Hilfe im Advent 2022

Begegnungsstätte Café Salut der Lübecker Heilsarmee bietet Trost und Wärme

Krimhildt Saalmann (links) und Liane Namnick sitzen in der Begegnungsstätte Café Salut der Heilsarmee. Der Leiter des Cafés, Peter Huth, bringt ihnen einen Kaffee.

Krimhildt Saalmann (links) und Liane Namnick sitzen in der Begegnungsstätte Café Salut der Heilsarmee. Der Leiter des Cafés, Peter Huth, bringt ihnen einen Kaffee.

Lübeck. Es ist ein harter Winter für bedürftige Menschen. Auch im Café Salut der Heilsarmee ist das spürbar. Die Begegnungsstätte, An der Untertrave 48, hat daher jetzt drei Stunden länger geöffnet. Das hilft den Gästen. Nicht nur, weil es dort warm ist oder es günstige Mahlzeiten gibt. Die Begegnungsstätte ist für viele ein Trost, ein Lichtblick, ein Stück Hoffnung. Die Spendenaktion der LN-Leser "Hilfe im Advent" 2022 sammelt in diesem Jahr Spenden, um die Not bedürftiger Menschen so gut wie möglich zu lindern.

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„Ich habe das für den ganzen Monat durchgerechnet“, sagt Liane Namnick, „wenn ich ganz sparsam bin, kann ich unter der Woche jeden Mittag hier essen.“ Das Mittagessen kostet zwei Euro. Die ältere Dame bekommt eine kleine Rente und Witwenrente. „Das Geld reicht dann ganz knapp, mehr kann ich mir aber nicht erlauben“, betont sie und sitzt an diesem kalten Wintervormittag lange vor einem Glas Wasser in dem warmen etwa 40 Quadratmeter großen Raum.

Ein gemütlicher Raum am Rande der Lübecker Altstadt

Aus dem Fenster kann man auf die Straße An der Untertrave schauen. Blumentöpfe stehen in der Fensterbank und auf einem Tisch steht eine Kiste mit Bücherspenden. Ein Rundbogen teilt den Raum, weiter hinten ist der Tresen. Dort schreibt der Leiter der Begegnungsstätte eine Einkaufsliste mit Rosemarie Scharf (61), Leiterin der Heilsarmee Lübeck. Leiter Peter Huth (45) teilt sich die Schicht von 7 bis 17 Uhr mit anderen Mitarbeitern von der Heilsarme. Er mag seine Arbeit: „Es macht mir Freude, mich mit den Leuten hier zu unterhalten und für sie da zu sein.“

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Caféleiter Peter Huth und Rosemarie Scharf, Leiterin der Heilsarmee Lübeck, stehen hinter dem Tresen und schreiben eine Einkaufsliste.

Caféleiter Peter Huth und Rosemarie Scharf, Leiterin der Heilsarmee Lübeck, stehen hinter dem Tresen und schreiben eine Einkaufsliste.

Das Café soll auch Wärmestube sein

Rosemarie Scharf betont, dass es im Salut nicht nur günstiges Essen für jeden Gast gibt. „Das Café soll auch Wärmestube für Wohnungslose, Rentner und andere Bedürftige sein, die es sich nicht mehr leisten können, ihre Wohnung zu heizen.“

Hilfe im Advent 2022: So können Sie helfen

So können Sie helfen

Die Aktion „Hilfe im Advent“ 2022 macht sich diesmal für Menschen stark, die es in diesem Winter besonders schwer haben. Vielen fehlt es schon jetzt an den grundlegendsten Dingen. Das Motto der Spendenaktion der LN-Leser lautet jetzt in der Adventszeit daher „Essen, Kleidung, Wärme, Licht – So kommen wir gemeinsam durch den Winter“. Wir stellen in der Adventszeit Vereine und Initiativen vor, die dabei helfen, die Not bedürftiger Menschen so gut wie möglich zu lindern. So wie die Lübecker Tafel, die Begegnungsstätte Café W.u.T., die Lübecker Flüchtlingshilfe oder die Heilsarmee.

Gemeinsam mit der Freiwilligenagentur ePunkt und in Kooperation mit der Sparkasse zu Lübeck möchten wir zeigen, wie diese Menschen in unserer Stadt Solidarität erfahren und aufgefangen werden; sei es mit einer warmen Mahlzeit, mit Kleiderspenden oder auch einer großen Portion Herzensgüte. Bitte, liebe LN-Leser, helfen Sie uns mit Ihrer Spende, damit diese Menschen gut durch die kalte Jahreszeit kommen und danach wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Vielen Dank!

Das Spendenkonto: Sparkasse zu Lübeck

Kontoinhaber: ePunkt e. V.

IBAN: DE18 2305 0101 0160 6546 87

BIC: NOLADE 2 1 S P L

Verwendungszweck: „Spende: Hilfe im Advent“

Die Spender werden in den Lübecker Nachrichten genannt. Wenn Sie das nicht möchten, vermerken Sie im Verwendungszweck „bitte anonym“. Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte Namen und Adresse bei der Überweisung an. Bei Spenden bis 300 Euro reicht der Überweisungsbeleg als Bescheinigung.

Die Begegnungsstätte gehöre zu einer Kooperation, die ein enges Versorgungsnetz für Hilfsbedürftige schaffe, erklärt sie. Jüngst hat die Stadt über alle Notunterkünfte und Hilfsangebote informiert. Der Leiterin der Heilsarmee fällt es nicht leicht zu sagen, wer alles ins Café kommt. Das Wort Bedürftige beschreibe die Vielzahl der Menschen aber recht gut. "Bedürftig kann auch ein Selbstständiger sein, der plötzlich seine Energiekosten nicht mehr bezahlen kann", sagt sie.

Die Heilsarmee Lübeck ist in der Engelsgrube 62-64 (Foto). Das Café Salut befindet sich am Ende der Straße, An der Untertrave 48.

Die Heilsarmee Lübeck ist in der Engelsgrube 62-64 (Foto). Das Café Salut befindet sich am Ende der Straße, An der Untertrave 48.

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Ehrenamtliche Helfer werden gesucht

Dringend gebrauchen kann die Heilsarmee Lübeck Unterstützung in Form von Geldspenden und ehrenamtlicher Arbeit. „Es wäre schön, wenn wir zu Weihnachten ein paar Geschenke für die Leute hier, Kekse und Kaffee kaufen könnten. Auch Schlafsäcke und Isomatten werden gebraucht, all sowas halt“, sagt die Leiterin. Herzlich willkommen sind auch ehrenamtliche Helfer, die Lust haben im Café für ein bisschen Geselligkeit zu sorgen: Spielen, Plaudern, Zuhören.

Die Heilsarmee Lübeck

Die Heilsarmee: Als christliche Bewegung auf der ganzen Welt ist die Heilsarmee evangelische Freikirche und Hilfsorganisation. Im Jahr 1865 wurde sie von Methodistenprediger William Booth gegründet. In der Hansestadt Lübeck gibt es die Heilsarmee seit 1902. Dazu gehören eine Gemeinde (Korps), ein Wohn- und Übernachtungsheim für Männer und die Begegnungsstätte.

Die Begegnungsstätte Salut, An der Untertrave 48, der Heilsarmee ist aktuell täglich von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Ergänzend steht der Gemeindesaal der Heilsarmee als Wärmestube in der Engelsgrube 62-64 täglich von 17 bis 20 Uhr zur Verfügung. Zudem werden Schlafsäcke und warme Kleidung ausgegeben.

Das Gefühl nicht ganz allein zu sein

„Es ist schön, hier Leute zu treffen“, sagt auch Krimhildt Saalmann (64). Sie sitzt gegenüber von Liane Namnick, und die beiden sehen sich fast jeden Tag im Café. Die Frührentnerin wohnt allein und hat eine lange Krankengeschichte. Auf die Frage, ob sie sich manchmal einsam fühle, antwortet sie mit einem langen traurigen Blick. Sie ringt um Worte. Ihre Augen glänzen. Als Peter Huth einen Kaffee bringt, lässt sich ein kleines Lächeln auf ihren Lippen erahnen.

Das Café Salut befindet sich in der Straße An der Untertrave.

Das Café Salut befindet sich in der Straße An der Untertrave.

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„Wer hier Hilfe braucht, der bekommt Hilfe“

Inzwischen hat sich das Café gefüllt. Es ist Mittagzeit. Peter Huth kennt die meisten Leute hier. Er arbeitet seit drei Jahren im Café. Das Salut gibt es bereits seit 2008. In Schnitt kommen 30 bis 50 Leute am Tag. „Hier sind alle gleich“, sagt der 45-Jährige, „es ist egal, wie man aussieht, aus welchem Land man kommt oder wer man ist. Wer hier Hilfe braucht, der bekommt Hilfe.“

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