Ratzeburg

20 Jahre Tanz in Ratzeburg

lbfgballett Juliane Hensel (16) Die Ballettschule Renate Kuppig in Ratzeburg feiert 20-jaehriges Bestehen am 27. und 28. Juni 2015 jeweils um 11 Uhr im Burgtheater Ratzeburg. 130 Taenzerinnnen und Taenzer treten auf. Einige von Ihnen sind bereits seit 20 Jahren dabei. Das von Kuppig inszenierte und choreographierte Stueck "Regenbogenland" dauert etwa zwei Stunden.

Ratzeburg. 130 junge Tänzer proben im Augenblick bis die Spitzen- und Steppschuhe qualmen. Das Tanz- und Ballettstudio Renate Kuppig in Ratzeburg führt zum 20-jährigen Bestehen das farbenfrohe und märchenhafte Handlungsballett „Im Regenbogenland“ auf. Die Tanzlehrerin zieht bei der eigenen Choreographie und Inszenierung alle tänzerischen und musikalischen Register.

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Ein schillerndes, zweistündiges Ballettstück wird im Burgtheater aufgeführt. Die Auftritte am 27. und 28. Juni rücken näher. Eine Tänzerin ist sogar schon die kompletten 20 Jahre dabei. Die LN haben einen Blick hinter die Kulissen geworfen und die aufwendigen Proben besucht.

„Strecken und die Arme höher!“, ruft die Renate Kuppig. Wer aus der Spur kommt, den nimmt die Tanzlehrerin schon einmal am Handgelenk und bringt sie oder ihn wieder auf Kurs. Ohne Disziplin kann sie die 130 Tänzerinnen und Tänzer in der kleinen Halle in der Ratzeburger Vorstadt kaum unter Kontrolle halten. Ihre Erfahrung: Gerade wenn sie besonders streng ist in den Proben, kommen die Schüler später zu ihr und sagen, wie toll die Stunde war. Es gibt auch viel zu lachen, die Stimmung in der Probe ist professionell, aber heiter.

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Ein Außenstehender verliert sehr schnell den Überblick bei den Proben. Nicht nur aufgrund der Menge der Tänzer, die teilweise diszipliniert vor der Halle auf ihren Auftritt warten. Rasend schnell ziehen sich die Mädchen und Jungen zwischendurch um. Männliche Tänzer gibt es beim Ballett wie so oft auch in Ratzeburg nur wenige. Aber drei von ihnen spielen beim großen Auftritt mit. Einer davon ist der zehnjährige Pascal Scheller. Zusammen mit Sina Lütje (9) tanzt er bei der Show ein Solo.

Tänzerinnen und Tänzer im Alter zwischen fünf und etwa 50 Jahren zeigen ihr Können. „Ich bin bereits seit meinem vierten Lebensjahr dabei. Und es macht noch immer Spaß“, sagt Christina Sophie Meier, die tatsächlich seit 20 Jahren mittanzt. Sie hat Musik studiert und zwei Stücke für das Ballettstück komponiert. Mittlerweile ist sie als Kantorin in der Gemeinde Ziethen tätig.

Die Kostüme der Kinder sind bunt und schillernd. Renate Kuppig und ihre Tochter nähen vieles davon selbst. In der Aufführung im Burgtheater kommen nahezu alle musikalischen Stilrichtungen zur Geltung: Neben Ballett auch Jazz, Stepp, Folklore und historische Tänze. Es geht im Stück um eine graue Welt der Eintönigkeit, die nach und nach mit Leben und Farbe gefüllt wird. „Die Musikstücke sind Klassiker des Balletts und der klassischen Musik, die sich in der Vergangenheit bewährt haben“, berichtet Kuppig. Ob Tschaikowski oder Léo Delibes — was gerade zur Stimmung der Szene passt, kommt vor.

Zwei Stunden wird das Stück dauern, für das seit fast einem Jahr geübt wird. Die Aufführung ist doppelt so lang wie bei der 950-Jahr-Feier der Stadt Ratzeburg in der Lauenburgischen Gelehrtenschule im Jahr 2012. Auch zwischen den großen Aufführungen, die nur alle zwei Jahre stattfinden, gibt es reichlich Termine in der Inselstadt, an denen die jungen Eleven zeigen können, was sie in der Tanzschule gelernt haben. Geburtstage, Silberne Hochzeiten, das Drachenfest, das Bürgerfest oder die Eröffnung des Drachenbootrennens stehen regelmäßig auf dem Programm.

Renate Kuppig ist gebürtige Lübeckerin. In der Hansestadt besuchte sie nach dem Abitur die Berufsfachschule für Tanzpädagogik. Später kam eine Ausbildung in Laientanzpädagogik, die Bühnentanzprüfung und die Kunsttanzpädagogik dazu. Eigentlich hätte sie damit an der Oper arbeiten können. Einige Castings hat sie damals auch besucht.Eine eigene Tanzschule in Ratzeburg eröffnete sie im Jahr 1995. In der Mecklenburger Straße wird geprobt. Zwar bezeichnet sie ihr Ballettstudio als Hobbyschule, jedoch hätten etliche ihrer Schülerinnen sich bereits für eine Berufstanzausbildung entschieden und hätten später bei John Neumeier (Hamburger Staatsoper) gelernt.

• Mehr Bilder von den Proben sehen Sie auf www.ln-online.de

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Florian Grombein

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