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Training der Atemmuskulatur

Für die Fitness und mehr Wohlbefinden: Richtiges Atmen kann man lernen

Tief einatmen, langsam ausatmen.

Dass Atmen überlebenswichtig ist, ist nichts Neues. Aber dass man mit bewusstem Atmen Körper und Geist positiv beeinflussen kann, mag für viele überraschend klingen. Tatsache ist: Rund 20. 000 automatisierte Atemzüge pro Tag sorgen dafür, Sauerstoff in den menschlichen Körper zu transportieren, um lebenserhaltenden Funktionen am Laufen zu halten. Die Atmung ist damit so etwas wie das körpereigene Gaspedal.

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Sauerstoff ist für fast jede Funktion im Körper mindestens so wichtig wie der Kraftstoff fürs Auto. Gelingt es, mehr Kraftstoff in den Körper zu bringen und zu verarbeiten, hat man mehr Energie und ist leistungsfähiger. Das gilt für den Sport genauso wie für den Alltag: Wer mehr Power haben will, muss lernen, richtig zu atmen.

Bauchatmung ist effizienter als die Brustatmung

Je besser wir in der Lage sind, Sauerstoff über eine kräftige Lunge aufzunehmen und in jeder einzelnen Zelle anschließend zu verarbeiten, umso besser werden unsere Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit im Alltag. Atmen Sie also wie die Opernsänger und holen Sie tief Luft für die Gesundheit. Ohne Sauerstoff können weder unsere Muskelzellen arbeiten noch kann das Gehirn funktionieren.

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Für eine Verbesserung der Atmung ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, dass die Bauchatmung effizienter ist als die Brustatmung. Wollen Sie Ihr ganzes Lungenvolumen ausschöpfen, atmen Sie bevorzugt in und aus dem Bauch heraus. Atemzüge in die Brust sorgen dafür, dass Sie deutlich weniger Luft einatmen, als Ihr Atemvolumen eigentlich hergeben würde.

Kontrollierte Atmung hilft, Stress zu reduzieren

Eine kontrollierte und ruhige Atmung kann innerhalb von Sekunden die Hektik aus stressigen Alltagssituationen nehmen. Entscheidend dafür ist eine forcierte Ausatmung: Strecken Sie diese über fünf, sechs oder sieben Sekunden, beruhigt das Ihren Herzschlag und Sie bringen sich in einen entspannten körperlichen und geistigen Zustand.

Auf dem Weg zu einer ruhigen, kontrollierten Atmung bringt einen die Nase deutlich weiter als der Mund. Zu häufig atmen wir Menschen im Alltag durch den Mund und provozieren so eine chronische Hyperventilation. Durch das vermehrte Ausatmen von CO₂ ziehen sich die Gefäße zusammen, sodass Organe wie das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

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Effizienteres Atmen durch mehr Training

Das Atmen durch die Nase bringt noch mehr Vorteile: Zum einen wirken die kleinen Härchen in der Nase wie ein Katalysator, der verhindert, dass Staubpartikel in den Körper gelangen. Außerdem kann die Nase die eingeatmete Luft besser wärmen und befeuchten, was besonders in der kälteren Jahreszeit von Vorteil ist.

Um die Atmung hinsichtlich der sportlichen Leistungsfähigkeit zu verbessern, braucht es vor allem eines: Training. Zwerchfell und Atemhilfsmuskeln funktionieren wie jedes andere Muskelsystem deutlich effizienter, wenn sie regelmäßig trainiert werden.

Mit folgender Übung können Sie Ihr Zwerchfell trainieren und gleichzeitig dehnen: Begeben Sie sich in die Rückenlage und ziehen Sie Ihren Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule. Atmen Sie maximal durch die Nase in den Bauch hinein, sodass sich die Bauchdecke anhebt. Atmen Sie anschließend maximal durch den Mund aus, bis sich die Bauchdecke wieder in Richtung Wirbelsäule bewegt. Wiederholen Sie diese Übung zehnmal. Bestenfalls integrieren Sie sie zudem in Ihre Morgenroutine.

Professor Ingo Froböse ist Leiter des Gesundheitszentrums an der Sporthochschule Köln und gibt an dieser Stelle regelmäßig Tipps.

In der Kolumne „Auf der Couch“ schreiben wechselnde Expertinnen und Experten zu den Themen Partnerschaft, Achtsamkeit, Karriere und Gesundheit.

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