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Travemünde

2400 Betten für Travemünde: Investoren tun sich zusammen

So soll es aussehen: Das geplante Aja-Hotel mit öffentlichem Schwimmbad (l.) und das Apartmenthaus mit 100 Ferienwohnungen. Grafik: Jan Berg

So soll es aussehen: Das geplante Aja-Hotel mit öffentlichem Schwimmbad (l.) und das Apartmenthaus mit 100 Ferienwohnungen. Grafik: Jan Berg

Travemünde.Großer Schub für das lübsche Seebad: Das Aja-Hotel will Ostern 2018 eröffnen, die Ferienanlage Priwall-Waterfront soll ebenfalls 2018 fertig sein. Insgesamt entstehen 2400 neue Betten für Touristen, die Anzahl in Travemünde steigt damit auf 6400. Jetzt machen beide Investoren gemeinsame Sache. Planet-Gruppen-Vorstand Sven Hollesen investiert auf dem Priwall 118 Millionen Euro in die Ferienanlage Waterfront mit 440 Wohnungen und 1500 Betten. Die Deutschen Immobilien AG verbaut laut Vorstand Arno Berthold Pöker auf der anderen Seite der Trave 60 Millionen Euro. Dort entsteht ein Aja-Hotel mit 240 Zimmern (480 Betten) und öffentlichem Bad für 35 Millionen Euro. Zudem ist ein Apartmenthaus mit 100 Ferienwohnungen und 400 Betten für 25 Millionen Euro geplant. In dieses Haus steigt Hollesen jetzt ein, investiert dort 6,5 Millionen Euro und vermarktet die Apartments.

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„Wir sind Experten für Hotels, aber nicht für Ferienwohnungen“, gibt Pöker zu. Daher sei er froh, auf das Wissen von Hollesen zurückgreifen zu können. Der hat damit Erfahrung, denn die Wohnungen sollen nach demselben Prinzip an den Markt gehen wie die 173 dänischen Ferienhäuser auf dem Priwall, die Hollesen bereits errichtet hat. Die Idee: Die Ferienapartments sollen an Privatleute verkauft werden, die dort vier Wochen Urlaub machen können. Den Rest des Jahres werden sie von einer Betreibergesellschaft vermietet. Im Gespräch sind Novasol und Landal, die bereits die dänischen Feriendörfer betreiben und die Ferienanlage Waterfront betreuen sollen.

Doch nicht nur Pöker hat etwas von dem Deal, sondern auch Hollesen. Die Touristen der dänischen Feriendörfer sowie der Ferienanlage Waterfront können das öffentliche Bad des Aja-Hotels kostenlos nutzen. 200 elektronische Eintrittskarten für das Bad werden für die Priwall-Gäste bereitgehalten. „Es ist ein Tauschhandel“, kommentiert Hollesen den Deal. Er muss dafür das kleine Resort-Bad nicht errichten und hat mehr Platz für seine Indoor-Anlage mit einem Kinderspielplatz, einem Erlebnis-Golfplatz und einem größeren Beach-Club.

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Die beiden Projekte würden sich gut ergänzen, so Hollesen. Allerdings kommen dann gleichzeitig fast 500 Ferienwohnungen auf den Markt und müssen verkauft werden. 100 Ferienwohnungen in dem Apartmenthaus ab 250000 Euro und 380 weitere Ferienwohnungen von Waterfront zwischen 150000 und einer Million Euro. Kein Problem für Hollesen: „Da sind wir ganz entspannt.“

Bis der Verkauf startet, müssen beide Projekte aber erst einmal gebaut werden. Hollesen hofft, dass die Bürgerschaft am 24. September das Baurecht für Priwall-Waterfront schafft. Am nächsten Tag will er zum Spatenstich laden. Die Stadt beginnt dann ebenfalls mit dem Bau der neuen Priwall-Promenade am Passathafen. Kiel hat gestern die Zusage für die Fördermittel gegeben. Die Kosten belaufen sich auf sechs Millionen Euro. Den größten Teil mit 4,7 Millionen Euro für die Promenade zahlt das Land, weitere 1,8 Millionen Euro die Stadt. Zudem wird das Ufer für weitere 4,15 Millionen Euro befestigt. Pöker hofft, dass er für das Aja-Hotel im Herbst Baurecht erhält und im Frühjahr 2016 loslegen kann.

2018 sollen alle Projekte fertig sein, das lübsche Seebad wäre an der Travemündung runderneuert. Zudem sind im Seebad dann zwei Großinvestoren beheimatet: Hollesen, der auf dem Priwall und ins Apartmenthaus investiert hat, und Pöker mit der Deutsche Immobilien AG. Ihr gehört dann nicht nur das Aja-Hotel, sondern sie betreibt schon jetzt das Arosa.

Josephine von Zastrow

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