Intensivmediziner: Korrektes Maskentragen bremst Omikron-Variante

Eine Kundin trägt in einem Geschäft eine FFP2-Maske. Das Tragen einer Maske im Alltag bleibt auch bei der Omikron-Variante wichtig.

Berlin. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch die Omikron-Variante rufen Intensivmedizinerinnen und -mediziner verstärkt zum Tragen von Atemmasken auf. „Wenn wir uns diszipliniert daran halten und medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen, dann kriegen wir die Omikron-Welle gedrückt“, sagte der Präsident der Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, am Donnerstag dem RBB-Inforadio.

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Auch Zurückhaltung beim Besuch von Gaststätten und Restaurants habe einen enormen Einfluss auf die Ausbreitung der Omikron-Variante, betonte der Intensivmediziner. Durch das Tragen von Masken habe sich die Zeit, in der die Omikron-Fälle sich verdoppeln, in Deutschland auf vier Tage verlängert. In England und Dänemark sei die Geschwindigkeit mit zwei Tagen dagegen „exorbitant schnell“.

Sorge über Kliniken, Ärger über fehlende Corona-Daten

Karagiannidis äußerte sich besorgt über mögliche Personalausfälle auf Intensivstationen. Wenn zu viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Quarantäne ausfielen, sinke damit auch die Bettenkapazität, sagte er. Auch Normalstationen und Notaufnahmen müssten sich auf eine Auslastung einstellen, die es in den ersten drei Corona-Wellen nicht gegeben habe.

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Der Intensivmediziner kritisiert, dass es aufgrund fehlender Daten an einer präzisen Lageeinschätzung in Deutschland mangele. Nötig sei daher eine Digitalisierungs-Offensive: „Das muss die Bundesregierung schnell in die Hand nehmen.“ Es könne nicht sein, dass im zweiten Jahr der Pandemie wieder im Blindflug gehandelt werde.

RND/epd

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