Joel Coens Film „Macbeth“: Guter Stoff kann immer wieder neu erzählt werden

Denzel Washington in dem Film „Macbeth“.

Mehr als 25 Adaptionen von William Shakespeares „Macbeth“ zählt die Filmgeschichte. Aber was für Shakespeare auf der Bühne gilt, gilt auch fürs Kino: Guter Stoff kann immer wieder neu erzählt werden. Vor allem, wenn ein Regisseur wie Joel Coen (erstmalig ohne Bruder Ethan) sich des 400 Jahre alten Textes annimmt.

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In stilvollem, kontrastreichem Schwarz-Weiß fließen die Bilder im fast quadratischen Format über die Leinwand – ein Konzept, das sich zur Konzentration auf die Figuren bekennt. Meterhohe Mauern in einer Studiohalle bilden die stilisierte Burg, in der das tragische Geschehen seinen Lauf nimmt.

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Die eindringliche Licht-Schatten-Choreografie erinnert an die Filme des deutschen Expressionismus. Denzel Washington spielt den siegreichen Feldherrn Macbeth, dem König Duncan (Brendan Gleeson) das Thronerbe verwehrt. Mühelos gelingt es Washington, die uralten Zeilen als frisch formulierte Gedankengänge seiner Figur vorzutragen.

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Washingtons Macbeth ist kein Wüterich, sondern ein Mittsechziger, der nach langen Jahren im königlichen Dienst sein Stück vom Kuchen der Macht an sich reißt. Ihm gegenüber steht die fabelhafte Frances McDormand als Lady Macbeth.

Zusammen bilden sie ein mörderisches Powerpaar, das ins Risiko geht, aber dem Schicksal nicht entrinnen kann. Die Adaption überzeugt durch ihre Schauspielenden – und durch die spannungsgeladene Balance zwischen theatraler Wucht und markanter, visueller Gestaltung.

„Macbeth“, ab 26. Dezember im Kino, ab 14. Januar bei Apple. Regie: Joel Coen, mit Denzel Washington, Frances McDormand, 105 Minuten, FSK 16

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