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Was diese Woche in Schleswig-Holstein und rund um Lübeck wichtig wird

371 Meter lang wird die A20-Brücke am Gieselteich an Bad Segeberg und Klein Gladebrügge vorbei. Der Kreisel im Hintergrund verbindet die Straßen zum Bahnhof in Bad Segeberg (bislang B206), nach Christiansfelde und Mielsdorf.

So soll sie aussehen, die A20-Brücke am Gieselteich an Bad Segeberg und Klein Gladebrügge aussehen. Ob und wann die Autobahn aber gebaut wird, ist weiter unklar.

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser!

Heute beginnt das 5-Tage-Rennen wieder - so wird bei uns in der Familie der Wochenstart genannt. Immer am Montagmorgen wollen wir Ihnen an dieser Stelle in Zukunft einen Ausblick auf die bevorstehende Woche geben. Was wird im Norden wichtig? Welche Entscheidungen stehen an? Mit diesem Newsletter behalten Sie immer den Überblick. Schicken Sie mir gerne Ihr Feedback dazu!

Für die neue Landesregierung in Schleswig-Holstein steht die erste „echte“ Arbeitswoche auf dem Programm. Bereits unmittelbar nach der Vereidigung hatte es harsche Kritik von der Opposition gegeben. Prompt in den Fokus gerückt ist der neue Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen. Dabei geht es aber nicht um seine Arbeit, sondern viel mehr darum, ob er sein Amt überhaupt rechtmäßig bekleidet. Ob er als Däne einen Kabinettsposten bekleiden darf, ist nämlich nicht ganz klar. Die FDP im Norden fordert Aufklärung, Madsen selbst denkt laut darüber nach, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Diese Woche könnte es eine neue Entwicklung in dem Fall geben.

Die Wetterprognose für die erste Woche der Sommerferien sieht unterdessen nicht schlecht aus. Gute Voraussetzungen unter anderem für den Belt-Cup, der am Wochenende auf der Lübecker Lohmühle startet. Mit dabei: Phönix Lübeck, VfB Lübeck und SV Todesfelde, die auf drei Vertreter aus Dänemark treffen. Nicht allzu weit entfernt vom Stadion wird‘s einen Tag zuvor musikalisch: Max and Friends geben ihr einziges Lübeck-Konzert am Freitag im Strandsalon. Noch gibt es Tickets.

Ich wünsche Ihnen eine tolle Woche. Bleiben Sie gesund – und gut informiert!

Jan Wulf

Stellvertretender Chefredakteur

Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns an chefredaktion@ln-luebeck.de

 

Im Fokus

Wie geht es mit dem Weiterbau der A 20 weiter?

Das westliche Ende der Autobahn 20 kurz vor Bad Segeberg. Dieser bislang letzte Teilabschnitt war 2009 freigegeben worden.

Das westliche Ende der Autobahn 20 kurz vor Bad Segeberg. Dieser bislang letzte Teilabschnitt war 2009 freigegeben worden.

Am Donnerstag verkündet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig seine Entscheidung zum Bau der A20 zwischen Westerstede und Jaderberg in Niedersachsen. Ein Umweltverband und mehrere Landwirte haben Klage gegen die Planungen für die Küstenautobahn eingereicht. Das Urteil könnte richtungsweisend auch für den Weiterbau der Autobahn bei Bad Segeberg sein.

Martina Gremler vom BUND Schleswig-Holstein setzt darauf, dass das Gericht den Autobahnbau genau dort stoppt. „Wir hoffen auf ein Moratorium für jeden Autobahnbau in Deutschland“, sagt die BUND-Sprecherin. „Wir wollen die Leute von den Straßen kriegen.“ Der Kieler CDU-Landtagsabgeordnete Lukas Kilian sagt dagegen: „Die A 20 darf nicht weiter blockiert werden. Sie muss jetzt kommen, auch mit der Elbquerung.“ Er ist sich sicher, dass das eigentlich auch das Ziel der Naturschutzverbände sein müsste. Denn: „Die A 20 samt Elbquerung verbindet eine Region, die jetzt nur mit großen Umwegen erreichbar ist.“

Tatsächlich geht es auch dem BUND in Niedersachsen wohl eher um Grundsätzliches. Die A 20 sei Symbol einer verkehrten Verkehrspolitik, sagt Landeschef Heiner Baumgarten. Als „klima- und umweltschädlichstes Projekt des gesamten Bundesverkehrswegeplans“ trage sie erheblich zur Verschärfung der Klimakrise bei. 90 000 Tonnen CO2 würden Bau und Verkehr auf ihr pro Jahr verursachen.

Das Land Schleswig-Holstein hat die Planung der A 20 auf seinem Gebiet 2017 an die Planungsgesellschaft des Bundes, die Deges, abgegeben. Zuvor hatten Klagen wegen zu wenig Fledermausschutz den Bau vor Bad Segeberg gestoppt. Dort wurde mittlerweile ein Fehlerheilungsverfahren eingeleitet. Die Pläne für die Abschnitte bis zum neuen Elbtunnel bei Glückstadt werden von der Deges derzeit überarbeitet.

 

Was diese Woche sonst noch wichtig ist

Vollsperrung der Elbbrücke: Ab Montag wird die Elbbrücke bei Geesthacht (B404) für Sanierungsarbeiten komplett gesperrt. Die Sperrung soll bis zum 24. August dauern.

Urteil im Mordprozess: Vor dem Landgericht in Kiel wird am Dienstag im Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen 37-Jährigen, der die Trennung von seiner Partnerin nicht akzeptieren wollte, erwartet. Der Mann soll Mitte Dezember 2021 seiner Ex-Partnerin vor deren Wohnung in Norderstedt auf einem Parkplatz aufgelauert und mit einem Messer auf sie eingestochen haben, um sie zu töten. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt und drohte zu verbluten. Danach habe der 37-Jährige sich das Messer selbst in den Bauch gestoßen, um auch sich zu töten.

Fortsetzung des Fielmann-Prozesses: Ebenfalls am Dienstag wird der Prozess gegen sechs Angeklagte wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges unter anderem zum Schaden der Fielmann AG fortgesetzt. Angeklagt sind insgesamt 1400 Fälle von banden- und gewerbsmäßigem Betrug, gewerbsmäßiger Untreue sowie gewerbsmäßiger Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr sowie Beihilfe dazu. Die Beschuldigten sollen im Zeitraum von 2012 bis 2015 zusammengearbeitet haben, um Abrechnungen in Höhe von ca. 6,5 Millionen Euro für vorgeblich geleistete Sponsoring- und Marketingmaßnahmen, die tatsächlich überhaupt nicht oder nicht in dem abgerechneten Umfang stattgefunden haben, über einen für die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens verantwortlichen Mitarbeiter der Fielmann AG Hamburg von dieser bezahlen zu lassen.

Archäologische Ausgrabungen in Lübeck: Am Donnerstag stellt die Hansestadt Lübeck archäologische Ausgrabungen im neuen Gewerbepark Semiramis vor. Erste Grabungen haben unter anderem Hinweise auf eine Siedlung aus der Zeit um Christi Geburt ergeben. Auf einer weiteren Fläche deuten Indizien auf eine jungsteinzeitliche Besiedlungsphase aus der Zeit vor etwa 6000 Jahren hin.

 

Das interessierte unsere Leser vergangene Woche am meisten

Mit allen Tricks versuchen Einbrecher jetzt herauszufinden, ob Bewohner im Urlaub sind und das Haus leer steht. In Quaal ist jetzt eine mögliche neue Masche aufgefallen.

 

Mindestens zwei Männer sind bei einer Schlägerei am Strand von Scharbeutz verletzt worden. Etwa 20 Personen sollen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Was die Polizei bislang weiß.

 

Zwischenfall bei der Premiere der Karl-May-Spiele am Sonnabend: Ein Mann bespritzte mehrere Menschen mit einer schwarzen Flüssigkeit. Das sind die Hintergründe.

 

Eine RTL-Reporterin vom Team Wallraff schleuste sich als Praktikantin ins Malenter Pflegeheim Auetalblick ein. Sie spricht von kotverschmierten Patienten und überfordertem Personal. Was sie gesehen hat und wie der Konzern reagiert.

 

Da waren die Familien aus der Ukraine erst einmal schockiert. 1000 Euro sollten sie laut einer Rechnung zahlen, die sie von der Stadt Bad Oldesloe bekommen hatten. Dafür, dass sie in der Gemeinschaftsunterkunft untergekommen waren. Wie ein Stadtverordneter herausfand, dass die Rechnung unzulässig ist.

 

Darüber spricht das Netz

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