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92-Millionen-Bauprojekt

So sieht der neue Trave-Campus in Lübeck aus

Lübeck bekommt einen Trave-Campus: Entworfen haben ihn  Landschaftsarchitekt Horst Kübert (l.) und Architekt Simon Winter.

Lübeck bekommt einen Trave-Campus: Entworfen haben ihn Landschaftsarchitekt Horst Kübert (l.) und Architekt Simon Winter.

Lübeck.Ein riesiges Projekt: Das neue Ausbildungszentrum entsteht auf dem Areal der alten Ziegelei. Die Adresse: Kronsforder Landstraße 60 bis 68. „Es ist das größte Bauvorhaben einer Handwerkskammer in Deutschland“, macht Hauptgeschäftsführer Andreas Katschke die Dimension klar. Denn auf dem Campus werden täglich 700 junge Auszubildende im Alter von 18 bis 20 Jahren unterrichtet. Teilweise übernachten die Lehrlinge mehrere Wochen dort. Hinzu kommen Besucher des Fortbildungszentrums.

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Jetzt steht fest, welches Gesicht der neue Trave-Campus haben soll. „Wir haben uns sehr klar für diesen Entwurf entschieden“, sagt Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos). Er wurde aus 23 Arbeiten ausgewählt von einer Jury. Zwei Büros aus München haben gewonnen: Köhler Architekten und Kübert Landschaftsarchitekten. „Die Architektur ist sehr offen und sehr transparent.“ Von der Handwerkskammer lobt Vizepräsident Ralf Stamer: „Es ist eine unmodische Architektursprache, die den Campusgedanken gut zum Ausdruck bringt.“ Und Geschäftsführer Dietmar Scharmacher betont: „Das war eine komplexe Aufgabe.“

Blick von oben: So soll der neue Trave-Campus der Handwerkskammer aussehen. Der Entwurf stammt von Köhler Architekten und Kübert Landschaftsarchitekten aus München.

Blick von oben: So soll der neue Trave-Campus der Handwerkskammer aussehen. Der Entwurf stammt von Köhler Architekten und Kübert Landschaftsarchitekten aus München.

Großer Campus-Platz

Der Plan: Auf dem fünf Hektar großen Grundstück entstehen fast 40 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Auf dem Areal werden drei große Gebäudekomplexe errichtet. Jedes Gebäude ist ein Quadrat und hat einen Innenhof. Angeordnet werden die Gebäude in einem losen Dreieck. Sie umrahmen einen großen Campusplatz.

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Der Clou dabei: Dieser Campus-Platz erstreckt sich auf einem Sockel – dem Garten-Geschoss. „Wir wollten eine Plattform schaffen“, erklärt Architekt Simon Winter. Dieses Geschoss entsteht, weil das Grundstück vier Meter abfällt – von der Kronsforder Landstraße in Richtung Landschaft. In diesen Mini-Hügel ist das Garten-Geschoss hinein gebaut. Es verbindet alle drei Gebäude unterirdisch. Darin eingelassen sind Bodenfenster, die die Räume darunter erhellen. Zugleich entsteht auf dem Platz ein Campus-Charakter.

Campus-Platz in der Mitte

Haus Nummer eins liegt an der Kronsforder Landstraße Ecke Wasserfahr. Das ist das Entree zum Trave-Campus. Darin sind Büros der Verwaltung und Räume für Seminare untergebracht. Es ragt zwei Geschosse empor. Daneben ist ein großer Parkplatz vorgesehen, der entlang der Wasserfahr liegt – versehen mit Bäumen.

Haus Nummer zwei liegt neben dem Parkplatz und etwas weiter von der Wasserfahr entfernt. Dort ist das Herzstück des Campus untergebracht: die Werkstätten. Das Gebäude wird drei Geschosse hoch. Haus Nummer drei ist in Richtung der angrenzenden Wohnhäuser platziert. Es ist das Gästehaus mit gut 200 Zimmern und 500 Betten. Es hat vier Geschosse.

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Baustart 2022

So geht es weiter: Jetzt verhandelt die Handwerkskammer mit dem Architekten-Büro – etwa bis Juni. Eingeladen sind auch die Architekten, die auf Platz drei gelandet sind. Ein zweiter Platz wurde nicht vergeben. Bei den Gesprächen geht es um die konkrete Planung. Danach werden die Verträge unterschrieben.

Der Zeitplan: Baustart ist 2022. Fertig soll alles 2026 sein. Dann zieht die Handwerkskammer um und verlässt den Priwall. Dort haben die Berufsbildungsstätte und die sechs Landesberufsschulen bislang ihre Adresse. An dem neuen Standort wird zudem das Fortbildungszentrum untergebracht, das derzeit in drei Gebäuden an der Konstinstraße beheimatet ist.

Millionen von Land und Bund

Die Kosten: Das Großprojekt kostet 92 Millionen Euro. Davon zahlt das Land 38 Millionen, der Bund wird voraussichtlich 31 Millionen übernehmen. Die restlichen 23 Millionen Rest muss die Handwerkskammer selbst aufbringen und teils finanzieren.

Josephine von Zastrow

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