Geesthacht

Das Who is Who der Kunstszene zu Gast bei der Eröffnung des neuen Ateliers von Werner Büttner in Geesthacht

Künstler und Professor Werner Büttner (Mitte) eröffnete mit vielen Gästen, darunter seine ehemaligen Schüler und heutigen Taktgeber der Szene, Daniel Richter (links) und Jonathan Meese, sein neues Atelier in Geesthacht.

Künstler und Professor Werner Büttner (Mitte) eröffnete mit vielen Gästen, darunter seine ehemaligen Schüler und heutigen Taktgeber der Szene, Daniel Richter (links) und Jonathan Meese, sein neues Atelier in Geesthacht.

Geesthacht. Internationales Treffen der Kunstszene in Geesthacht: Professor Werner Büttner, der 2006 das ehemalige Hotel Stadt Hamburg samt Saal am Markt gekauft hatte, konnte zur Eröffnung seines neuen Ateliers am Freitag das Who is Who der Branche begrüßen. Unter anderem die derzeit wohl erfolgreichsten Künstler aus Deutschland, Daniel Richter und Jonathan Meese, die weltweit aktiven Galeristen Gilbert Lloyd und Max Levai sowie den Besitzer der größten privaten Kunstsammlung Hamburgs, Harald Falkenberg, die auf einen Wert von 100 Millionen Euro geschätzt wird.

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Künstler und Professor Werner Büttner eröffnete mit vielen Gästen sein neues Atelier in Geesthacht

Künstler und Professor Werner Büttner eröffnete mit vielen Gästen sein neues Atelier in Geesthacht. Dazu hat er den Saal des ehemaligen Hotel Stadt Hamburg am Markt, das er 2006 gekauft hatte, umbauen lassen..

Anlässlich seines 65. Geburtstags am Freitag hatte Büttner zu der feierlichen Eröffnung geladen. Den ehemaligen Saal, in dem Generationen von Geesthachtern rauschende Bälle feierten, hat Büttner monatelang zum Atelier umgebaut. Einige der Hotelzimmer im Haupthaus, das der vor allem in Amerika, Großbritannien und China erfolgreiche Künstler selbst bewohnt, sollen künftig Stipendiaten der neu von Büttner gegründeten Stiftung „Störer des Stumpfsinns“ leben können. „Ich habe keine Erben, die Stiftung wird quasi ein kleines Büttner-Museum bekommen“, berichtet der Professor der Hochschule für Bildende Künste (HFBK) in Hamburg.

Künstler und Professor Werner Büttner mit seinem New Yorker Galeristen Max Levai

Künstler und Professor Werner Büttner mit seinem New Yorker Galeristen Max Levai.

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Martin Köttering, Präsident der HFBK in Hamburg, ist großer Fan von Büttner

Martin Köttering, Präsident der HFBK in Hamburg, ist großer Fan von Büttner. Gerade hat er dessen Lehrstuhl-Zeit verlängert.

„Ich bin überwältigt, dass wir so etwas hier in Geesthacht haben. Ich kannte das hier bisher nicht“, erklärte Bürgermeister Olaf Schulze. „Es ist toll, dass wir so einen Künstler hier in Geesthacht haben, das ist ja eine hervorragende Kunststätte geworden“, sagte er.

Einer der genau weiß, wie Büttner tickt und was den Reiz seiner Werke ausmacht, ist Harald Falkenberg. „Was Büttner besonders macht, ist sein Stil. Er malt absichtlich schlecht und setzt damit einen Gegensatz zur Schönmalerei der Hochkunst. Dieses ‘Bad Painting’, diese Schlechtmalerei, ist heute sehr gefragt“, berichtet Falkenberg.

HFBK-Präsident Martin Köttering hat den Vertrag mit Büttner für dessen Lehrstuhl gerade noch einmal um zwei Jahre verlängert. „Er hat einen Ruf in der Szene, weil er sehr viele sehr erfolgreiche Künstler hervorgebracht hat“, so Köttering. Richter und Meese beispielsweise. „Ich habe bei ihm gelernt, zu malen und zu denken. Das denken wird leider oft unterschätzt“, sagte Richter, der mit seinen Werken noch deutlich erfolgreicher ist als sein Professor. „Es ist ein wunderbares kleines Museum, was er sich hier geschaffen hat“, sagte Richter.

Künstler und Professor Werner Büttner eröffnete mit vielen Gästen sein neues Atelier in Geesthacht

Künstler und Professor Werner Büttner eröffnete mit vielen Gästen sein neues Atelier in Geesthacht. Selbst den ehemaligen Sanitärbereich des Saals hat Büttner zu einem kleinen Ausstellungsraum umgebaut.

Harald Falkenberg, Besitzer der wohl größten Hamburger Privatsammlung, lobt Büttner für dessen Gegensätzlichkeit

Harald Falkenberg, Besitzer der wohl größten Hamburger Privatsammlung, lobt Büttner für dessen Gegensätzlichkeit.

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„Ich hatte letztes Jahr zwei gute Ideen. Die erste war, 15 Kilo abzunehmen. Wenn das nicht gut ist, kann ich es auch schnell wieder ändern. Die zweite war, mein leicht verdientes Geld nicht unserem Finanzminister Olaf Scholz zu geben, sondern hier umzubauen und die Stiftung zu gründen“, berichtete Büttner. „Ich glaube, in Geesthacht ist man sich gar nicht bewusst, was man hier jetzt hat“, betont Köttering. Büttner wünscht sich, dass seine Stiftung das Gebäude nach seinem Tode einmal öffentlich zugänglich macht.

Doch zunächst will Büttner in seinem Atelier weiterhin werken. Am 2. April beginnt seine nächste Ausstellung in New York, Galerist Max Levai schaute sich am Freitag begeistert in Geesthacht um.

„Kunst ist eigentlich meistens ein Lagerproblem, deshalb war ich froh, diesen Tanzsaal kaufen zu können“, erinnerte sich Büttner an seinen Umzug nach Geesthacht. Nach dem Umbau hat der Saal zwar noch seine Raumaufteilung, doch er präsentiert sich modern beleuchtet und frisch gestaltet. Bilder, Bücher und Skulpturen des Hausherren sind überall zu sehen. Widerspenstigkeit haben sie thematisch meistens gemeinsam.

Künstler und Professor Werner Büttner eröffnete mit vielen Gästen sein neues Atelier in Geesthacht

Künstler und Professor Werner Büttner eröffnete mit vielen Gästen sein neues Atelier in Geesthacht. Überall im Haus sind Bilder, Bücher und Skulpturen des Hausherrn zu sehen.

Timo Jann

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