Großereignis der Segler

Travemünder Woche: Polizei zieht positive Bilanz

War wohl eines der heftigsten Vorkommnisse der Travemünder Woche: die Massenschlägerei am Grünstrand am Sonntag, 24. Juli. Insgesamt ziehen Landes- und Bundespolizei jedoch eine positive Bilanz.

War wohl eines der heftigsten Vorkommnisse der Travemünder Woche: die Massenschlägerei am Grünstrand am Sonntag, 24. Juli. Insgesamt ziehen Landes- und Bundespolizei jedoch eine positive Bilanz.

Travemünde. Nach dem krönenden Abschluss der Travemünder Woche mit einem großen Feuerwerk am Sonntagabend, 31. Juli, zieht die Polizeidirektion Lübeck ein positives Fazit. Laut Polizeisprecherin Claudia Struck lässt sich das Großereignis, das durchgängig gute Besucherzahlen aufwies, als ruhig bezeichnen.

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„Die Einsatzkräfte der Polizei standen den Besucherinnen und Besuchern auf der gesamten Veranstaltungsfläche zu Fuß, erstmals als Fahrradstreife auf dem Priwall und natürlich im Boot auf dem Wasser als Ansprechpartner zur Verfügung“, sagt Struck. Die polizeilichen Themen seien vielfältig gewesen und hätten von der Annahme von Fundsachen, über präventive Gespräche in Sachen Handtaschendiebstahl bis hin zur Lotsung ortsunkundiger Urlaubsgäste gereicht.

48 Straftaten, 25 Platzverweise

Während der Travemünder Woche seien insgesamt 48 Straftaten registriert worden. 26 davon seien sogenannte Rohheitsdelikte gewesen (2019: 30). Es wurden 25 Platzverweise (2019: 44) infolge störenden Verhaltens ausgesprochen, wobei fünf der Personen den polizeilichen Aufforderungen nicht nachkamen und in Gewahrsam genommen werden mussten.

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Weniger Alkohol bei Kindern und Jugendlichen

Darüber hinaus kontrollierten Jugendschutzstreifen der Hansestadt Lübeck auch in diesem Jahr Kinder und Jugendliche und sprachen diese gezielt auf den Konsum von Alkohol an. „Die präventiven Gespräche wurden sehr gut angenommen“, sagt Struck. „Erfreulich ist, dass kaum Kinder und Jugendliche unter dem Einfluss von Alkoholika angetroffen wurden oder alkoholische Getränke mitführten.“

Auch die Bundespolizei ist zufrieden

Die Bundespolizeiinspektion Kiel zieht ebenfalls eine positive Bilanz. Das Einsatzkonzept der Bundespolizei sah eine hohe Präsenz von Einsatzkräften im Lübecker Hauptbahnhof und am Strandbahnhof Travemünde vor. Schwerpunkte waren auch in diesem Jahr die beiden Veranstaltungswochenenden: Hier waren bis zu 100 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten im Einsatz, in den Abendstunden begleiteten sie die Züge von und nach Travemünde. „Die Anzahl der Bahnreisenden, vor allem in den Abendstunden, war deutlich geringer als vor Corona“, bilanziert Bundespolizei-Sprecher Michael Hiebert. Er und seine Kolleginnen wie Kollegen loben alle Reisenden: „Sie alle haben sich vorbildlich gezeigt.“

Etliche Anzeigen wegen Körperverletzung

Es sei zu keinen nennenswerten Zwischenfällen an oder in den Zügen gekommen, während der gesamten Travemünder Woche seien im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei knapp 366 „polizeiliche Maßnahmen“ angefallen – überwiegend Identitätsfeststellungen, Platzverweise, Durchsuchungen und sogenannte Gefährder-Ansprachen. Das waren allerdings mehr als 2019, wo man 289 Fälle notierte. Das Straftatenaufkommen habe mit 28 Delikten auf dem gleichen Niveau wie 2019 (27) gelegen – dabei habe es sich insbesondere um Anzeigen wegen Körperverletzung gehandelt. Hiebert berichtet von „vielen Reisenden aus aller Welt“, von denen es immer wieder freundliche Worte für die Beamtinnen und Beamten gegeben habe.

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Teamwork zwischen Stadt, Polizei und Bundespolizei

Hiebert lobt die unkomplizierte und gute Zusammenarbeit mit den Lübecker Behörden. Auch die Polizeidirektion Lübeck betont das Teamwork. Claudia Struck: „Besonders hervorzuheben ist, dass der sichere Ablauf und die effiziente Bewältigung der verschiedenen Einsatzlagen nicht zuletzt durch die gewohnt gute Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Ordnungsdienst, Mitarbeitenden des Kinder- und Jugendschutzes sowie der Bundespolizei gewährleistet werden konnte.“

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