Wissenschaft

Nächtliche Arbeiten am E-Highway im Norden: Für Forschung

Zwei Arbeiter in einem Hubsteigerkorb installieren ein Messgerät an einer Schilderbrücke über den Stromleitungen.

Zwei Arbeiter in einem Hubsteigerkorb installieren ein Messgerät an einer Schilderbrücke über den Stromleitungen.

Lübeck (dpa/lno) . Am E-Highway Schleswig-Holstein auf der A1 sind in der Nacht zum Donnerstag wie geplant technische Geräte für die intensivere wissenschaftliche Auswertung installiert worden. Dafür waren auf der Strecke zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck für mehrere Stunden zwei Fahrspuren gesperrt und der Verkehr wurde mit langsamerer Geschwindigkeit an der Baustelle vorbeigeführt.

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Die Arbeiten waren am Mittwochabend gestartet und dauerten bis in die Morgenstunden an. «Wir versuchen die Beeinträchtigung für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten. Deshalb werden solche Maßnahmen gern in die Nachtstunden geschoben», sage eine Sprecherin der Autobahn GmbH des Bundes dazu.

Die Arbeiten sind nötig, um weitere Forschungsergebnisse an der Feldversuchsstrecke zu bekommen. So habe sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass der Verschleiß an den Stromabnehmern für die Lastwagen ein wichtiges Thema sei, das weiter untersucht werden sollte, sagte Markus Werner von der Technischen Universität Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Dafür war in der Nacht ein Messsystem installiert worden, das in den kommenden zwei Jahren den Verschleiß aufzeichnet. Der Verschleiß werde über Scanner gemessen.

Weitere Installationsarbeiten im Rahmen des Forschungsprogramms wird es am 5., 6. und 7. Dezember geben. Dann wird die Strecke Richtung Hamburg nur eingeschränkt befahrbar sein. Auch diese Arbeiten finden der Autobahn GmbH zufolge wieder jeweils in den Nachtstunden zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr statt.

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Auf der Feldversuchsstrecke wird die E-Highway-Technik unter Realbedingungen erprobt. Seit Ende 2019 läuft der Testbetrieb. Vier mit Stromabnehmern ausgerüstete Lastwagen einer Reinfelder Spedition pendeln mittlerweile auf der fünf Kilometer langen Teststrecke.

Der Abschnitt in Schleswig-Holstein ist eine von bundesweit drei Teststrecken, mit denen die Eignung eines Oberleitungssystems zur Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge im realen Verkehr untersucht werden soll. Die anderen Teststrecken liegen in Hessen und Baden-Württemberg. Die Kosten von 19 Millionen Euro trägt das Bundesumweltministerium.

© dpa-infocom, dpa:221201-99-734462/2

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