Biontech: Impfung schützt nach halbem Jahr noch zu 47 Prozent vor Infektion

Berlin: Ein älterer Mann lässt sich in der Praxis seiner Hausärztin die dritte Impfung mit dem Comirnaty-Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer injizieren.

Berlin: Ein älterer Mann lässt sich in der Praxis seiner Hausärztin die dritte Impfung mit dem Comirnaty-Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer injizieren.

Einer aktuellen und nun auch von unabhängiger Seite aus begutachteten Studie im Auftrag von Biontech und Pfizer sowie dem US-Gesundheitsunternehmen Kaiser Permanente zufolge verhindert das Vakzin der Impfstoffhersteller für mindestens sechs Monate einen Großteil schwerer Covid-19-Verläufe. Jedoch sinkt die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen eine Infektion in diesem Zeitraum von etwa 88 Prozent auf durchschnittlich 47 Prozent.

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Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt vor Krankheit und Tod

Im Detail zeigen die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurden, dass das Biontech/Pfizer-Vakzin gegen die in Deutschland dominierende Delta-Variante einen Monat nach der zweiten schützenden Spritze zu 93 Prozent wirksam gegen eine Infektion ist. Vier Monate danach sind es 53 Prozent. Der Schutz vor Infektion gegen alle anderen Arten von Sars-CoV-2 beträgt der Auswertung nach in den ersten vier Wochen nach der zweiten Spritze 97 Prozent und sinkt innerhalb von vier Monaten auf 67 Prozent.

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Der Untersuchung nach verhindern zwei Dosen des Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer aber für mindestens sechs Monate hochwirksam schwere Covid-19-Verläufe. Die Immunisierung wehre rund 93 Prozent der Krankenhauseinweisungen ab. Das betreffe auch schwere Infektionen mit der Delta-Variante.

„Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, Impfstoff im Laufe der Zeit zu überwachen“

Die Erkenntnisse stimmen mit vorläufigen Berichten der US-Seuchenschutzbehörde CDC und des israelischen Gesundheitsministeriums überein, wonach der Schutz des Biontech/Pfizer-Vakzins vor Infektion nach etwa einem halben Jahr abnimmt. Der CDC-Beratungsausschuss fordert nun zusätzliche Forschungen, um festzustellen, ob es sinnvoll ist, allen Altersgruppen Auffrischungsimpfungen anzubieten.

„Diese Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, die Impfraten weltweit zu erhöhen und die Wirksamkeit des Impfstoffs im Laufe der Zeit zu überwachen, um zu bestimmen, welche Bevölkerungsgruppen für Auffrischungsimpfungen Priorität haben“, heißt es auch seitens der Studienautorinnen und -autoren.

RND/jo

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