Betrug /<wbr> Energiekrise

Lübecker Polizei warnt Stromkunden vor Telefonabzocke

Die Polizei in Lübeck rät zu Wachsamkeit: Betrüger vermitteln Stromverträge am Telefon.

Die Polizei in Lübeck rät zu Wachsamkeit: Betrüger vermitteln Stromverträge am Telefon.

Lübeck. Das bundesweite Phänomen der Telefonabzocke bei Stromkunden ist in Lübeck angekommen. Auch in der Hansestadt sind betrügerische Fälle bekannt, bei denen augenscheinlich unseriöse Firmen arglose Stromkunden am Telefon auffordern, ihre Zählernummer sowie den aktuellen Zählerstand durchzugeben. Ziel dieser Masche ist, die Verbraucherinnen und Verbraucher unter Vertrag zu nehmen und anschließend einen deutlich höheren Strompreis zu berechnen.

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Lübeckerin bekommt Anruf von angeblichem Energieversorger

Bei der Lübecker Polizei wurden einige Fälle bekannt, in denen Geschädigte unterschiedlicher Altersgruppen telefonisch kontaktiert wurden. Wie die Polizei jetzt mitteilt, ereignete sich der jüngste Fall am vergangenen Dienstag, 4. Oktober. Gegen 10 Uhr erhielt eine 50 Jahre alte Lübeckerin einen Anruf über ihren Festnetzanschluss. Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter eines regionalen Energieversorgers aus und erfragte den aktuellen Zählerstand sowie die Zählernummer.

Gleichzeitig gab er vor, dass die sogenannte EEG-Umlage ausgezahlt werden solle. Da die Geschädigte erst kürzlich in Form einer Rechnung die Anpassung durch ihren tatsächlichen Stromanbieter erhalten hatte, wurde sie misstrauisch und beendete das Gespräch. Ein späterer Anruf beim Energieversorger bestätigte ihren Verdacht. Daraufhin suchte die 50-Jährige die Polizei auf.

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Der Eintrag im Telefonbuch wurde missbraucht

Wie die Betrüger an die Telefondaten der Geschädigten gelangen, lässt sich nicht abschließend nachvollziehen. Im vorgenannten Fall wurde nach jetzigem Kenntnisstand der Eintrag im Telefonbuch missbraucht. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Lübeck wegen des Verdachts des Betruges geführt.

Telefonabzocke: Die Polizei warnt und gibt Tipps

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang und gibt folgende Tipps: Geben Sie am Telefon niemals Zählernummer oder Zählerstand durch. Die Informationsweitergabe könnte zum Wechsel des Stromanbieters führen und als mündlicher Vertrag gelten. Am Telefon geschlossene Verträge sind gültig! Sollten Sie einem Vertragsabschluss zugestimmt haben, widerrufen Sie nach Eingang der Auftragsbestätigung umgehend, und zwar schriftlich, am besten per Einschreiben, innerhalb der Frist, die in der Regel 14 Tage beträgt. Verlangen Sie von dem Anbieter ein postalisch versendetes Formular zum Eintragen der Zählerstände. Sollte der Anbieter unter einem Vorwand weitergehende Informationen erfragen wollen, beenden Sie das Telefonat. Nennen Sie niemals Ihre Kontodaten, wenn Sie den Gesprächspartner nicht kennen.

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