Nachruf

Herzogtum Lauenburg: Ex-Landrat Gerd Krämer ist tot

Gerd Krämer, der ehemalige Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg, ist verstorben.

Gerd Krämer, der ehemalige Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg, ist verstorben.

Ratzeburg. Gerd Krämer, der ehemalige Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg, ist verstorben. Er war von 2002 bis 2015 Chef der Kreisverwaltung. Krämer ist bereits Anfang 2022 gestorben, die Kreisverwaltung hat aber erst kürzlich von seinem Tod erfahren. Im Rahmen der Kreistagssitzung am Donnerstag haben die Abgeordneten dem früheren Landrat gedacht.

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Krämer wurde 1951 geboren und arbeitete zunächst beim Bundesgrenzschutz, wurde 1990 Hauptamtsleiter in Lauenburg/Elbe und 1992 Bürgermeister in Schwarzenbek. 2002 trat Krämer als parteiloser Kandidat von CDU und FDP die erste Direktwahl eines Landrates im Kreis Herzogtum Lauenburg an, gewann und wurde damit Nachfolger von Günter Kröpelin, der das Amt zuvor 27 Jahre lang innehatte. Krämer war damit der bislang einzige direkt von den Bürgerinnen und Bürgern gewählte Landrat.

Erster und bislang einziger direkt gewählter Landrat

Nachdem durch eine Gesetzesänderung die Direktwahl des Landrates im Jahre 2009 abgeschafft wurde, wurde Krämer am 10. Dezember 2009 vom Kreistag des Herzogtums Lauenburg erneut zum Landrat gewählt. Kreispräsident Meinhard Füllner würdigte Krämers Wirken etwa bei der Konsolidierung der Kreisfinanzen. „Darüber hinaus hat er sich in schwierigen Zeiten im Verwaltungsrat der Kreissparkasse – in Zusammenhang mit den Fusionsüberlegungen mit der Haspa – einbringen müssen und war auch in den Landesgremien anerkannt“, sagte Füllner weiter.

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Tragischer Vorfall im Büro des Landrats

Krämer war ab September 2013 dienstunfähig und wurde durch Norbert Brackmann vertreten. Der Hintergrund: Im März 2013, fast auf den Tag genau vor zehn Jahren, hatte sich ein Mann in seinem Büro erschossen. Der Mann wollte Krämer persönlich zu einer Betreuungssache sprechen und zog im Laufe des Gesprächs eine Schusswaffe. Mit dieser bedrohte er zunächst den Landrat und richtete die Waffe schließlich vor dessen Augen gegen sich selbst. Der Mann verstarb kurze Zeit später im UKSH Lübeck.

Krämer wurde damals umgehend seelsorgerisch betreut, war nach diesen Geschehnissen aber lange arbeitsunfähig und gab den Posten schließlich auf. 2015 wurde Christoph Mager (CDU) zu seinem Nachfolger gewählt.

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