Unfälle

Gleich zwei Unfälle auf der A1 bei Sereetz – Insgesamt 12 Personen verletzt

Die Autobahn 1 müsste nach einem Unfall auf Höhe des Rastplatzes Sereetzerfeld für zwei Stunden voll gesperrt werden.

Die Autobahn 1 müsste nach einem Unfall auf Höhe des Rastplatzes Sereetzerfeld für zwei Stunden voll gesperrt werden.

Sereetz. Jetzt fließt der Verkehr wieder: Nachdem die Autobahn A 1 am Sonntagmorgen auf Höhe Sereetzerfeld wegen eines Unfalls rund zwei Stunden in Fahrtrichtung Süden voll gesperrt werden musste, ist am späten Nachmittag auch die linke Fahrbahn wieder für den fließenden Verkehr freigegeben worden. Zuvor wurde der Verkehr seit 11.15 Uhr über den Standstreifen und die Hauptfahrspur während der Reinigungs- und Reparaturarbeiten der Autobahnmeisterei an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

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Unfall kurz vor Anschlussstelle Sereetz

Kurz vor der Anschlussstelle Sereetz in Fahrtrichtung Süden ereignete sich nach Angaben der Polizei am Sonntag um 9.11 Uhr der Unfall zwischen einem Wohnmobil aus den Niederlanden und einem Transporter aus Schweden. Dabei wurden insgesamt 5 Personen verletzt. Eine Umleitung wurde eingerichtet – trotzdem bildete sich ein langer Stau.

Kleinbus wird in Mittelleitplanke geschleudert

Nach ersten Erkenntnissen ist ein 74-jähriger Fahrer eines Kleinbusses aus Schweden in Richtung Hamburg unterwegs gewesen. In Höhe des Rastplatzes Sereetzerfeld wollte der Fahrer eines niederländischen Wohnmobils von der Raststätte auf die Autobahn auffahren. Der Aussage des Niederländers zufolge befand er sich noch auf der Auffahrtspur, als der Bus des Schweden aus bisher unbekannter Ursache in das Heck des Wohnmobil fuhr. Der Aufprall war so heftig, dass der Kleinbus ins Schlinger geriet und quer über alle Fahrbahnen die Mittelleitplanke einschlug. Dort kam er einige Meter nach dem Einschlag schwer beschädigt zum Stehen.

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Vier Rettungswaren und Feuerwehren aus Sereetz und Ratekau am Unfallort

Der Niederländer konnte sein Wohnmobil etwa 200 Meter später auf dem Standstreifen zum Stehen bringen. Die Leitstelle Süd schickte nach dem Notruf vier Rettungswagen und einen Notarzt sowie die Freiwilligen Feuerwehren Sereetz und Ratekau zur Einsatzstelle. Zur Unterstützung wurden auch der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes auf die Autobahn geschickt.

Kind schwer verletzt

Alle Personen aus den Fahrzeugen konnten durch Ersthelfer und Rettungsdienst aus ihren Fahrzeugen befreit werden. Während der Fahrer des Kleinbusses und zwei Personen aus dem Wohnmobil nach der Erstversorgung mit leichten Verletzungen in umliegende Kliniken gebracht wurden, musste ein mitfahrendes Kind im Wohnmobil durch den Notarzt versorgt werden. Im Anschluss wurde auch dieses in Begleitung des Notarztes schwer verletzt in eine Lübecker Klinik gefahren.

Spezialfirma säubert Fahrspuren

Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher und streute ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Zur Beseitigung der Betriebsstoffe musste im Anschluss an die Rettungs- und Bergungsarbeiten ein Spezialunternehmen mit der Reinigung der Fahrbahn beauftragt werden.

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Die beiden Fahrzeuge wurden bei dem Unfall erheblich beschädigt. Das Wohnmobil war noch fahrbereit und konnte von der Polizei auf einen sicheren Stellplatz von der Autobahn begleitet werden. Der Kleinbus hingegen erlitt bei dem Unfall einen Totalschaden und musste von einem Abschleppunternehmen geborgen werden.

Kleinbus beim Abschleppen ein „Hingucker“

Auf der Fahrt dürfte die Abschleppkombination erhebliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben: Der Bus ragte nicht nur weit über die Ladepritsche hinaus, sondern zog auch mit seiner auffälligen Bemalung viele Augen auf sich. Dem 74-jährigen Fahrer assistierten vor Ort einige Beobachter einen „gewissen Hang zur Hippie-Moderne“.

Neben den Reinigungsarbeiten mussten durch die Autobahnmeisterei auch Reparaturarbeiten an der Leitplanke vorgenommen werden. Hierzu wurde die linke Fahrspur bis 15.30 Uhr gesperrt.

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Unfall auch in Fahrrichtung Norden

Die Einsatzkräfte vor Ort hatten es fast schon geahnt, ein Unfall auf der Gegenfahrbahn. Nachdem immer wieder Verkehrsteilnehmer in Richtung Norden ihre Fahrzeuge an der Unfallstelle teils bis fast zum Stillstand abbremsten, um einen Blick zu erhaschen, passierte es gegen 11.25 Uhr. Kurz nachdem in Richtung Süden der Standstreifen für den Verkehr frei gegeben wurde, kam es in der Gegenrichtung zu einem Unfall. Etwa 150 Meter vor der ersten Unfallstelle mussten zwei Fahrzeuge abbremsen und fuhren ineinander.

Sieben Verletzte beim Unfall auf Gegenfahrbahn

Es gab sieben verletzte Personen, vier wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer eines der beteiligten Fahrzeuge erklärte, dass sich der Verkehr vor der Unfallstelle auf der gegenüberliegenden Seite aufstaute. Das Fahrzeug vor ihm habe daraufhin plötzlich abrupt gebremst und er hätte sein Fahrzeug nicht mehr zum Stehen bringen können. Es kam zur Kollision.

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Weitere Einsatz für Rettungswagen, Feuerwehr und Notarzt

Wieder wurden nach dem folgenden Notruf vier Rettungswagen, Notarzt, Organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes und die Feuerwehr Ratekau auf die Autobahn geschickt. Der Fahrer ist nur froh, dass er und seine beiden Töchter mehr oder weniger mit dem Schrecken davongekommen sind. Lediglich ein paar Wunden an den Handknochen habe er davongetragen. „Offenbar habe ich mich da noch versucht zu schützen“, resümiert er. Im Fahrzeug haben alle Airbags ausgelöst.

Gaffer – „Das sollte man unterlassen“

Angesprochen auf den eventuellen Auslöser der aufstauenden Bremsung zeigt er kein Verständnis. „Wenn es wirklich so ist, dass irgendwelche Gaffer unbedingt noch die andere Straßenseite anschauen mussten, finde ich es noch viel schlimmer, dass die mich und meine Kinder dadurch in Gefahr gebracht haben. Sowas sollte man tunlichst unterlassen“, sagt er mit einem resignierten Achselzucken. Auf dem Weg ist die Familie übrigens nach Schweden. Noch gute zehn Stunden Fahrt haben sie vor sich und hoffen diese mit einem Ersatzfahrzeug so schnell wie möglich fortsetzen zu können.

Diesmal konnte der Verkehr über den linken Fahrbahnstreifen vorbeigeleitet werden. Trotzdem staute sich dieser bis weit hinter die Anschlussstelle Bad Schwartau zurück. Nach gut einer Stunde konnten alle Fahrspuren wieder freigegeben werden.

Von MOPICS / dis

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