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Landwirtschaftskammer

Spargelbauern in Schleswig-Holstein verzeichnen bis zu 20 Prozent weniger Umsatz

Spargelstangen auf einem Feld. Die diesjährige Saison verlief für die Spargelbauern in Deutschland enttäuschend. (Symbolbild)

Spargelstangen auf einem Feld. Die diesjährige Saison verlief für die Spargelbauern in Deutschland enttäuschend. (Symbolbild)

Rendsburg. Die Spargelbauern in Schleswig-Holstein verzeichnen zum Ende der Spargelsaison deutlich weniger Umsatz gegenüber den beiden guten Vorjahren. Dies teilte die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein am Mittwoch mit. Trotz des frühen Saisonstarts, der guten Spargelqualitäten und einer stabilen Anbaufläche werde von Umsatzeinbußen von rund 15 bis 20 Prozent berichtet.

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Trotz gestiegener Kosten starteten die meisten Betriebe mit Preisen wie in der Vorsaison, konnten aber vor allem zu Beginn der Saison gegen die billigere Ware aus dem Ausland nicht konkurrieren, wie die Kammer weiter mitteilte. Die vergangenen zwei bis drei Wochen konnten das Ruder für die Erzeuger hier nicht mehr herumreißen.

Die Spargelsaison geht den Angaben zufolge pünktlich zum Johannistag am 24. Juni zu Ende, viele Betriebe haben aber bereits vorab Teilflächen aus der Produktion genommen. Daher habe sich das hiesige Angebot zum Ende hin im Norden sogar leicht verknappt.

Reduzieren sich die Anbauflächen im kommenden Jahr?

Insbesondere die verstärkten günstigen Angebote des Einzelhandels mit ausländischem Spargel erschwerten die Lage der hiesigen Erzeuger.„Die extremen Billigangebote der Supermärkte und der nicht mehr solocker sitzende Geldbeutel vieler Konsumenten, haben dazu geführt, dass diesmal Verbraucher auch entgegen den Erfahrungen der Vorjahre auf diese Produkte zurückgegriffen haben“, heißt es in der Kammermitteilung.

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Ob sich die Anbauflächen im kommenden Jahr reduzieren werden, bleibtnach Angaben der Kammer abzuwarten. „Wahrscheinlich werden Altanlagen, die schon lange genutzt wurden jetzt eher umgebrochen zu Gunsten anderer Kulturen.“ Vor allem sei aber mitAnpassungen in den großen Spargelanbauregionen Deutschlands zu rechnen, weniger hierzulande. Mit einer deutlich reduzierten Anbaufläche im Norden wird nicht gerechnet.

In Schleswig-Holstein bauen etwa 45 Betriebe auf einer Fläche von rund 500 Hektar Spargel an. Mehr als 90 Prozent des schleswig-holsteinischen Spargels wird direkt ab Hof, in Hofläden, an Verkaufsständen oder auf Wochenmärkten verkauft.

Von RND/dpa

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