Lübeck

Der Panzer-Blitzer im Einsatz

Der Anhänger wird zurzeit ausgiebig von der Stadt getestet - unter anderem am Heiligen-Geist-Kamp auf Höhe der Kirche.

Der Anhänger wird zurzeit ausgiebig von der Stadt getestet - unter anderem am Heiligen-Geist-Kamp auf Höhe der Kirche.

Lübeck. Er ist groß, grau und sieht aus wie ein kleiner Panzer: Der erste Blitzer-Container steht jetzt in der Hansestadt. Eine Schonfrist haben die Raser noch, denn zunächst wird mit dem gemieteten Tempo-Überwacher kräftig geübt. „Vorgestern wurde die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung geliefert“, berichtet Egbert Ohlow vom Bereich Ordnungs- und Verkehrsdienst der Hansestadt. Die Theorie sei schon durchgenommen worden, nun übe man das Aufbauen des eine Tonne schweren Gerätes an verschiedenen Stellen. Deshalb tauchte der auffällige Blitzer innerhalb kürzester Zeit in verschiedenen Ecken Lübecks auf.

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In der Roeckstraße, dem Heiligen-Geist-Kamp und in der Dornestraße stand der gemietete Blitzer am Dienstag. „In der Dornestraße soll er auch etwas länger stehen“, berichtet Ohlow. Auch das Auswerten von Bildmaterial sei ein Aspekt während der Schulung. „Dann kann die Anlage drei Monate lang an verschiedenen Orten stehen“, sagt Ohlow.

Im November des vergangenen Jahres wurden im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung die zukünftigen Pläne für die neuen Geschwindigkeitsmesser vorgestellt. Die Stadt will kräftig aufrüsten und sagt mit sogenannter semistationärer Geschwindigkeitsüberwachung den Rasern den Kampf an. Die High-Tech-Blitzer sind nicht nur vandalismussicher, sondern auch versichert, da die Anlagen nur gemietet sind. Reparaturen muss die Stadt also nicht aus eigener Tasche zahlen. Ein Container braucht kein Personal. Deshalb könne er an allen Gefahrenstellen nach Bedarf aufgebaut werden. Innensenator Ludger Hinsen (CDU) hatte erklärt, dass die Blitzer 8000 Euro monatlich kosten würden – allerdings nur in der Testphase. Je länger man mietet, desto günstiger wird die Anlage.

Zwei Systeme werden nun insgesamt ein halbes Jahr lang getestet. Die Stadt erhofft sich nicht nur einen Anstieg der Bußgeldeinnahmen, sondern vor allem auch einen Anstieg der Sicherheit auf den Straßen.

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