Krieg in der Ukraine

So können Lübecker den Menschen in der Ukraine helfen

Im Schuppen F auf der Nördlichen Wallhalbinsel haben Flüchtlingshilfe und Marien-Pastor Robert Pfeifer bereits tonnenweise Sachspenden für Menschen aus der Ukraine gesammelt und verladen. Es gibt in Lübeck diverse Möglichkeiten, zu helfen.

Im Schuppen F auf der Nördlichen Wallhalbinsel haben Flüchtlingshilfe und Marien-Pastor Robert Pfeifer bereits tonnenweise Sachspenden für Menschen aus der Ukraine gesammelt und verladen. Es gibt in Lübeck diverse Möglichkeiten, zu helfen.

Lübeck. Etliche Transporte mit Sachspenden sind bereits auf dem Weg nach Polen oder an die ukrainische Grenze, doch auch in den kommenden Tagen und Wochen werden Hilfsgüter gebraucht. Auch Geldspenden werden dringend benötigt.

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Spendenstand der Ukrainehilfe am UKSH bereits über 1,2 Millionen Euro

Die Aktion „UKSH hilft Ukraine“ hat seit dem 2. März drei Hilfstransporte in die Ukraine gesendet. Ein weiterer Transport ist für den 12. April angesetzt. Aufgrund des überwältigenden Spendenaufkommens von inzwischen mehr als 1,2 Millionen Euro können Medikamente, Medizintechnik (unter anderem Inkubatoren) und Verbrauchsmaterial auf direktem Weg aus Schleswig-Holstein in die Ukraine geliefert werden. Zuletzt belieferten Lkw am 31. März die Krankenhäuser in Lwiw, Iwano-Frankiwsk, Schytomyr und Winnyzja.

Der nächste Transport beinhaltet dann auch eine große Spende von Dräger. Sie umfasst Narkose- und Beatmungsgeräte, Monitore sowie Inkubatoren. Darüber hinaus gehen auch medizinisches Zubehör und FFP2-Masken in die Ukraine. Um die vielfältigen Unterstützungsangebote zu koordinieren, hat das UKSH eine Taskforce geschaffen. Dr. Hryhoriy Lapshyn, Oberarzt der Klinik für Chirurgie am Campus Lübeck, steht in direktem Kontakt mit dem ukrainischen Gesundheitsministerium und erfährt, welche Güter zielgerichtet benötigt werden.

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„Wir sind von dieser Welle der Hilfsbereitschaft sehr berührt und dankbar dafür, dass sich so viele Mitarbeitende, Freunde und Partner so stark für die Menschen in Not einsetzen und das unfassbare Leid lindern helfen. Wir machen weiter!“, sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender (CEO) des UKSH. Einen täglich aktualisierten Überblick über das Engagement sowie die Spenderinnen und Spender sowie über die Spendenmöglichkeiten gibt es unter www.uksh.de/ukrainehilfe sowie unter www.uksh.de/ukrainehilfe/danke.

Mit großer Solidarität haben die Mitarbeitenden des UKSH 44 Pflegekräfte aus der Ukraine willkommen geheißen, die sich bereits vor Ausbruch des Krieges am UKSH beworben haben – 31 von ihnen auf dem Campus Lübeck und 13 auf dem Campus Kiel. Derzeit vermittelt das UKSH unter seinen Mitarbeitenden Patinnen und Paten, die bei der Orientierung am neuen Arbeitsplatz sowie in Kiel und Lübeck helfen. Koordiniert über die Taskforce unterstützt das UKSH bei der Vermittlung von Wohnraum, organisiert Einkaufsgutscheine und Sprachkurse, hilft, die mobile Erreichbarkeit sicherzustellen und vieles mehr. Gleichzeitig kümmern sich die Helferinnen und Helfer um die Integration arbeitssuchender Flüchtlinge in den verschiedensten Einheiten des UKSH. Geplant ist dazu auch ein eigener Ausbildungskursus über die UKSH-Akademie.

„Unsere besondere Verantwortung gilt genauso den Patientinnen und Patienten, die in der Ukraine nicht mehr versorgt werden können. Wir beteiligen uns an der medizinischen Versorgung von Kriegsversehrten und Geflüchteten“, sagt Prof. Scholz. In Kiel und Lübeck versorgt das UKSH derzeit 185 ukrainische Patientinnen und Patienten, darunter Kinder mit Krebserkrankungen, deren Therapien in der Ukraine aufgrund des Krieges nicht fortgesetzt werden können. Aktuell bereitet sich das Klinikum auch auf Verlegungen schwerstkranker Patientinnen und Patienten vor, wie das UKSH sie während der Covid-Pandemie erfolgreich durchgeführt hat. Auch das Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) des UKSH baut sein Angebot als Anlaufstelle für Geflüchtete aus.

Alle Informationen zu Spendenmöglichkeiten (auch via PayPal) über den UKSH Freunde- und Förderverein finden sich unter www.uksh.de/ukrainehilfe

Spendenkonto zur Aktion UKSH Gutes tun! „UKSH hilft Ukraine“

Empfänger: UKSH WsG e.V.

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IBAN: DE75 2105 0170 1400 1352 22

BIC: NOLADE21KIE

Wichtig: Ihre Angabe im Verwendungs-Zweck: FW14042: UKSH hilft Ukraine

So sammelt das DRK direkt für die Menschen in der Ukraine: Deutsches Rotes Kreuz,IBAN: DE 6337 0205 0000 0502 3307, BIC: BFSWDE33XXX, Spendenzweck „Nothilfe Ukraine“.

Die Universität unterstützt ukrainische Studierende und Forschende: Zahlreiche Hilferufe aus der Ukraine erreichen die Universität zu Lübeck (UzL). Es werden Studierende und Wissenschaftler jetzt schnell und unbürokratisch unterstützt, zum Beispiel durch Laborarbeitsplätze, Sprachkurse, Studienprogramme oder Notebooks. Hierzu hat die Universität die Spendenaktion "Lübeck aktiv für die Ukraine" gestartet. Spenden an: Empfänger: Universität zu Lübeck, Stichwort: Lübeck aktiv für die Ukraine, Sparkasse zu Lübeck, IBAN: DE23 2305 0101 0162 9645 55.

Der Verein Flüchtlingshilfe hat im Schuppen F, Willy-Brandt-Allee 21, bereits tonnenweise Hilfsgüter gesammelt. In der Woche ab dem 7. März sollen die ersten Hilfstransporte durch Speditionen starten. Gesucht werden neben Spenden (vor allem Hygieneartikel) auch Helferinnen und Helfer, die das Team beim Packen und Beladen unterstützen. Sie können sich zu den Öffnungszeiten – montags von 10 bis 15 Uhr, mittwochs von 10 bis 14 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr – im Schuppen F melden. Zu diesen Zeiten können auch Hilfsartikel abgegeben werden. Weitere Infos bei der Flüchtlingshilfe.

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Der Malteser Hilfsdienst betreut und versorgt ebenfalls Flüchtlinge aus der Ukraine. Dabei bekam er jetzt Unterstützung von der Lübecker Firma Bodo Wascher: 20 neue Feldbetten, 200 FFP2-Masken, 500 Schnelltests und einen Wertgutschein über Hygieneartikel überreichte Carolin Hoyer jetzt an Melanie Eichhorn und Sven Freitag von den Maltesern. Den Flüchtlingen, so Melanie Eichhorn, fehle es derzeit vorrangig an Babynahrung und Hygieneartikeln. Besonders erschüttert und zugleich bestärkt in ihrem Ehrenamt hat Melanie Eichhorn ein Transporter, der nachts plötzlich vor der Notunterkunft stand. Neben Frauen und Kindern war auch ein vier Wochen alter Säugling an Bord, der per Sonde ernährt wurde. Auf dem schwarzen Transporter stand in großer russischer Schrift das Wort Baby, damit sie auf der Flucht nicht beschossen werden.

Sven Freitag ergänzt, dass es ohne das Ehrenamt derzeit nicht funktionieren würde. Am Anfang benötigten die Hilfsdienste wie die Malteser, das DRK oder die Johanniter sehr viel Personal aus dem Ehrenamt, um sich auf die Lage einzustellen. Mittlerweile laufe alles schon koordinierter, und das feste Personal könne übernehmen. Dennoch sei das Ehrenamt sehr wichtig. Freitag: „Viele meiner Kolleginnen und Kollegen arbeiten ehrenamtlich von morgens um 7 Uhr bis spät in die Nacht.“

Dringend benötigt werden derzeit auch Übersetzer. Die Grundkommunikation funktioniere bereits mit Händen und Füßen sowie dem Google-Übersetzer, erklärt Melanie Eichhorn. Sie hat sich ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Übersetzern aufgebaut. Vor allem die langen Gespräche für die Koordinierung der Behördengänge schlauchten derzeit aber alle Freiwilligen. Daher könne sich jeder melden, der Russisch oder Ukrainisch kann und helfen möchte. Viele Flüchtlinge kämen aus der Ostukraine und könnten beide Sprachen verstehen. interpretieren. Auch die Unternehmensgruppe Bodo Wascher wolle weiter helfen, versichert Carolin Hoyer: „So wurden bereits Kontakte zu zwei russisch und ukrainisch sprechenden Kollegen hergestellt.“

Wer den Malteser Hilfsdienst bei der Ukraine-Hilfe unterstützen möchte, kann sich unter Telefon 04 51/ 40 79 78 50, mobil unter 01 51/ 25 32 13 24, per Fax unter 04 51/ 40 79 78 59 oder per Mail an: sven.freitag@malteser.org melden. Infos unter www.malteser.de.

Hilfsaktion an Schuppen F

Lkw werden mit Hilfsgütern für ukrainische Waisenkinder beladen

Das Forum für Migrantinnen und Migranten hat unter dem Stichwort #LübeckForUkraine Babynahrung und Hygieneartikel gesammelt, die von einer privaten Initiative zum DRK Rumänien gebracht werden. Es ist ein erster Test, weitere Aktionen sollen folgen. Ab sofort ist zudem ein Spendenkonto des Forums für Migrantinnen und Migranten freigeschaltet. Es hat die IBAN: DE19 2305 0101 0160 6046 17, Kennwort: LübeckForUkraine. Mit den Spenden sollen Privatinitiativen unterstützt werden, die Sachspenden in die Krisengebiete liefern. Zudem möchte das Forum neu in Lübeck ankommende Schutzsuchende mit einem "Willkommenspaket" oder einer "Willkommenstasche" unterstützen. Mehr Informationen dazu unter www.forum-hl.de.

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Die Hansestadt Lübeck hat zwecks zielgerichteter Koordinierung der Hilfen in Lübeck eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, die Lübecker wie folgt kontaktieren können: E-Mail: ukraine-hilfen@luebeck.de oder unter der Telefonnummer 04 51/122 20 40.

Von ln

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