Polizei

Trickdiebe mit neuer Masche in Lübeck und Bad Schwartau unterwegs

Die Trickdiebe, die jetzt in Lübeck und Bad Schwartau unterwegs waren, verlangen kein Geld von Senioren, sondern wollen Geld bei den Opfern aufbewahren. Mit einem Ziel: In die Wohnung zu gelangen und Wertsachen oder Bargeld zu entwenden.

Die Trickdiebe, die jetzt in Lübeck und Bad Schwartau unterwegs waren, verlangen kein Geld von Senioren, sondern wollen Geld bei den Opfern aufbewahren. Mit einem Ziel: In die Wohnung zu gelangen und Wertsachen oder Bargeld zu entwenden.

Lübeck/Bad Schwartau. Wie die Polizei jetzt mitteilt, war es bereits am Donnerstag, 30. Juni, zunächst im Lübecker Stadtteil St. Gertrud und wenig später in Bad Schwartau zum Auftreten von Trickdieben mit neuer Masche gekommen: Unbekannte Männer waren einzeln unterwegs und klingelten an der Wohnung älterer Menschen. Sie gaben vor, bei ihnen einen Briefumschlag mit Bargeld oder ein Bündel Bargeld für eine gewisse Zeit lagern zu wollen.

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Aber: Eigentlich geht es den Tätern nur darum, in die Wohnung zu gelangen und dort Geld oder Wertgegenstände zu stehlen. Die Polizeidirektion Lübeck warnt vor dem aktuellen Hintergrund vor derartigen Trickdieben.

Seniorin war skeptisch und kam unbeschadet davon

Zunächst klingelte gegen 12.15 Uhr ein unbekannter Mann an der Wohnungstür einer 91-Jährigen in der Knud-Rasmussen-Straße in Lübeck. Der Mann grüßte sehr freundlich und teilte der älteren Dame mit, dass er bei ihr einen Briefumschlag mit Geld lagern wolle. Da ihr der Mann fremd war, fragte die alte Dame daraufhin nach dem Grund. Im weiteren Gesprächsverlauf teilte der Mann ihr mit, zu einem späteren Zeitpunkt zurück zu kommen, um die Angelegenheit nochmals zu besprechen. Anschließend entfernte sich der Mann wieder, ohne dass er zuvor die Wohnung betreten hatte. Entgegen seiner Ankündigung kehrte er später jedoch nicht wieder zurück. Das ging für die alte Dame noch einmal glimpflich aus.

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Forsches Vorgehen in Bad Schwartau

Weniger gut ging ein ähnlicher Vorfall am selben Tag in Bad Schwartau aus. Hier klingelte ein fremder Mann an der Wohnungstür eines 94-Jährigen und begrüßte den Senior mit den Worten, dass man sich doch kennen würde. Mit der Begrüßung betrat er auch gleich den Wohnungsflur und ging forsch ins Wohnzimmer. Dort fiel dem Mann dann ein Bündel Bargeld aus der Tasche, und er fragte daraufhin den 94-jährigen Bad Schwartauer, ob er das Geld für zwei Wochen verwahren könne. Danach werde es wieder abgeholt.

Mehrere Hundert Euro aus Kommode gestohlen

Der Bad Schwartauer erklärte sich schließlich einverstanden und legte das Geld im Beisein des Fremden anschließend in eine Kommode im Schlafzimmer. In dieser Kommode bewahrte er auch sein eigenes Geld auf. Kurze Zeit später suchte der Mann dann unter einem Vorwand das Badezimmer auf, wobei er aus dem Blickfeld des 94-Jährigen verschwand. Unter einem weiteren Vorwand, noch etwas aus dem Auto holen zu wollen, verließ der unbekannte Mann kurze Zeit später die Wohnung und kehrte nicht mehr zurück. Im Nachhinein stellte der 94-Jährige fest, dass sein Bargeld, mehrere Hundert Euro, aus der Kommode im Schlafzimmer fehlten. Das dort deponierte Geldbündel des unbekannten Mannes fehlte ebenfalls.

Beschreibung des Lübecker Täters

Zu dem Mann in der Knud-Rasmussen-Straße ist folgende Beschreibung bekannt: Er hatte eine schlanke Statur, war etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß und hatte mittelblonde Haare. Er hatte ein europäisches Erscheinungsbild und sprach fließend Deutsch. Er war mit einer dunklen Hose und einem blauen oder dunklem Hemd bekleidet.

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So sah der Mann in Bad Schwartau aus

Der Mann, der in Bad Schwartau in Erscheinung trat, war etwa 60 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß und hatte graue, kurze Haare. Er hatte ein breites Gesicht und sonnengebräunte Haut. Er sprach fließend Deutsch und war schwarz gekleidet.

Polizei warnt vor dieser neuen Masche

Vor dem aktuellen Hintergrund möchte die Polizei insbesondere ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch deren Angehörige, auf die beschriebene Vorgehensweise aufmerksam machen und noch folgende Hinweise geben: „Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnräume und wenden Sie sich umgehend an den Notruf der Polizei unter der Nummer 110 oder an eine andere Polizeidienststelle, falls Sie von fremden Personen an ihrer Anschrift in ähnlicher Weise angesprochen werden“, so Polizeisprecher Christoph Münzel. Betroffene, die in der Vergangenheit Ähnliches erlebt, aber noch nicht mitgeteilt haben, werden gebeten, dies nachträglich bei einer Polizeidienststelle zu melden.

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