Widerstand

Randalierende Autofahrerin in Lübeck verletzt drei Polizisten

Mit einer randalierenden Autofahrerin hatten es Lübecker Polizisten am Mittwochabend in Lübeck-St. Gertrud zu tun. Eine Beamtin und zwei Beamte wurden dabei verletzt.

Mit einer randalierenden Autofahrerin hatten es Lübecker Polizisten am Mittwochabend in Lübeck-St. Gertrud zu tun. Eine Beamtin und zwei Beamte wurden dabei verletzt.

St. Gertrud. Beamte des 3. Polizeireviers waren am Mittwochabend im Zuge einer Verkehrskontrolle in St. Gertrud unterwegs. Gegen 21.40 Uhr kontrollierte eine Streifenwagenbesatzung im Behaimring eine 26-jährige Lübeckerin, die mit einem Ford unterwegs war. Durch einen vorangegangenen Einsatz war bekannt, dass die Frau nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Zudem erlangten die eingesetzten Beamten Hinweise darauf, dass die Ford-Fahrerin unter dem Einfluss von Alkohol und bewusstseinserweiternden Substanzen stand. Bei den üblichen polizeilichen Maßnahmen kam es sowohl durch die Frau als auch durch deren 30 Jahre alten Lebensgefährten zu Widerstandshandlungen. Hierbei wurden drei der eingesetzten Beamten verletzt. Eine Polizistin war aufgrund der erheblichen Verletzungen nicht mehr dienstfähig.

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Schreie, Provokationen und Drohgebärden

Es begann damit, dass die Lübeckerin sowohl einen Drogen- als auch einen Atemalkoholtest ablehnte und die Polizisten ihr eröffneten, dass sie sie zum Zweck der Blutprobenentnahme zur Wache begleiten zu müsse. Polizeisprecherin Claudia Struck: „Daraufhin zeigte sich die Tatverdächtige zunehmend aufgebrachter, schrie die Beamten an, beleidigte diese und verweigerte ein Mitkommen, indem sie versuchte, nach ihnen zu schlagen.“ Ihr 30-jähriger Lebensgefährte, der sich zum Zeitpunkt der Kontrolle nicht im Auto aufhielt, kam plötzlich hinzu, stellte sich schützend vor die Frau und machte verbal erregt deutlich, die polizeilichen Maßnahmen nicht dulden zu wollen. Hierbei habe er sich bedrohlich vor den Beamten aufgebaut. Nachdem ihm die Gewahrsamnahme angedroht wurde, sei er kurzfristig in einem Mehrfamilienhaus verschwunden, dann jedoch „provozierend und aggressiv schreiend“ zurückgekehrt.

Tritt ins Gesicht einer Polizistin

Trotz mehrfacher Aufforderung, sich zu entfernen, störte der Mann die Amtshandlungen und versuchte, die Beamten anzugreifen. Mithilfe der Unterstützung weiterer Kräfte und dem Einsatz von Pfefferspray konnte der Aggressor gestoppt werden. Die 26-Jährige setzte sich während des Transportes zum Streifenwagen massiv zur Wehr und musste zu Boden gebracht und fixiert werden. Im Fahrzeuginnenraum zeigte sie sich stark stimmungsschwankend und trat plötzlich gezielt in das Gesicht einer Polizistin, die infolge der Verletzungen nicht mehr dienstfähig war. Zwei weitere Beamte erlitten leichte Verletzungen.

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Strafverfahren wegen mehrerer Delikte

Die Tatverdächtige wurde im Anschluss an die Blutprobenentnahme in die Obhut eines Angehörigen gegeben. Sie wird sich in einem Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts des tätlichen Angriffes gegen Vollstreckungsbeamte, des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr sowie des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen. Ihr Lebensgefährte wurde im Zuge der Widerstandshandlungen leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie des Verdachts der Bedrohung und Beleidigung ermittelt.

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