Westerland

Sandaufspülung schützt Sylt

Bei Westerland wird Sand aufgespült.

Bei Westerland wird Sand aufgespült.

Westerland. Jedes Frühjahr steht beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) ein fester Termin im Kalender: die Strandbereisung Sylt. Mit Geländewagen fahren die Mitarbeiter die Westküste ab und dokumentieren die Schäden, die Herbststürme hinterlassen haben. Etwa 50 000 Lastwagen-Ladungen müssen in der Zeit zwischen April und Oktober wieder an den Stränden sowie dem Vorstrand eingebracht werden. Dass auf Sylt so viel Sand abgetragen wird, liegt an der exponierten Lage. „Von den Nordseeinseln ist Sylt nicht nur die größte, sondern auch die am meisten gefährdete“, erklärt Hendrik Brunckhorst, Sprecher des Landesbetriebs. Die Nachbarinsel Amrum hat mit dem Kniepsand eine vorgelagerte Sandbank, die als Wellenbrecher fungiert. Fehlt eine solche Sandbank, trifft die Brandung mit voller Wucht auf den Strand und trägt den Sand ab. Abbrüche habe es unter anderem an der Hörnum Odde gegeben – eine besonders empfindliche Stelle an Sylts Küste. Dazu zählt auch das Strandrestaurant Wonnemeyer in Wenningstedt, das auf Douglasienstämmem direkt am Weststrand gebaut ist. Eine Traumlage – aber auch eine, die der Naturgewalt wenig entgegenzusetzen hat. Pächter Rüdiger Meyer ist erleichtert, dass die Herbststürme bisher keine Schäden angerichtet haben. „Die Stürme waren eher kurz, außerdem gab es keine hohen Wasserstände“, so Meyer. Zudem habe sich der Strand dank der Sandaufspülung gut stabilisiert. Das ist auch der so genannten Vorstrandaufspülung zu verdanken. Dabei wird Sand vor der Küste Sylts entnommen und ein paar hundert Meter vor dem Strand verklappt.

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LN

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