die geladenen Ehrengäste in der Marina. Für musikalische Untermalung sorgte die New Orleans Brass Band der boot Düsseldorf, die mit ihrem Sound Lust auf eine sonnige TW machte.

Korbinian Witting