Das teuerste Rad fällt durch

Stiftung Warentest: Fünf von zwölf Kinderfahrrädern sind mangelhaft

Symbolbild: „Kidical Mass“ setzt sich dafür ein, dass Kinder sicher und selbstständig auf dem Rad unterwegs sein können.

Beim Thema Kinderfahrräder lohnt es sich nicht, tief in die Tasche zu greifen – das legt nun zumindest das Ergebnis der Stiftung Warentest (test 6/2022) nahe.

Beim Thema Kinderfahrräder lohnt es sich nicht, tief in die Tasche zu greifen – das legt nun zumindest das Ergebnis der Stiftung Warentest (test 6/2022) nahe. Zwölf 20-Zoll-Fahrräder für Grundschülerinnen und Grundschüler hat das Test-Team der Stiftung untersucht.

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Das Ergebnis: Nur drei der zwölf Drahtesel schnitten mit „gut“ ab, fünf fielen wegen Sicherheitsproblemen durch und erhielten die Wertung „mangelhaft“ – darunter auch das mit 575 Euro teuerste Rad im Test.

Gut im Praxistest, mangelhaft im Labor

Getestet wurden die Kriterien Fahren, Eignung, Handhabung, Sicherheit und Haltbarkeit, und Schadstoffe. Während die Räder beim Praxistest, der von Kindern im Alter von fünf bis acht Jahren durchgeführt wurde, noch alle gut bewertet wurden, hielten allerdings lediglich drei den Laborprüfungen stand.

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Das lag sowohl an Schadstoffen und fehlender Belastbarkeit der Rahmen sowie der Bremsen. Im Sattelbezug von sieben Fahrrädern seien kritische Stoffe, wie der Weichmacher Dipropylheptylphthalat (DPHP), nachgewiesen worden. Darüber hinaus hätten die Modelle von Winora und Woom Haltbarkeitstests nicht standgehalten und Risse nach den Belastungen im Labor gezeigt.

Das günstigste Rad ist eines der besten

Ebenfalls das Modell von Winora sowie zwei weitere Räder seien außerdem im Bremstest durchgefallen. Die Bremskraft reiche nicht aus, um das Fahrrad mit einem Gesamtgewicht von 60 Kilogramm so schnell zum Stehen zu bringen, wie es die Sicherheitsnorm fordere. Das Modell von Pegasus schaffe zwar die 60 Kilogramm, allerdings nicht die von dem Anbieter zugelassenen 115 Kilogramm. Daher werde es noch mit „ausreichend“ bewertet, gibt Stiftung Warentest im Testbericht an.

Testsieger ist das Puky Skyride für 460 Euro, das laut Anbieter jedoch ein Auslaufmodell sei. Ebenfalls mit „gut“ wurde das Modell von Decathlon bewertet – letzteres ist mit 270 Euro das günstigste Rad im Test. Einziges Manko: Die als „gut“ bewerteten Modelle sind mit zwölf bis dreizehn Kilogramm fast so schwer wie ein Erwachsenenrad. Den Beobachtungen des Stiftung-Warentest-Teams zufolge zeigten sich die Kinder im Praxistest allerdings unbeeindruckt von dem Gewicht und seien mit allem insgesamt gut zurecht gekommen.

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RND/kb

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