Lassi, Siesta und Beijing Bikini

Acht praktische Hitzetipps aus aller Welt

In Indien schwört man ein heißen Tagen auf den Lassi, ein Erfrischungsgetränk aus Joghurt, Frucht und Wasser.

Die Freude auf den Sommer ist meistens groß – bis er dann in all seinen Extremen da ist. Bei 38 Grad im Schatten, wie sie in Deutschland in den letzten Jahren häufiger erreicht wurden, fällt das Arbeiten schwer, Einkäufe werden zur Last und die Nächte schlaflos. Für uns stellen diese Hitzeperioden immer noch die Ausnahme dar. Doch für Menschen in anderen Regionen der Welt gehören andauernde hohe Temperaturen zum Leben dazu. Sie haben deshalb viele Tipps und Kniffe, um die Hitze zu ertragen. Die besten Erfrischungen aus Indien, Kamerun und Co.

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Die beste Kleidung für heiße Tage

Wer im Sommer trotz luftiger Kleidung ins Schwitzen kommt, sollte einen Blick auf die Materialzusammensetzung werfen. Synthetische Stoffe wie Polyamid oder Polyester kleben nämlich am verschwitzten Körper und lassen kaum Luft hindurch. Stattdessen empfehlen sich im Sommer natürliche Materialien wie Leinen, Baumwolle, Lyocell, Seide oder Viskose. Aus diesen Stoffen sind auch traditionelle Kleidungsstücke im afrikanischen, asiatischen und Südamerikanischen Raum gefertigt. Die Naturmaterialien sind luftig, atmungsaktiv und halten in hellen Farben auch die Hitze ab.

Auch wer in wegen der Hitze unter Schlafproblemen leidet, sollte kühlende Naturmaterialien ausprobieren. Bettwäsche aus Leinen kann in warmen Nächten eine echte Offenbarung sein.

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Wem trotz kühlender Stoffe noch zu warm ist, könnte sich die chinesischen Männer zum modischen Vorbild nehmen. Denn die präsentieren sich in der sommerlichen Hitze einfach bauchfrei – und das bereits seit vielen Jahren. Für den als „Beijing Bikini” bekannten Sommer-Trend einfach das T-Shirt hochrollen oder den Saum einmal durch den V-Ausschnitt ziehen und das laue Lüftchen am Bauch genießen. Mittlerweile gehen in China einige Städte gegen diese Art der Abkühlung vor, mancherorts müssen Männer mit einem freigelegten Bauch sogar Geldstrafen zahlen. Vielleicht hat die männliche Körpermitte zu viel Aufsehen erregt?

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In Mexiko, das häufig Hitzewellen mit bis zu 40 Grad erlebt, schützen sich die Einheimischen mit Sombreros vor einem Sonnenstich. Damit ist jedoch nicht eine wagenradgroße Kopfbedeckung mit Bommeln gemeint, sondern ein einfacher Hut. Für die in höheren Regionen wohnenden Lateinamerikaner sind Strohhüte ein unverzichtbarer Schutz gegen die intensive Sonnenstrahlung.

Getränke, die von innen kühlen

Indien ist ein Land, in dem das Thermometer selten unter die 30-Grad-Marke sinkt. Deshalb wissen die Inder auch am besten, wie sie sich an schwülen Tagen erfrischen können. Dabei hat sich der Lassi bewährt, ein Erfrischungsgetränk, das hauptsächlich aus Joghurt und gefrorenem Wasser besteht. Der Lassi besteht nicht nur aus günstigen zutaten, sondern ist auch im Handumdrehen gemacht.

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So geht’s: Für eine süße Lassi-Variante 250 Gramm Naturjoghurt, 200 Gramm Mango-Fruchtfleisch, drei Teelöffel Zucker und 500 Milliliter gekühltes Wasser oder Eiswürfel in einen Standmixer geben und bis zur gewünschten Konsistenz pürieren. Die traditionelle indische Variante wird übrigens häufig mit Kardamonsaat und Safran zubereitet.

In Indien schwört man ein heißen Tagen auf den Lassi, ein Erfrischungsgetränk aus Joghurt, Frucht und Wasser.

In Indien schwört man ein heißen Tagen auf den Lassi, ein Erfrischungsgetränk aus Joghurt, Frucht und Wasser.

Ähnlich erfrischend ist auch das joghurtbasierte Erfrischungsgetränk Ayran, das seinen Ursprung im anatolischen Raum hat und heute noch fester Bestandteil der türkischen Küche ist. Das leckere und gesunde Getränk wird im Gegensatz zum süßen Lassi mit Salz versetzt – ansonsten ähneln sich die Zutaten sehr. Die Zubereitung ist denkbar einfach und die Hauptzutat gibt es in jedem Supermarkt.

So geht’s: 500 Gramm Joghurt (10 Prozent Fett) mit 500 Milliliter gekühltem Wasser und einem Teelöffel Salz gut mit dem Schneebesen verrühren – oder einfach in den Standmixer geben. Die Erfrischung ist in nur zwei Minuten zubereitet.

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In Marokko versucht man hingegen, die Wärme mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. In den Sommermonaten, wenn die Temperaturen nicht selten 40 Grad erreichen, trinken die Marokkaner heißen Tee. Weil der Körper warme Getränke nicht erst auf seine eigenen Temperatur aufheizen muss, bleibt das ständige Schwitzen aus und die Hitze lässt sich besser ertragen.

So geht’s: Traditionell wird der Marokkanische Minztee in einer bauchigen Kanne aus Metall zubereitet. Dafür zwei Esslöffel grünen Tee (Sorte Gunpowder) und die Blätter von einem kleinen Bund frischer Minze mit einem halben Liter heißen Wasser übergießen und ein bis drei Esslöffel Zucker (je nach gewünschter Süße) hinzugeben. Den Tee nicht länger als drei Minuten ziehen lassen und – aus einiger Höhe – in Teegläser gießen.

Marokkanischer Minztee wird mit frischer Minze und viel Zucker aufgebrüht und noch warm getrunken.

Marokkanischer Minztee wird mit frischer Minze und viel Zucker aufgebrüht und noch warm getrunken.

Den Tagesablauf der Hitze anpassen

In Ländern, die nahe am Äquator liegen, ticken die Uhren anders. Im Sommer werden die Menschen zu Frühaufstehern. Im Süden Kameruns versuchen die Menschen beispielsweise, alle Termine schon morgens zu erledigen. Fitnessstudios und Geschäfte öffnen bereits früh, wenn die Hitze noch erträglich ist.

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Auch die Spanier haben ihren Tagesablauf einfach den Bedingungen angepasst: In der Mittagshitze, wenn oft die 40-Grad-Marke erreicht ist, ziehen sich die Menschen in die Kühle ihrer klimatisierten Häuser zurück. Die Siesta gehört zu Spanien wie Paella oder Sangria. Deshalb sind die meisten Geschäfte, Banken und Büros während der Mittagszeit geschlossen. Die Spanier nutzen diese Unterbrechung dann, um gemeinsam mit der Familie zu essen, Schwimmen zu gehen – oder ein Nickerchen zu halten.

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