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Feuerwehr-Bereitschaft

Waldbrand: Retter aus dem Lauenburgischen beklagen „Planungschaos“

Bilanz der Bereitschaft des Kreisfeuerwehrverbandes Herzogtum Lauenburg zum Einsatz bei der Waldbrandkatastrophe in Lübtheen. Hier stehen Fahrzeuge der Wehren aus Ratzeburg, Gülzow und Geesthacht an einer Löschwasser-Füllstation.

Bilanz der Bereitschaft des Kreisfeuerwehrverbandes Herzogtum Lauenburg zum Einsatz bei der Waldbrandkatastrophe in Lübtheen. Hier stehen Fahrzeuge der Wehren aus Ratzeburg, Gülzow und Geesthacht an einer Löschwasser-Füllstation.

Lübtheen/Lauenburg. Überraschendes Ende für den Einsatz der Wassertransportbereitschaft aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg bei der Waldbrand-Katastrophe in Lübtheen: Früher als erwartet kehrten die Retter jetzt aus dem Einsatzgebiet zurück, dabei war bereits geplant, dass sie ihre Hilfe vor Ort von zunächst 48 auf 96 Stunden bis Sonnabend ausweiten.

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„Die Bereitschaft hat sehr gute Arbeit geleistet, aber was die Einsatzplanung und die Kommunikation hier angeht, müssen wir das sicher im Nachgang noch einmal thematisieren“, sagte Torsten Möller. Der stellvertretende Kreiswehrführer war mit in Lübtheen und bekam das Planungschaos mit.

Bereitschaft wurde alarmiert

Ursprünglich sollten die 100 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren des Kreises mit ihren mehr als 20 Fahrzeugen Dienstag und Mittwoch helfen. Mittwoch um 8 Uhr kam dann die Bitte, den Einsatz bis Sonnabend auszuweiten. Drei Stunden später – nach einem Personalwechsel in der Einsatzleitung – wurde die Absprache aufgehoben. Es wurde eine andere Bereitschaft alarmiert.

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Unsinnig, kritisieren die Lauenburgischen Retter, denn die hätten ihre Fahrzeuge vor Ort belassen und nur das Personal getauscht. Das war bereits organisiert. „Es war für uns die Feuertaufe, die haben wir gemeistert und an uns liegt das Chaos nicht“, so Möller.

Einsatzkräfte aus Lauenburg unterstützen bei Arbeiten

Die Feuerwehrleute wurden von einer Logistikgruppe und einem Notfallkrankenwagen der DLRG Oberelbe aus Lauenburg bei ihrem Einsatz unterstützt. „Die Versorgung war großartig“, sagte Christian Nimtz, der Feuerwehrchef von Ratzeburg. Die Bereitschaft war im Waldschwimmbad Alt Jabel untergebracht und hatte so einen kurzen Weg in ihren Abschnitt. Es galt, das am Sonntagabend evakuierte Dorf zu schützen.

„Wir allein haben 200 Kilometer Geländefahrt mit unserem Tanklöschfahrzeug absolviert, um Wasser in den Wald zu bringen“, sagte Stephan Schultz von der Geesthachter Wehr. Mit Güllewagen als Transporter wurde ein bereits geleerter Löschteich in Alt Jabel ständig nachgefüllt, von dort tankten die Fahrzeuge der Bereitschaft dann Wasser nach und spritzten es in die Flammen und gaben es ab, um einen noch nicht betroffenen Waldabschnitt zu bewahren.

Waldbrand in der Region Lübtheen

Der Waldbrand in der Region Lübtheen, der sich auf 1200 Hektar Fläche ausgebreitet hatte, ist mittlerweile unter Kontrolle.

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Löschhubschrauber und Wasserwerfer im Einsatz

Ähnlich gingen die Besatzungen zahlreicher Wasserwerfer der Polizei vor, Löschhubschrauber warfen ununterbrochen Wasser auf nicht mit Fahrzeugen erreichbare Brandherde ab. „Das eine oder andere Mal hat man Munition hochgehen hören“, sagte Nimtz. Das Areal gilt als massiv mit Weltkriegsmunition belastet, früher lagerte die Marine ihr Arsenal in Lübtheen.

Deshalb durften sichere Wege zum Löschen nicht verlassen werden. Berge- und Pionierpanzer der Bundeswehr unterstützten die Löscharbeiten, indem Brandschneisen in den Wald geschlagen und zugewachsene Wege wieder planiert wurden. 25 Kilometer solcher Schneisen wurden Mittwoch und Donnerstag angelegt.

Möller zieht positives Fazit

„Die Zusammenarbeit bei uns in der Bereitschaft und mit der DLRG sowie mit den anderen Einheiten in unserem Abschnitt hat gut geklappt. Wir werden uns für noch Nachbesprechung zusammensetzen, denn wir lernen ja auch noch“, zog Möller ein Fazit. In den Gerätehäusern müssen jetzt die eingesetzten Fahrzeuge wieder aufgeklart werden. Viele kamen völlig verdreckt zurück.

Derweil geht der Einsatz in Lübtheen weiter. Es ist Entspannung in Sicht, doch ehe alle Brandnester gelöscht sind, wird es noch Tage dauern. Vorerst soll der Katastrophenalarm aufrecht erhalten werden, um mit Schlagkraft agieren zu können.

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Timo Jann

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