Polizei

Zunehmende Gewalt gegen Polizisten: Zwei neue Fälle in Lübeck

In Lübeck nimmt die Gewalt gegen Polizisten zu. Am Montag, 4. Juli, ereigneten sich in der Hansestadt zwei neue Fälle.

In Lübeck nimmt die Gewalt gegen Polizisten zu. Am Montag, 4. Juli, ereigneten sich in der Hansestadt zwei neue Fälle.

Buntekuh/ St. Gertrud. Die Arbeitsbedingungen von Polizisten sind gefährlich. Das haben erneut zwei Vorfälle am Montag, 4. Juli, in Lübeck gezeigt. In Buntekuh und St. Gertrud wurden drei Polizisten im Zuge einer Verkehrskontrolle und eines Einsatzes angegriffen und verletzt.

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Erster Einsatz: Angriff bei einer Verkehrskontrolle

Am Montagabend wollte eine Streifenwagenbesatzung gegen 22.40 Uhr einen 21-jährigen Lübecker kontrollieren. Dieser fuhr in Schlangenlinien mit einem geliehenen E-Scooter auf der Fahrbahn in Richtung Hamburger Straße durch Buntekuh. Als die Polizei den Rollerfahrer ansprach, fiel den Beamten zudem eine lallende Aussprache des jungen Mannes auf. Trotz mehrfacher Aufforderung hielt der Lübecker nicht an, sondern versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. Um die weitere Flucht zu verhindern, schnitten ihm die Beamten mit dem Streifenwagen den Weg ab. Daraufhin eskalierte die routinemäßige Verkehrskontrolle.

21-Jähriger leistet Widerstand gegen die Polizei

Die Polizei beschreibt die Widerstandshandlungen des Mannes durch fortwährendes Winden und Anspannen der Arme. Aus diesem Grund riefen die Polizeibeamten einen zweiten Streifenwagen zur Unterstützung. Bis die helfenden Polizisten eintrafen, versuchte der Lübecker erneut zu flüchten. Dabei entstand ein Gerangel. Schließlich konnten die Polizisten den 21-Jährigen fesseln, doch zuvor hatte er zwei Beamte leicht verletzt.

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Polizei ermittelt gegen den Lübecker

Die bisherigen Auseinandersetzungen mit der Polizei hielten den 21-Jährigen nicht davon ab, die Beamten zu beleidigen. Womöglich waren bei diesem Vorfall Drogen im Spiel. Ein freiwilliger Drogenschnelltest ergab Hinweise auf den Einfluss von Betäubungsmitteln, weswegen man ihm eine Blutprobe entnahm. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Widerstandes, der fahrlässigen Körperverletzung und der Beleidigung. Hinzu kommt eine zusätzliche Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verdachts des Führens eines Kraftfahrzeuges unter Betäubungsmitteleinfluss.

Zweiter Einsatz: Betrunkener greift Polizisten an

Gegen 23.45 Uhr alarmierte man die Polizei, da in der Hafenstraße ein 51-Jähriger im Gebüsch lag und schlief. Die Polizeibeamten weckten den Mann und stellten fest, dass er alkoholisiert war. Zudem entdeckten sie ein Fahrrad, das auf dem Boden lag, und Blutspuren im Gesicht des Mannes. Daraufhin alarmierten sie einen Rettungswagen. Offenbar wollte sich der 51-Jährige nicht helfen lassen, denn er versuchte immer wieder, auf schwankenden Beinen zu fliehen. Als die Polizisten ihn dazu aufforderten, stehen zu bleiben, schnappte er sich seinen Schlüssel und warf ihn gegen die Stirn eines Polizeibeamten.

Polizisten fesseln den 51-Jährigen

Nach dem Schlüsselwurf brachten ihn die Polizisten zu Boden und fesselten ihn. Selbst die Mitarbeiter des Rettungsdienstes blieben nicht von den Attacken des 51-Jährigen verschont. Während der medizinischen Versorgung versuchte er, diese anzuspucken. Um weitere Spuckattacken zu verhindern, wurde dem Mann ein sogenannter Spuckschutz aufgesetzt. Im Anschluss folgten noch mehrere Beleidigungen, die sich gegen die Beamten richteten. Am Ende brachte man ihn in ein Lübecker Krankenhaus. Dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

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Polizei ermittelt

Zunächst stellten die Polizeibeamten das Fahrrad sicher. Ob er zuvor mit dem Rad gefahren ist, konnte von keinen Zeugen bestätigt werden. Allerdings erwartet den 51-Jährigen ein Verfahren wegen des Verdachts des tätlichen Angriffes auf Vollstreckungsbeamte, der gefährlichen Körperverletzung, der versuchten Körperverletzung und der Beleidigung.

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