Informationsbesuch aus Kiel

Schwarzenbeks Frauenhaus ist zu klein

Die Grünen-Landtagsabgeordnete und frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Aminata Touré (li.), informierte sich im Frauenhaus Schwarzenbek über die Probleme der Einrichtung. Von links: Roswitha Bellmann (Grünen-Stadträtin Schwarzenbek),  Katharina Tendieck, Ludmila Sitnikowa, Mitra Christmann (Mitarbeiterinnen des Frauenhauses) und Grünen-Kreistagsabgeordnete Annedore Granz (re.)

Die Grünen-Landtagsabgeordnete und frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Aminata Touré (li.), informierte sich im Frauenhaus Schwarzenbek über die Probleme der Einrichtung. Von links: Roswitha Bellmann (Grünen-Stadträtin Schwarzenbek), Katharina Tendieck, Ludmila Sitnikowa, Mitra Christmann (Mitarbeiterinnen des Frauenhauses) und Grünen-Kreistagsabgeordnete Annedore Granz (re.)

Schwarzenbek. Frauenhäuser – der ganz alltägliche Skandal. Zufluchtsorte für Frauen, die sich vor meistens in ihren eigenen vier Wänden gegen sie ausgeübter Gewalt schützen müssen, sind nichts Neues. Aber dass es sie geben muss, wie die Einrichtung in Schwarzenbek, das ist der eigentliche Skandal unserer Gesellschaft im Jahr 2018. Das war die Kernaussage der Grünen-Landtagsabgeordneten und frauenpolitischen Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Aminata Touré, anlässliches ihres Informationsbesuchs im Schwarzenbeker Frauenhaus.

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Die Landtagsabgeordnete, deren Eltern einst aus dem krisengeschüttelten westafrikanischen Land Mali nach Deutschland kamen, wurde 2017 mit erst 25 Jahren Landtagsabgeordnete und hat bereits zahlreiche Frauenhäuser in Schleswig-Holstein besucht. Gewalt gegen Frauen ist ihr Thema. Jetzt war die Schwarzenbeker Einrichtung dran. Dieses Haus ist die kleinste Zufluchtsstätte dieser Art im Lande und verfügt über 14 Plätze. Die Grünen-Kreistagsabgeordnete Annedore Granz betonte bei dem Treffen, dass diese Kapazität für den Kreis nicht ausreiche, weitere müssten geschaffen werden. „Die Kreispolitik muss sich dieses Themas annehmen“, forderte Granz.

Aminata Touré versprach den Frauenhaus-Mitarbeiterinnen und der Schwarzenbeker Stadträtin der Grünen, Roswitha Bellmann, sich für eine Verbesserung der finanziellen Unterstützung durch das Land einzusetzen. Sie sei guter Hoffnung, die Chancen stünden gut. Denn in der Kieler Jamaika-Koalition bestehe Einigkeit, dass die Kapazitäten ausgeweitet werden müssten.

Aminata Touré: „Wir haben landesweit Probleme mit zu geringen Unterkunftskapazitäten und Unterfinanzierung der Bestehenden.“ Gleichzeitig betonte die Grünen-MdL, es sei traurig, dass überhaupt noch so viele Frauenhäuser gebraucht würden. „Deshalb darf nicht nachgelassen werden bei dem Bestreben, Einfluss in der Gesellschaft zu nehmen, dass Gewalt gegen Frauen kein Mittel der Konfliktbewältigung ist“, sagte die Grünen-Politikerin. Das sei vor allem auch in Zeiten zunehmender Alltagsgewalt und Attacken auf die liberale Bürgergesellschaft wichtiger denn je.

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Matthias Wiemer

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