Schleswig-Holstein

Touré von den Grünen ist neue Landtagsvizepräsidentin

Hat es geschafft: Aminata Toure, Abgeordnete von Bündnis90/Die Grünen ist die neu gewählte Vizepräsidentin des schleswig-holsteinischen Landtags.

Hat es geschafft: Aminata Toure, Abgeordnete von Bündnis90/Die Grünen ist die neu gewählte Vizepräsidentin des schleswig-holsteinischen Landtags.

Kiel. Ob sie aufgeregt sei? „Ja, voll“, sagt Aminata Touré vor ihrer Wahl. Dann ist es vollbracht an diesem Mittwoch: Die 26 Jahre alte Grüne ist neue Vizepräsidentin des Landtags in Kiel. Erst seit zwei Jahren ist die gebürtige Neumünsteranerin, deren Familie aus dem westafrikanischen Mali stammt, Abgeordnete an der Förde.

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In der kurzen Zeit hat sie sich besonders in der Flüchtlings- und Integrationspolitik einen Namen gemacht, tritt selbstbewusst und rhetorisch sicher im Parlament auf. „Sie ficht auch mal eine harte Klinge“, bescheinigte ihr vor Monaten SPD-Fraktionschef Ralf Stegner. Der Name Aminata bedeutet übrigens die Vertrauenswürdige, Frau des Friedens und der Harmonie.

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Ihre Familie schaut von der Tribüne zu

Im Kieler Landtag ist Touré die erste schwarze Abgeordnete. Ihre Familie verfolgte die Wahl zur Vizepräsidentin auf der Tribüne. Sie sei stolz auf ihre Tochter, sagte ihre Mutter, die mit ihren drei weiteren Töchtern gekommen war.

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Mit den Worten „ein schöner Tag heute“, wandte sich Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) an die Familie. Sie sei „voll erleichtert und voll froh“ über den Vertrauensbeweis, sagte Touré nach ihrer Wahl. Sie wolle in ihrer Sitzungsleitung klar sein und Debatten nicht vorschnell unterbrechen.

Sogar mit einem US-Präsidenten hat sie schon gesprochen

Im Visier auch überregionaler Medien ist die Politikwissenschaftlerin Touré schon seit längerem. Auch die Modezeitschrift „Vogue“ hat eine Story mit ihr gemacht. Sie sprach sogar schon in Berlin mit Barack Obama.

Touré war 1992 in Neumünster in einem Flüchtlingslager zur Welt gekommen, nach der Flucht ihrer Familie aus dem Chaos von Mali. Nach vielen Kettenduldungen bekam die Familie zwölf Jahre später die deutsche Staatsbürgerschaft.

Touré, die zu den Zukunftshoffnungen der Nord-Grünen zählt, hat sich nach eigenen Worten klar entschieden, weiter in Schleswig-Holstein Politik zu machen. In der nächsten Wahlperiode wolle sie mehr Verantwortung tragen, hatte sie schon vor Monaten erklärt. „Ich bleibe in Schleswig-Holstein“, bekräftigte sie nach ihrer Wahl.

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Von RND/dpa

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