Schleswig-Holstein

Hoher Wettbewerbsdruck: Viele Bus- und Lkw-Fahrer zu lange hinterm Steuer

Polizeikontrolle: In mehr als 40 Prozent aller Fälle stellten die Beamten Verstöße fest.

Polizeikontrolle: In mehr als 40 Prozent aller Fälle stellten die Beamten Verstöße fest.

Kiel. Laut Landespolizeiamt sind 279 Fahrzeuge kontrolliert worden, bei 120 wurden Verstöße festgestellt. Schwerpunkt seien erneut Verstöße gegen die Sozialvorschriften im Straßenverkehr gewesen. In mehr als 100 Fällen hätten die Beamten zu lange Lenkzeiten, zu kurze Pausen, fehlende Aufzeichnungen über die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer oder auch Manipulationen des digitalen Kontrollgeräts festgestellt.

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Zu lange Lenkzeiten, zu schnelles Fahren, Überladung

Weiterer Schwerpunkt waren Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, zum Beispiel zu schnelles Fahren, und Ladungsverstöße, in der Regel Überladung der Fahrzeuge und mangelnde Ladungssicherung, informierte die Landespolizei weiter. Aber auch Verstöße gegen die Vorschriften zum Transport gefährlicher Güter gehören dazu. Die Einsatzkräfte hätten 20 Fahrzeugführern die Weiterfahrt untersagen müssen.

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Grund: Hoher Kosten- und Konkurrenzdruck

Aus Sicht der Polizei sind Kosten- und Konkurrenzdruck im Transportgewerbe ein Hauptgrund für viele Verstöße: „Wer sein Fahrzeug überlädt oder zu lange am Steuer sitzt, verschafft sich Wettbewerbsvorteile. Diese gehen aber auf Kosten der Verkehrssicherheit und natürlich auch der betroffenen Fahrer“, sagt Marcel Schmidt, Pressesprecher im Landespolizeiamt. Lkw-Unfälle haben oftmals besonders schwere Unfallfolgen für andere Verkehrsteilnehmer.

Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer

Das Risiko, bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen getötet zu werden, sei für andere Verkehrsteilnehmer fast viermal so hoch wie für die Insassen eines Güterkraftfahrzeuges. Darum sei es wichtig, durch möglichst häufige intensive Kontrollen die anderen Verkehrsteilnehmer vor schweren Unfallfolgen zu bewahren.

Von ng

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