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Innenstadt

Lautstark gegen Paragraph 219a

Hannah Küpper (21), Isabel Scholz (20) und Nele Wolf (19) von der Grünen Jugend fordern die Streichung des §219a.

Hannah Küpper (21), Isabel Scholz (20) und Nele Wolf (19) von der Grünen Jugend fordern die Streichung des §219a.

Innenstadt. Unter dem Motto „Lautstark gegen §219a“ haben soziale Institutionen und Parteien am Sonnabend zu einer Kundgebung in der Innenstadt aufgerufen. Die Teilnehmer demonstrierten für die Streichung des Paragraphen 219a. Dieser verbietet die Werbung für den Schwangerschaftsabbruch.

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Hintergrund des bundesweit stattfindenden Aktionstages ist das im Dezember 2018 von der Bundesregierung vorgelegte Eckpunktepapier zur „Verbesserung der Information und Versorgung in Schwangerschaftskonflikten“. Das Papier besagt, dass Ärzte auf ihrer Website keine Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen veröffentlichen dürfen. Es sei ihnen lediglich erlaubt anzugeben, ob sie überhaupt einen Abbruch ausführen würden. Generelle Informationen, Methoden und Risiken hingegen sollen nur auf der Internetseite der Bundesärztekammer und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) zu finden sein. Weil die Angabe von Informationen aber keine Werbung, sondern vielmehr ein Recht sei, fordern die Teilnehmer die Abschaffung des Paragraphen. „Es gibt viel zu viele Vorurteile. Wir Frauen sollten selbst das Recht haben, über unseren Körper zu entscheiden“, sagt Nele Wolf von der Grünen Jugend.

Gabriele Hiller-Ohm (SPD), Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), sagt: „Der Paragraph 219a bestraft Ärzte, die schwangere Frauen über Abbrüche informieren. Aber auch mit dem Eckpunktepapier, das wir von der SPD als Kompromiss mit der Union erstellt haben, wird es Ärzten weiterhin verboten, Frauen Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen bereitzustellen.“ Das einzige, was da helfe, sei die Abschaffung des Paragraphen. „Ich hoffe sehr, dass uns das gelingt!“

Josephine Andreoli

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