Polizei

Lübecker Polizei verzeichnet weitere Häufung von Schockanrufen

Die Polizei warnt erneut vor Schockanrufen.

Die Polizei warnt erneut vor Schockanrufen.

Lübeck. Am Montag kam es im Lübecker Stadtgebiet zu diversen Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten bei überwiegend älteren Menschen. Angeblich sollten Angehörige einen tödlichen Unfall verursacht haben. Zur Abwendung einer Untersuchungshaft sollten hohe Kautionen zwischen 10 000 und 70 000 Euro bezahlt werden. Dank aufmerksamer Bankmitarbeiter konnte dies jedoch verhindert werden und die echte Polizei hinzugezogen werden.

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So erschienen am Montagnachmittag kurz nacheinander zwei ältere Damen, 83 und 87 Jahre alt, aus Lübeck in einer Bankfiliale Bei der Lohmühle, um jeweils höhere Bargeldsummen im fünfstelligen Bereich vom Konto abzuheben. Der Filialleiter und eine Bankmitarbeiterin wurden darauf hin hellhörig und informierten unmittelbar die Polizei. Zu einer Geldauszahlung kam es nicht. Denn: In beiden Fällen wurden den Rentnerinnen ein durch einen Angehörigen verursachter Unfall vorgetäuscht. Und um eine Haft für den Angehörigen zu verhindern, solle unbedingt eine Kaution aufgebracht werden.

Von 78-Jähriger wurden Schmuck, Bargeld und Gold gefordert

Zuvor war eine 66-Jährige aus der Hansestadt in einer Bankfiliale am Kaufhof erschienen und schilderte einen ähnlich gelagerten Sachverhalt. Auch hier war die Bankmitarbeiterin aufmerksam und verhinderte zum Glück eine Auszahlung.

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Etwas energischer forderten die Anrufer von einer 78-jährigen Lübeckerin alles an Schmuck, Bargeld und Gold, was sie aufbringen konnte. Nur dann würde man ihren Mann aus der Haft entlassen können. Sie sollte mit einem Taxi abgeholt und zum Amtsgericht Hamburg gefahren werden. Just, als das vermeintliche Taxi vorgefahren war, erschien auch der Ehemann zu Hause. So flog der fiese Betrug auf, und das Ehepaar kam mit einem gehörigen Schrecken davon.

Lübecker Polizei gibt Präventionshinweise

Insgesamt kam es noch zu diversen weiteren Vorfällen am selben Tag. Zum Glück blieb es lediglich bei Versuchen; Bargeld konnte in keinem Fall erlangt werden. Mittlerweile gehen die Betrüger so energisch und überzeugend vor, dass die Geschädigten derart eingeschüchtert sind und trotz des Wissens über die Masche darauf hereinfallen. Die Polizei gibt daher aus aktuellem Anlass abermals folgende Präventionshinweise:

So werden Bürgerinnen und Bürger generell nicht von Polizeibeamten dazu aufgefordert, die Polizei unter einer anderen Rufnummer zurückzurufen. Die Polizei verlangt am Telefon auch nicht die Zahlung einer Kaution oder die Herausgabe von Wertsachen, weder per Überweisung noch per persönlicher Abholung oder Aushändigung.

Im Zweifelsfall sollte Gespräch immer beendet werden

Es wird dazu geraten, sich den Namen und den Dienstort des anrufenden Beamten oder angeblichen Mitarbeiters zu notieren. Im Zweifelsfall sollte das Gespräch auch immer beendet werden. Unbedingt hilfreich ist es ebenso, den Angehörigen, der angeblich Verursacher eines Unfalls gewesen sein soll, sofort direkt anzurufen, um die Angaben zu verifizieren.

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Außerdem rät Lübecks Polizeisprecher Maik Seidel: „Notieren Sie sich die Rufnummer Ihrer zuständigen Polizei neben dem Telefon. Rufen Sie die Polizei oder das Unternehmen über die Amtsnummer an, und lassen Sie sich direkt mit dem namentlich genannten Beamten oder Mitarbeiter verbinden. Machen Sie am Telefon keine Angaben über persönliche Daten und Ihre persönlichen Verhältnisse. Insbesondere geben Sie keine sensiblen Daten, wie Kontoverbindungen, TAN-Nummern oder Passwörter weiter.“

Von mho

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