Putins Krieg

Ukraine-Krieg: So können Sie mit dem ePunkt und den Lübecker Nachrichten helfen

Krieg in der Ukraine: Die Freiwilligenagentur ePunkt startet mit den Lübecker Nachrichten die Aktion „LN hilft“: Kerstin Merk, Stine Nielandt und Melanie Wienicke (von links) halten ein Plakat mit Hilfsaktionen in den Händen.

Krieg in der Ukraine: Die Freiwilligenagentur ePunkt startet mit den Lübecker Nachrichten die Aktion „LN hilft“: Kerstin Merk, Stine Nielandt und Melanie Wienicke (von links) halten ein Plakat mit Hilfsaktionen in den Händen.

Lübeck. Viele Lübecker wollen angesichts des Krieges in der Ukraine helfen. Doch was wird jetzt wirklich benötigt und was ist direkt in Lübeck möglich? Mit der Aktion "LN hilft" wollen die Lübecker Nachrichten mit der Freiwilligenagentur ePunkt direkt in der Hansestadt aktiv werden. Gemeinsam werden wir Aktionen vorstellen und begleiten, Helfer und Projekte vernetzen, Ideen sammeln und so ein starkes Zeichen der Solidarität für die Menschen aus der Ukraine setzen.

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„Auch wir stehen fassungslos der Tatsache gegenüber, dass der Krieg Einzug in Europa gehalten hat“, sagt Stine Nielandt von der Freiwilligenagentur ePunkt. Doch Fassungslosigkeit bedeute nicht Tatenlosigkeit, so die Geschäftsführerin. „Aus den vielen Krisen der vergangenen Jahre haben wir etwas Wichtiges gelernt: Wir sind nicht hilflos. Wir können Gutes bewirken. Damit das gelingt, müssen die Hilfsangebote gebündelt und koordiniert werden.“

Hilfe für Geflüchtete jetzt wichtig

Wichtig ist dabei aktuell die Hilfe für Geflüchtete. Laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind bereits mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine geflohen, nach erst einer Woche Krieg. Dieser Umfang sei in diesem Jahrhundert ohne Beispiel, so das UNHCR. Noch sind nur wenige Flüchtlinge in Lübeck angekommen. "Aber sobald sie bei uns sind, werden wir ihnen helfen", sagt Stine Nielandt, "wir erstellen einen Verteiler, den wir aktivieren können, sobald klar ist, wo helfende Hände benötigt werden."

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Hilfe beim Dolmetschen, bei Fahrdiensten oder Unterkunft

Wer mitmachen möchte, kann sich beim ePunkt registrieren. In einem kurzen Fragebogen können Interessierte ihren Kontakt hinterlassen und ankreuzen, welche Hilfe sie anbieten: Ankommens-Patenschaft, Dolmetschen, Fahrdienst, Unterkunft und mehr sind möglich. "Wir nehmen alle Helfer in eine Liste auf und vernetzen sie mit den Organisationen, Vereinen, Initiatoren", erklärt Nielandt, "aktuell haben sich schon über 100 Leute registriert."

Geflüchtete eine Zeit lang begleiten

So funktioniert beispielsweise die Ankommens-Patenschaft: "Wer möchte, kann Schutzsuchende aus der Ukraine hier in Lübeck in der ersten Zeit begleiten", erklärt die Geschäftsführerin. Über den ePunkt lernen die Paten eine Familie oder alleinlebende Person kennen. "Man trifft sich zunächst drei Mal, um gemeinsam die Stadt zu erkunden, bei Behördenangelegenheiten zu helfen, einkaufen zu gehen, mit Freunden oder der Familie zu kochen oder etwas ganz anderes zu unternehmen."

Beim Dolmetschen ist es hilfreich, wenn die Ehrenamtlichen Ukrainisch, Russisch oder Englisch sprechen. Man kann aber auch Polnisch oder Slowakisch ankreuzen. Auch wer ein Zimmer oder eine Ferienwohnung zur Verfügung stellen möchte, ist willkommen.

Man kann sich einfach und schnell registrieren

Wer Mitstreiterinnen und Mitstreiter für eine Aktion sucht, kann sich mit einem ähnlichen Fragebogen registrieren. Gesucht werden Initiativen, Vereine oder Organisation die, Geldspenden oder Sachspenden sammeln, Wohnraum organisieren, Hilfsgüter in die Nachbarländer bringen, Fahrdienste anbieten und mehr.

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LN informieren über Menschen und Aktionen

Die Lübecker Nachrichten berichten über diese vielfältige Arbeit des ePunkts und über das Engagement der Lübecker. Die LN stellen Menschen vor, die sich engagieren, lassen Geflüchtete zu Wort kommen und berichten über Aktionen, Veranstaltungen oder Projekte. Wir erzählen, wo Hilfe besonders gebraucht wird und wie Ideen in die Tat umgesetzt werden.

Stadt bietet Hotline

Der ePunkt verweist auch auf die Seite www.luebeck.de. Dort findet man alle Informationen inklusive einer Hotline, bei der alle Fragen und Anliegen besprochen werden können. "Alles, was mit dem Thema Ehrenamt zu tun hat, stimmen wir mit der Stadt ab und stehen in engem Austausch", betont Stine Nielandt.

Aktuell sind Geldspenden am hilfreichsten

Der Verein ePunkt betont, dass aktuell Geldspenden am hilfreichsten sind. "Diese können gezielt für die Dinge eingesetzt werden, die am nötigsten fehlen: Medikamente, technische Ausstattung, Zelte und mehr", sagt Stine Nielandt. Um Geldspenden zu generieren, könnten die Lübecker selbst kreativ werden: "Räumt eure Keller leer, verkauft die Schätze auf eBay. Organisiert Hofkonzerte. Sammelt das Pfand der Kollegen ein. Verkauft selbst gebackenen Kuchen oder gebastelte Grußkarten in der Nachbarschaft." Sachspenden helfen laut ePunkt dann, wenn akuter Bedarf an diesen Dingen besteht.

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Spenden sortieren: Lübecker Turnerschaft braucht Helfer

Einer der Vereine, die Mitstreiter suchen, ist die Lübecker Turnerschaft. "Angesichts der aktuellen Lage in der Ukraine möchte die LT mit allen Mitteln helfen", betont Joerle Bode (24), "denn der Schock über diese erdrückende Lage sitzt tief und das Mitgefühl für alle Menschen in der Ukraine ist hoch. Wir unterstützen daher die Organisationen Ladies Circle Deutschland/Lübeck, Round Table Deutschland/Lübeck, sowie Freunde helfen Freunden e. V.", erklärt die LT-Marketingleiterin. Organisiert werden Konvois, die Sachspenden aus Deutschland in die Ukraine bringen. "Die Lübecker Turnerschaft hat eine Sammelstelle für diese Sachspenden auf ihrem Gelände ins Leben gerufen", sagt Bode.

Sammeln Spenden für die Betroffenen des Krieges in der Ukraine: Rico Hofmann, Nicole Merkt, Carsten und Mara Stern, Joerle Bode und Sabine Wede (von links) von der Lübecker Turnerschaft und den Organisationen Ladies Circle und Round Table.

Sammeln Spenden für die Betroffenen des Krieges in der Ukraine: Rico Hofmann, Nicole Merkt, Carsten und Mara Stern, Joerle Bode und Sabine Wede (von links) von der Lübecker Turnerschaft und den Organisationen Ladies Circle und Round Table.

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Abgabe der Spenden an die LT: Bitte keine Kleidung

Von Montag, 7. März, bis Sonntag, 20. März, können Spenden in der Possehlstraße 5 abgegeben werden (Montag bis Freitag: 9 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr sowie Sonnabend und Sonntag von 11 bis 16 Uhr). Gewünscht sind: Woll- und Fleecedecken, Schlafsäcke, Hygieneartikel, Babynahrung, Windeln, Babyflaschen, Konserven, Iso-Matten und mehr. „Bitte nur saubere, gut erhaltene oder neue Artikel“, sagt Bode und betont, dass der Bedarf an Kleidung gedeckt ist. Diese werde nicht angenommen. Nach den zwei Wochen fährt der Freunde-helfen-Freunden-Konvoi an die ukrainische Grenze.

Geldspenden für Konvoi an Stiftung Round Table Deutschland

Die Lübecker Turnerschaft von 1854 e. V. hilftden Menschen, die von Putins Krieg betroffen sind. Der Verein unterstützt einen Konvoi in die Ukraine und organisiert in Lübeck eine Sammelaktion. Alternativ können auch Geldspenden an folgende Organisation gespendet werden:

Stiftung Round Table Deutschland

Bank für Sozialwirtschaft AG

IBAN: DE20 550 205 0000 0000 1954

BIC: BFSW DE 33 MNZ

Zweck: Konvoi

Joerle Bode begrüßt das Engagement des ePunkts und die Aktion „LN hilft“. „Wir würden uns über Unterstützung bei der Spendenannahme sehr freuen“, sagt sie, „wir sind für jede Hilfe dankbar, gemeinsam können wir es schaffen.“

Von Cosima Künzel

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