Bundespolizei

Lübeck: Junger Mann sorgt für Zug-Notbremsung und randaliert

Am Bahnhof Lübeck wurde am Sonntag ein 29-Jähriger festgenommen, der im Zug randaliert hatte.

Am Bahnhof Lübeck wurde am Sonntag ein 29-Jähriger festgenommen, der im Zug randaliert hatte.

Lübeck. Am Sonntag, 3. Juli, 14.50 Uhr, wurden die Bundespolizisten am Bahnhof Lübeck informiert, dass sich im Zug aus Hamburg eine Person befinde, die andere Reisende bedrohe. Als der Zug gegen 15 Uhr am Gleis 2 einlief und sich die Türen öffneten, sahen die Beamten, wie drei Männer einen am Boden liegenden 29-jährigen Mann sicherten. Der 29-jährige Deutsche hatte zuvor die Notentriegelung einer Tür betätigt, dann mit einer Zugbegleiterin gerangelt, ehe ihn drei Reisendene im Zug zu Boden brachten und an die Bundespolizei übergaben.

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An Gleis 2 wurde der Beschuldigte vom Boden aufgehoben und in Gewahrsam genommen. Auf Befragen der drei Männer durch die Bundespolizisten gab einer an, dass er beobachtet hatte, wie der 29-Jährige eine Scheibe der Notentriegelung eingeschlagen hatte und den Notentriegelungsknopf drückte. Bundespolizei-Sprecher Michael Hiebert: „Der Zug wurde durch die Aktion des Mannes auf freier Strecke zwangsgebremst und kam zum Stehen. Verletzt wurde hierbei niemand.“

Mehrfach aufgefallen, Rangelei mit Zugbegleiterin

Doch der Mann war bereits zuvor aufgefallen: Eine Zugbegleiterin hatte ihn in der ersten Klasse nach der Fahrkarte gefragt. Da er nur eine für die zweite Klasse besaß, sollte er dort hingehen. Der Mann stand auf und ging ohne Widerworte weg. Hiebert: „Bei einer nächsten Runde durch die erste Klasse saß er erneut dort.“ Wieder forderte die Zugbegleiterin den Mann zum Verlassen auf. Doch diesmal wurde er aggressiv, beleidigte sie und drohte mit Schlägen. Als er dann wegging, drohte er weiteren Reisenden Schläge an und beleidigte sie, ehe er dann die Notentriegelung betätigte. Es kam zu einer Rangelei zwischen der Zugbegleiterin und dem renitenten Fahrgast.

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Fahrgäste schritten beherzt ein

Drei männliche Fahrgäste zeigten Zivilcourage und kamen der Frau zu Hilfe. Nachdem sie ihn am Boden gesichert hatten, konnte die Bundespolizei alarmiert werden. Zwei weitere Zeugen meldeten sich bei den Bundespolizisten und zeigte den 29-Jährigen ebenfalls wegen Beleidigung und Bedrohung an.

Auf der Wache wurde der Mann über seine begangen Taten belehrt, er machte von seinem Recht Gebrauch, sich nicht äußern zu wollen. Hiebert: „Aufgrund fehlender Haftgründe wurde der Mann anschließend auf freien Fuß gesetzt.“

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