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"Ein Zusammenschluss von Freunden"


Geselligkeit und Anspruch: Lübecker Kammerchor wird 75

Der Lübecker Kammerchor besteht ununterbrochen seit 1950.
Der Lübecker Kammerchor besteht ununterbrochen seit 1950.

Lübeck. Mitte der 1960er Jahre lernte Michael Gottschewski eine junge Frau kennen, die er sehr attraktiv fand. Sie sang im Lübecker Kammerchor, und so beschloss er, dort auch zu singen. Mit der Frau wurde es nichts. Aber im Kammerchor blieb Michael Gottschewski.

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„Ganz wichtig war die Geselligkeit. Ein Vorsingen gab es nicht“, erinnert sich der heute 89-Jährige. „Man kam, und wenn man den Bedürfnissen des Chorleiters nicht genügte, dann wurde einem das unauffällig mitgeteilt.“ Gottschewski blieb 40 Jahre.

Inzwischen müssen neue Mitglieder vorsingen. Aber die Bindekraft hat der Chor mit seinen 30 Mitgliedern behalten. Er wird 75 Jahre alt. Seit 1988 leitet ihn Andreas Krohn (73). Er selbst war seit 1975 Mitglied – und machte den Chor als Leiter zu dem, was er heute ist. „Es geht nicht nur um schöne Musik und Spaß am Singen“, erklärt Krohn, „sondern um eine Idee, eine Aussage, einen Zusammenhang. Deswegen gibt es zu jedem Konzert einen Titel.“

Die Grundidee des Lübecker Kammerchors

Auch das Jubiläumskonzert am Sonntag, 30. November, um 18 Uhr in der Lübecker Aegidienkirche stellt einen besonderen Zusammenhang her – mit dem Magnificat von Johann Sebastian Bach und den Chichester Psalms von Leonard Bernstein.

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Bei allem künstlerischen Anspruch: Das Soziale spielt weiter eine große Rolle. „Das ist immer die Grundidee dieses Chores gewesen“, sagt Krohn, „dass es ein Zusammenschluss von Freunden war.“

LN