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Schleswig-Holstein

Kinderpornografie: Große Razzia in den Kreisen Segeberg und Plön

Die Kieler Polizei hat am Freitag insgesamt 27 Wohnungen in den Kreisen Segeberg und Plön durchsucht (Symbolbild).

Die Kieler Polizei hat am Freitag insgesamt 27 Wohnungen in den Kreisen Segeberg und Plön durchsucht (Symbolbild).

Kiel.Der Kieler Kripo ist gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft ein großer Schlag gegen Kinderpornografie gelungen. Bei Durchsuchungen in den Kreisen Segeberg und Plön haben die Ermittler am Freitag 27 Tatverdächtige ermittelt. Die Beamten stellten eine Vielzahl von Datenträgern sicher, die nach Angaben eines Polizeisprechers nun weiter ausgewertet werden müssen. Angesichts der großen Datenmengen kann die Kripo noch nicht abschätzen, wie lange die Auswertung dauern wird. Dabei werde auch geprüft, ob und an wen das kinderpornografische Material möglicherweise weiterverbreitet wurde.

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Bisher keine Hinweise auf aktiven Missbrauch

Bislang gebe es keine Hinweise, dass die Tatverdächtigen im Alter zwischen 17 und 61 Jahren gemeinsam vorgingen oder untereinander vernetzt sind. Auch lägen bisher keine Erkenntnisse vor, dass die Tatverdächtigen die Kinderpornos selbst hergestellt und damit aktiven Missbrauch begangen haben. Die Verdächtigen befinden sich weiter auf freiem Fuß, sie werden sich laut Polizei in „entsprechenden Gerichtsverfahren verantworten müssen“.

Datenträgerspürhund unterstützte die Ermittler

Die Kieler Kripo wurde bei der Razzia erstmals von einem Datenträgerspürhund unterstützt, der auch einen Datenträger fand, den die Ermittler zuvor nicht entdeckt hatten. Die Fallzahlen im Bereich Kinderpornografie sind nach Angaben des Polizeisprechers landesweit in den vergangenen Jahren „aufgrund von verstärkten Kontrollmechanismen im Internet deutlich gestiegen“.

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Fallzahlen deutlich gestiegen

Im Jahr 2021 wurden in Schleswig-Holstein 459 Fälle bekannt, in denen Verdächtige kinderpornografisches Material beschafft beziehungsweise besessen haben, und 376 Fälle, in denen Verdächtige Kinderpornos verbreitet haben. Aufgeklärt werden konnten insgesamt 686 Fälle. Der Besitz und die Verbreitung von Kinderpornographie werden mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr geahndet.

Von LN

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