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Erschöpfte Tiere in der Nordsee

Robben im Wattenmeer leiden unter Winterstürmen

Robben und Seehunde liegen am Südstrand auf der Düne vor der Insel Helgoland in der Sonne.

Robben und Seehunde liegen am Südstrand auf der Düne vor der Insel Helgoland in der Sonne.

Tönning. Alleine auf Sylt waren es 18 Tiere in einer Woche, wie Christof Götze von der Tierschutzorganisation «Schutzstation Wattenmeer» am Dienstag sagte. Dort wurden vom 10. bis 17. Februar 14 Seehunde und vier Kegelrobben gefunden.

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«Das ist ein ganz normaler Vorgang», beruhigte Armin Jeß von der Nationalparkverwaltung in Tönning. Herbst und Winter seien für eine junge Robbe grundsätzlich eine schwierige Zeit. «Es ist die Zeit der natürlichen Selektion», sagte er. «Wenn dann noch ein Sturm dazu kommt, ist es für sie eine starke körperliche Herausforderung.»

Vermehrt Parasiten wie Lungen- oder Herzwürmern

So hätten Jungtiere im ersten Lebensjahr vermehrt mit Parasiten wie Lungen- oder Herzwürmern zu kämpfen. «Es sind keine gesunden Tiere.» Andere seien zu schwach in den Herbst gekommen oder noch nicht gut genug in der Nahrungssuche. «Gerade die Stürme sind das wesentliche Element der natürlichen Selektion bei den Seehunden», sagte Jeß.

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«Viele dieser geschwächten Tieren am Strand sterben nach ein oder zwei Tagen», sagte Jeß. Seehundjäger würden bei Bedarf das Leiden der Tiere verkürzen. Wie viel tote oder todkranke Robben es in diesem Winter seien, werde erst Ende 2020 ausgewertet. Erste Meldungen deuteten darauf hin, dass es in diesem Winter viele Tiere seien, «aber nicht über die Maßen», sagte Jeß.

Zuvor hatten die «Husumer Nachrichten» berichtet.

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Von RND/lno

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