Heiligenhafen

Acht Verletzte: Feuerwehr verunglückt bei Einsatzfahrt

Das Einsatzfahrzeug blieb auf der Seite liegen. Die acht Insassen kamen mit zum Teil schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Das Einsatzfahrzeug blieb auf der Seite liegen. Die acht Insassen kamen mit zum Teil schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Die Einsatzkräfte waren auf dem Weg nach Großenbrode. Dort war die Brandmeldeanlage eines Seniorenheims losgegangen – wie sich später herausstellte, war es ein Fehlalarm. Die Feuerwehr Heiligenhafen rückte mit der Drehleiter und einem Löschfahrzeug aus, um die benachbarten Kameraden zu unterstützen. Im Sundweg nahm laut Polizei ein Autofahrer dem zweiten Fahrzeug die Vorfahrt. Letzteres wich aus, geriet nach rechts auf die Bankette, schleuderte über die Straße gegen einen Baum und blieb schließlich auf der Seite liegen.

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Von den acht Insassen kamen nach Angaben von Kreisfeuerwehrsprecher Hartmut Junge nur drei mit leichteren Blessuren davon. Die übrigen fünf seien mittelstark bis schwer verletzt worden. Alle wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Pkw-Fahrer blieb unversehrt.

Acht Verletzte bei Unfall von Feuerwehrauto

Schwerer Unfall im Heiligenhafener Sundweg: Nach einem Ausweichmanöver ist am Montag ein Feuerwehrfahrzeug auf dem Weg zu einem Einsatz auf die Seite gekippt. Die gesamte Mannschaft wurde verletzt, zum Teil schwer. Video: mopics

Nach Angaben der Polizei hatte der schwedische Autofahrer das erste Einsatzfahrzeug passieren lassen, das zweite dann aber offenbar übersehen. Beide Feuerwehrautos waren gegen 14 Uhr mit Blaulicht und Martinshorn Richtung Großenbrode unterwegs. Der Pkw-Fahrer wollte mit seinem Wagen aus der Tollbrettkoppel in den Sundweg einbiegen. Einen Zusammenstoß konnte der Fahrer des Löschfahrzeugs nur noch durch das Ausweichmanöver verhindern.

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Der Sundweg blieb nach dem Unfall im betreffenden Bereich für mehrere Stunden gesperrt. Polizisten regelten den Verkehr. Kräfte der Feuerwehren Oldenburg, Großenbrode und Gremersdorf waren bis zum frühen Abend für die Aufräumarbeiten im Einsatz. Das umgekippte Fahrzeug musste mit einem Kran wieder aufgerichtet werden, bevor es abtransportiert werden konnte. Gegen 17.45 Uhr wurde die Straße wieder freigegeben.

Die Feuerwehr Heiligenhafen wurde nach dem Unfall bis auf Weiteres vom aktuellen Einsatzgeschehen freigestellt. Die Kameraden der verunfallten Mannschaft wurden im Feuerwehrhaus seelsorgerisch betreut. Die Besatzung des ersten Einsatzfahrzeugs hatte am Unfallort zunächst noch die eigenen Kameraden versorgt. „Die persönliche Betroffenheit ist bei solch einem Unfall natürlich eine ganz andere“, so Feuerwehr-Sprecher Hartmut Junge, der auch selbst am Unfallort im Einsatz war und abends noch ins Feuerwehrhaus fuhr. Nachdem klar gewesen sei, dass niemand lebensgefährlich verletzt wurde, sei die Mannschaft aber schon wieder relativ gefasst gewesen.

Er hoffe, dass die Heiligenhafener Feuerwehrleute nach dem Schock nun ein wenig zur Ruhe kommen könnten. Zuletzt seien sie am Wochenende innerhalb von 24 Stunden zu drei Großeinsätzen ausgerückt – darunter das Großfeuer in Göhl und der Traktor, der in Oldenburg in eine Hauswand gefahren ist (LN berichteten). „Das Einsatzgeschehen ist im Moment ohnehin enorm“, so Junge. Ein Unfall wie der jetzige sei „wirklich das Letzte, was man da noch braucht“.

Von Jennifer Binder

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