Lübeck

15 XXL-Kunstwerke für guten Zweck versteigert

Vier auf einen Streich (v. l.): Justin Holz, Julia Stricker, Alexandra Preuße und Thorben Hennig tragen die Eier, die Künstlerin Tila mit vier Mädchen, die „Piste“, Jan Lindenau und Sohn sowie die LN gestaltet haben.

Vier auf einen Streich (v. l.): Justin Holz, Julia Stricker, Alexandra Preuße und Thorben Hennig tragen die Eier, die Künstlerin Tila mit vier Mädchen, die „Piste“, Jan Lindenau und Sohn sowie die LN gestaltet haben.

Innenstadt. Bemalt, beklebt mit Zweigen, Stickern, Fotos oder Zeitungsausschnitten, teils knallig bunt, teils in Pastellfarben: Die Eier, die gestern den Besitzer wechselten, hätten unterschiedlicher nicht sein können. Und alle fanden einen Abnehmer. Gekonnt leitete Andreas Rackow die Versteigerung, und während zu Beginn die Bieter noch vorsichtig waren, gab es später um manches Ei einen heißen Wettbewerb.

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Lutz Kleinfeldt (Lübecker Wachunternehmen) machte mit dem Ei, das die Band Max & Friends mit Fotos von Auftritten beklebt hatte, ein echtes Schnäppchen: Er konnte es für 50 Euro mit nach Hause nehmen, „obwohl ich gar nicht weiß, wo ich es hinstelle; zumal wir Ostern gar nicht zu Hause sind.“ Was ihn nicht davon abhielt, ein zweites Ei zu ersteigern: Auf verschiedenfarbigen Streifen prangen stilisierte Hasen in knalligen Farben – geschaffen wurde es von Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer. 100 Euro musste Kleinfeldt dafür bieten.

Das spezielle Ei, das die Lübecker Nachrichten als Wandel vom Papier zum digitalen Zeitalter gestaltet hatten (die LN berichteten), war heiß umworben. Im Beisein von LN-Chefredakteur Gerald Goetsch bot Hendrik Schröder von der Gärtnerei Köhler 150 Euro, dann schnellte die Hand von Thorben Hennig (Easy Fitness) bei 200 Euro in die Höhe, nur Sekunden später bot Kleinfeldt 250 Euro, um dann mit 300 Euro von Thorben Hennig überboten zu werden. Dafür konnte sich Kleinfeldt später beim Kunstwerk des Model-Agenten Peyman Amin mit 250 Euro durchsetzen. Das erst im Oktober eröffnete Fitnessstudio allerdings sicherte sich insgesamt vier Eier, darunter das mit unzähligen Stickern aller Art beklebte der „Piste“ – es ging für stolze 400 Euro weg. „Wir wollen die Eier als Deko für unser Studio verwenden“, erklärt Hennig den großen Einsatz.

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Im Haerder-Center hingegen verbleibt das mit zarten Blüten geschmückte Ei von Künstlerin Barbara Engholm, das für 200 Euro an den griechischen Feinkostladen „Aronius“ von Sardar Djabbar ging. Ganz viel Mühe mit ihrem Beitrag zur Aktion hatte sich auch IHK-Präses Friederike C. Kühn gegeben: „Vorne jongliert der Osterhase, hinten ist ein beleuchtetes Nest – ich war erstaunt, wie viel Platz auf solch einem Ei ist.“ Ersteigert hat es für 150 Euro Uwe Ahrendt, Leiter der „Muschel“.

Auch Center-Managerin Maureen Dangel war am Ende zufrieden mit dem Gesamterlös und dem Verlauf der Aktion. In einem Center in Stralsund hatte sie vor einiger Zeit eine derartige Aktion auf die Beine gestellt. „Damals war auch ein Ei von Angela Merkel dabei, das für 500 Euro wegging.“ Alexandra Preuße von der „Muschel“ erklärte, dass der Verein ein ambulanter Dienst für Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen sei – und für deren Angehörige. „Ein Dank an alle, die so fleißig mitgesteigert haben“, sagte sie ins Mikro von Andreas Rackow.

Das Osterfest kann kommen – mit individuell gestalteten, riesigen Eiern in einigen Wohnstuben.

Von Sabine Risch

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