Polizei

Drei junge Lübecker auf E-Scooter verursachen Unfall – mit Folgen

Gerade erst hat die Polizei in Lübeck wegen vermehrter E-Scooter-Unfälle eine Kampagne gestartet (Symbolfoto). Am frühen Sonnabendmorgen, 30. Juli, stellte die Polizei gleich vier alkoholisierte Fahrer auf zwei Scootern.

Gerade erst hat die Polizei in Lübeck wegen vermehrter E-Scooter-Unfälle eine Kampagne gestartet (Symbolfoto). Am frühen Sonnabendmorgen, 30. Juli, stellte die Polizei gleich vier alkoholisierte Fahrer auf zwei Scootern.

St. Lorenz Süd/St. Lorenz Nord. Derzeit läuft die Kampagne "Sei schlau: Fahr' nicht blau!" der Lübecker Polizei. Mit Plakaten soll präventiv auf die Gefahren der Nutzung von Elektrokleinstfahrzeugen, insbesondere in Verbindung mit der Einnahme von Alkohol oder anderen Drogen, hingewiesen werden. Offenbar ist das nicht überall angekommen. So kam es am Sonnabendmorgen, 30. Juli, in kurzer Zeit zu zwei Verstößen – mit Folgen.

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Zunächst meldete ein Zeuge gegen 6.50 Uhr einen Unfall bei der Polizei. Demnach sollen drei junge Männer sich gemeinsam auf einem Leih-E-Scooter vom Lindenplatz kommend in die Moislinger Allee begeben haben. Kurz vor der Einmündung Karpfenstraße waren sie zu Fall gekommen und gegen ein geparktes Motorrad eines 23-Jährigen gestürzt. Anschließend gingen die drei zu Fuß weiter. Eine Streifenwagenbesatzung des 2. Polizeireviers traf alle drei noch im Nahbereich an und kontrollierte sie.

Drei auf einem Scooter, dreimal Alkohol im Spiel

Es handelt sich um drei junge Lübecker im Alter von 20, 21 und 22 Jahren. Sie bestätigten bei der Kontrolle zwar, zu dritt auf dem Roller unterwegs gewesen zu sein, als Fahrer wollte sich aber keiner zu erkennen geben. Weil bei allen mittels Atemalkoholtest der vorherige Konsum von Alkohol festgestellt wurde (Werte von 0,66, 0,93 und 1,24 Promille), musste sich das Trio einer Blutprobe unterziehen.

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Kürzlich startete die Kampagne der Polizeidirektion Lübeck. Sie setzt auf Aufklärung und auf verstärkte Kontrollen.

Kürzlich startete die Kampagne der Polizeidirektion Lübeck. Sie setzt auf Aufklärung und auf verstärkte Kontrollen.

Strafverfahren steht an

Alle drei müssen sich nun gemeinsam in einem Strafverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung und der Verkehrsunfallflucht verantworten. Außerdem liegt eine Ordnungswidrigkeit nach der Elektrokleinstfahrzeugverordnung vor. Der Verdacht liegt bei einem Verstoß gegen die Bestimmungen der Personenbeförderung. Am Motorrad entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 2600 Euro.

Mit 1,93 Promille über rote Ampel

Nur wenig später fiel einer anderen Streifenwagenbesatzung des 2. Polizeireviers Lübeck gegen 7.15 Uhr in der Meierstraße ein 22-jähriger Lübecker auf, der einen E-Scooter in Schlangenlinien führte. Die Beamten folgten dem jungen Mann die Meierstraße in Richtung Hansestraße. Dort zeigte die Ampel bereits Rot an. Davon unbeeindruckt, überquerte der Lübecker die Kreuzung in Richtung Wisbystraße. Die Polizisten kontrollierten daraufhin den Rollerfahrer. Dabei stellten sie Atemalkohol bei ihm fest. Ein Test ergab einen vorläufigen Wert von 1,93 Promille. Dies hatte die Entnahme einer Blutprobe sowie die Sicherstellung des Führerscheins zur Folge. Gegen den Lübecker wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Führens eines Fahrzeuges unter dem Einfluss alkoholischer Getränke eingeleitet.

Verstärkte Kontrollen

Um die Kampagne weiter bekannt zu machen und noch mehr vor allem junge Menschen zu erreichen, wird die Polizeidirektion Lübeck zukünftig auch in größeren Kontrollen den Fahrzeugverkehr mit einem Schwerpunkt auf E-Scooter verstärkt überwachen.

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