Spendenaktion „Hilfe im Advent“

Gemeinsam gegen einsam: ePunkt möchte in Lübeck Schnackbänke aufstellen

Stine Nielandt (l.) und Katja Nowroth vom ePunkt halten das Schild „Schnackbank“ hoch. Auf solchen Bänken könnten sich Menschen begegnen, die Lust auf einen kleinen Plausch haben – so wie vor der Begegnungsstätte Mönkhofer Weg.

Stine Nielandt (l.) und Katja Nowroth vom ePunkt halten das Schild „Schnackbank“ hoch. Auf solchen Bänken könnten sich Menschen begegnen, die Lust auf einen kleinen Plausch haben – so wie vor der Begegnungsstätte Mönkhofer Weg.

Lübeck. Zur Adventszeit gehören Gemeinschaft, Geborgenheit, Familie und Freunde. Doch viele Menschen spüren gerade jetzt, dass sie genau das vermissen. Gerade die Älteren leiden unter einer stillen, schmerzlichen Einsamkeit. Die diesjährige Leser-Aktion der Lübecker Nachrichten und der Sparkasse zu Lübeck lautet daher: "Hilfe im Advent – Gemeinsam gegen einsam". In Kooperation mit dem ePunkt stellen wir Projekte vor, die sich uneigennützig für das Miteinander stark machen und Menschen aus der Einsamkeit holen. Die "Schnackbänke" sind eines der Projekte.

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Die Freiwilligenagentur ePunkt möchte das Projekt für Lübeck realisieren. Die Idee ist, dass sich Menschen auf den Sitzgelegenheiten begegnen können, ins Gespräch kommen, vielleicht gemeinsam ein Stück spazieren gehen. Die Bänke sollen mit dem Schriftzug Schnackbank gekennzeichnet werden, sodass Begegnungen spontan möglich sind. Angedacht ist, dass es auch feste Zeiten geben kann, zu denen ehrenamtliche Gesprächspartner für eine Plauderei oder Gedankenaustausch auf der Bank bereitsitzen.

So können Sie helfen

Die LN-Leser-Aktion „Hilfe im Advent“ macht sich in diesem Jahr für ehrenamtliche Projekte stark, die sich für das Miteinander einsetzen. Die Spendensammlung der LN und der Sparkasse zu Lübeck findet unter dem Motto „Gemeinsam gegen einsam“ statt.

Mit Hilfe der Lübecker Freiwilligenagentur ePunkt stellen wir Ideen und Projekte vor, die sich uneigennützig im Verein, in der Nachbarschaft oder in anderen Bereichen dafür stark machen, dass sich einsame Menschen nicht mehr isoliert fühlen und wieder Freude am Dasein haben. Der ePunkt sammelt die Spenden der LN-Leser und gibt sie dann an die Ehrenamtlichen weiter.

Der ePunkt ist eine Freiwilligenagentur und setzt sich für soziales Engagement ein.

Der Verein hat seinen Sitz in der Hüxtertorallee 7 in 23564 Lübeck, Telefon 04 51/ 305 04 05. Der ePunkt ist unter der E-Mail info@epunkt-luebeck.de zu erreichen.

Das Spendenkonto:

Sparkasse zu Lübeck

Kontoinhaber: ePunkt e. V.

IBAN:

DE03 2305 0101 0160 5860 87

BIC:

NOLADE 2 1 S P L

Verwendungszweck:

„Spende: Hilfe im Advent“

Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte Name und Adresse bei der Überweisung an. Bei Spenden bis 200 Euro reicht der Überweisungsbeleg als Bescheinigung.

Einsamkeit ist wie eine Krake

„Wir stellen die Schnackbänke als erstes Projekt vor, weil wir finden, dass sie so ein schönes Symbol sind: Manchmal können es ganz einfache Dinge sein, die Menschen helfen, einen Schritt aus der Einsamkeit zu gehen und gemeinsam eine schöne Zeit zu haben“, sagt Geschäftsführerin Stine Nielandt vom ePunkt und weiter: „Wir erleben es tagtäglich bei unserer Arbeit, dass die Isolation vieler Menschen zugenommen hat. Einsamkeit ist wie eine Krake, die sich über das ganze Leben legt.“

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Cornelia Burkhardt, Fachberatung offene Altenhilfe Vorwerker Diakonie, würde sich sehr freuen, wenn eine Schnackbank vor der Begegnungsstätte Mönkhofer Weg stehen könnte.

Cornelia Burkhardt, Fachberatung offene Altenhilfe der Vorwerker Diakonie, befürwortet das Projekt Schnackbänke.

Cornelia Burkhardt, Fachberatung offene Altenhilfe der Vorwerker Diakonie, befürwortet das Projekt Schnackbänke.

„Wir möchten die Schnackbank als offene Tür verstehen“, sagt sie, „ältere Menschen können einfach mal Platz nehmen ein bisschen reden oder ihre Sorgen teilen.“

Einsamkeit und Scham gehören oft zusammen

Kirsten-Bettina Hüls, Leiterin der Begegnungsstätte, betont: „Für ältere Menschen kann so ein niedrigschwelliges Angebot sehr hilfreich sein. Denn häufig ist Einsamkeit auch mit Scham verbunden.“ Doch bei einer Schnackbank müssten die Leute nirgendwo anrufen oder sich anmelden, sondern könnten einfach vorbeischauen. „Wenn dort jemand sitzt, würde ich schauen, ob und wie ich helfen kann: zuhören, plaudern oder sogar in unsere Begegnungsstätte einladen“, sagt Hüls.

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Kirsten-Bettina Hüls, Leiterin der Begegnungsstätte Mönkhofer Weg, findet, dass Schnackbänke neue Möglichkeiten für Kontakte schaffen können.

Kirsten-Bettina Hüls, Leiterin der Begegnungsstätte Mönkhofer Weg, findet, dass Schnackbänke neue Möglichkeiten für Kontakte schaffen können.

Auch am Wegesrand oder in Parks sollen Schnackbänke stehen

Die Schnackbänke sollen im ganzen Stadtgebiet aufgestellt werden. Teilweise würden neue aufgestellt oder auch vorhandene Bänke umgewidmet, also mit einen Schild versehen, so ePunkt. Wie genau Bank und Schild aussehen sollen, das steht noch nicht fest. Weitere Interessenten sind: die Kirchengemeinde Genin, "Wir auf Marli" e.V., Lambda Nord e.V. und andere. So schön die Idee ist, sie kostet auch Geld. Damit die Bänke Wind, Wetter und weiteren Widrigkeiten trotzen, müssen sie stabil sein. "Da kostet eine Bank schnell 1000 Euro", erklärt Katja Nowroth vom ePunkt. Daher sind Spenden dringend nötig.

Die Schnackbänke sind nur eine von vielen Ideen. Bei der Lübecker Freiwilligenagentur ePunkt haben sich viele ehrenamtliche Organisationen und Initiativen beworben, die helfen wollen, dass sich einsame Menschen wieder eingebunden fühlen. Weitere Bewerbungen sind möglich. Der ePunkt sammelt die Spenden der LN-Leser und gibt sie dann an die Verantwortlichen im Ehrenamt weiter.

Von Cosima Künzel

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